Buchholz bietet unterschiedliche Zugänge zur Umgebung: Wanderwege durch Seitentäler und die Hunsrückbahn mit ihrem Steilstreckenabschnitt. Zahlreiche Wanderwege beginnen im Ort und führen durch mehrere Seitentäler zum Rhein beziehungsweise zur Mosel. Für die Reiseplanung können Sie deshalb verschiedene Schwerpunkte setzen: Bachlandschaft und Talwege, die Bahnstrecke oder die Baugeschichte des Ortes.
Wandern zwischen Ehrbachklamm und Hunsrückbahn
Die Route Ehrbachklamm führt durch das Ehrbachtal, das sich über mehr als 17 Kilometer von Emmelshausen oder Buchholz bis Brodenbach erstreckt. Der mit „E“ gekennzeichnete Wanderweg führt an kleinen Wasserfällen und Strudellöchern vorbei. Zu seinem Charakter gehören außerdem kurze Kletterpassagen und Bachüberquerungen über Holzbrücken und Treppen. Die Route lässt sich damit anhand konkreter Landschafts- und Wegmerkmale einordnen. Die Kilometerangabe bezieht sich auf die Ausdehnung des Ehrbachtals, nicht auf eine angegebene Länge der Route.
Der Hunsrückbahn-Wanderweg bietet einen anderen Schwerpunkt und ist insgesamt etwa 16 Kilometer lang. Er verläuft über Boppard-Buchholz und erreicht nach dem Haltepunkt Boppard-Fleckertshöhe den Bahnhof Boppard-Buchholz. In der Nähe der Hunsrückbahn führt der Weg an Schluchten, Tunneln und Viadukten vorbei. An ausgewählten Aussichtspunkten informieren Tafeln über die Fahrplanzeiten der vorbeifahrenden Züge. Die Liesenfeldhütte bietet eine Rastmöglichkeit mit herrlichem Blick auf das Hubertus-Viadukt.
Beim Vergleich der Längen lohnt sich eine Unterscheidung: Etwa 16 Kilometer bezeichnet die Gesamtlänge des Hunsrückbahn-Wanderwegs, 8,5 Kilometer dagegen den Steilstreckenabschnitt der Hunsrückbahn zwischen Boppard und Buchholz. Die mehr als 17 Kilometer beziehen sich auf das Ehrbachtal. Diese Angaben stehen also für unterschiedliche Bezugspunkte und nicht für drei vergleichbare Wanderdistanzen. Da sich Routendetails ändern können, prüfen Sie vor einer Wanderung die aktuelle Wegbeschreibung.
Ortsgeschichte und Bauformen
Auch die Geschichte von Buchholz bietet einen eigenen Schwerpunkt. Der Ort entstand im 10. oder 11. Jahrhundert als Rodungssiedlung. Das ehemalige Schulhaus war 1842 bezugsfertig und wurde aus unverputzten Bruchsteinen erbaut. Die katholische Pfarrkirche St. Sebastian entstand von 1892 bis 1896. Ihr dreiachsiges Schiff und der neuromanische Westturm geben dem Kirchenbau eine konkrete architektonische Gliederung.
Die zeitliche Abfolge reicht damit vom Siedlungsursprung über das ehemalige Schulhaus bis zum Kirchenbau des späten 19. Jahrhunderts. Dabei unterscheiden sich auch die baulichen Merkmale: Beim Schulhaus ist der Bruchstein prägend, bei St. Sebastian sind es die Gliederung des Schiffs und der neuromanische Turm. Diese Details ergänzen die Wanderwege um einen Blick auf die Ortsgeschichte.
Wer mehrere Seiten von Buchholz kennenlernen möchte, kann Wandern und Baugeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte einplanen. Die Route Ehrbachklamm ist durch Wasser und Bachquerungen charakterisiert, der Hunsrückbahn-Wanderweg durch Bahnbauwerke und Aussichtspunkte. Kirche und ehemaliges Schulhaus lenken den Blick auf die Geschichte des Ortes.
Weitere Reiseziele entdecken: Beulich, Mannebach, Ober Kostenz, Niedert, Weiler, Hollnich, Holzbach, Morshausen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rhein-Hunsrück.