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Wer in Bickenbach gern draußen unterwegs ist und zugleich historische Bauformen entdecken möchte, findet mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Wanderwege bringen Landschaft und Bewegung ins Programm; Kirche, Tanzsaal, Kreuz und Mühlengeschichte verweisen auf verschiedene Zeiten. Für die Wahl eines Aufenthaltsortes können Sie zuerst entscheiden, ob Sie vor allem wandern, Baugeschichte betrachten oder beide Themen in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten.

Bauwerke aus verschiedenen Jahrhunderten

Die katholische Pfarrkirche St. Stephan ist ein spätbarocker Saalbau aus den Jahren 1771 bis 1772. Ihr neuromanischer Westturm kam 1855 hinzu; am Chor befinden sich ein Kruzifix aus dem 18. Jahrhundert und eine Mariengrotte aus dem 19. Jahrhundert. An der Kirche lassen sich damit eine barocke Grundanlage und spätere Ergänzungen unterscheiden, während die beiden religiösen Kunstwerke ebenfalls aus unterschiedlichen Jahrhunderten stammen.

Nordwestlich von Bickenbach steht das Wendelkreuz, ein Kreuz aus Basaltlava mit der Datierung 1702. Ein weiteres Bauwerk ist der Bickenbacher Tanzsaal: ein eingeschossiger Putzbau mit expressionistischen Motiven, der um 1925 entstand. Zusammen reichen diese Bau-Beispiele von der Datierung des Kreuzes bis zum Tanzsaal aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Die Geschichte der Sonntagsmühle

Die Sonntagsmühle, auch Strödersmühle genannt, ergänzt die Baugeschichte um eine Folge von Namen und Jahreszahlen. In Rechnungsunterlagen des kurtrierischen Amtes Boppard ist die Mühle 1575 verzeichnet. Nikolaus Sonntag übernahm sie 1768; danach wurde sie als Sonntagsmühle bekannt. Als Jakob Ströder 1826 in die Mühle zog, kam der Name Strödersmühle hinzu.

Die Sonntagsmühle, auch Strödersmühle genannt, ist im Raum Bickenbach ein großes Anwesen mit renovierten Fachwerkgebäuden. Zum Anwesen gehören gepflegte Wiesen und ein Fischteich. Die Namensgeschichte der Mühle und die beschriebenen Merkmale des Anwesens geben unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich für die Geschichte und die bauliche Gestalt der Umgebung interessieren.

Wandern: Rundweg oder Landschaftsroute

Eine 2022 veröffentlichte Routenbeschreibung führt den Gehaichnisweg als 10,8 Kilometer langen Rundweg um Bickenbach, der am Baybach, Sasselbach und Schnellbach vorbeiführt. Der Weg gilt als relativ leicht; die Beschreibung nennt etwa 180 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Damit lassen sich Länge und Höhenprofil als Orientierung für die Tagesplanung nutzen. Die örtlichen Wegbedingungen können sich ändern, prüfen Sie diese daher vor Ihrer Tour. Sie können den Gehaichnisweg am Wanderparkplatz beim Friedhof Bickenbach beginnen; da sich örtliche Parkmöglichkeiten ändern können, prüfen Sie diese ebenfalls vor dem Aufbruch.

Die Route Oberes Baybachtal setzt einen anderen Akzent: Hier wechseln sich Wald und offene Felder ab. Kleine Informationstafeln behandeln Landschaft und Geschichte; hinzu kommen weite Ausblicke und Rastmöglichkeiten. Diese Route ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Prüfen Sie vor Ihrer Tour die aktuelle Verbindung, da sich die Angebote ändern können. Im Vergleich lässt sich der Gehaichnisweg anhand von Länge und Höhenmetern einordnen, während beim Oberen Baybachtal Landschaftswechsel, Tafeln und Ausblicke im Vordergrund stehen.

Rhein-Hunsrück im größeren Maßstab

Im übergeordneten Reiseziel Rhein-Hunsrück umfasst der Rhein-Hunsrück-Kreis weite Bereiche des Hunsrücks als Teil des Rheinischen Schiefergebirges sowie den linksrheinischen Teil des Oberen Mittelrheintals. Dieser regionale Rahmen reicht damit von Hunsrücklandschaften bis zum Oberen Mittelrheintal und ergänzt die konkreten Wander- und Geschichtsthemen Bickenbachs.

Weitere Reiseziele entdecken: Mörschbach, Sohrschied, Hahn, Buch, Ober Kostenz, Niederweiler, Sohren, Damscheid

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rhein-Hunsrück.

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