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In Dill begegnen Ihnen frei zugängliche Burgreste, Kirchenkunst und römische Wegespuren. Die Details reichen von einem Wohnturm mit Gewölbekeller bis zu einem Abschnitt der Römerstraße aus dem ersten Jahrhundert.

Burg und Kirche: Baugeschichte und Bildkunst

Die Oberburg ist frei zugänglich. Zu ihr gehören Abschnitte des Ringwalls, Wachtürme und ein Graben sowie Fundamente des Bergfrieds und ein Wohnturm mit Gewölbekeller. Die Niederburg enthält eine barocke Schlosskapelle; ihre Gemälde werden dem Kirner Künstler Johann Georg Engisch zugeordnet. So stehen unterschiedliche Teile der Burganlage und ihre künstlerischen Details im Mittelpunkt.

Die Evangelische Kirche in Dill wurde 1701 am Standort der früheren Burgkapelle errichtet. Ihre Gemälde bilden fünf erkennbare Zyklen. Eine Audiotour behandelt die Kirche, ihren Maler und die Gemälde. Wer sich für die Kunst interessiert, kann das Bildprogramm so neben der Baugeschichte betrachten.

Auch einige Fachwerkhäuser haben ein markantes Detail: Ihre auffälligen ovalen Fenster werden Trempelwand genannt. Damit reicht der Blick auf die Ortsarchitektur über Burg und Kirche hinaus bis zu einzelnen Formen an den Häusern.

Römische Wege und der Römerturm

Zu den kulturellen Attraktionen des Diller Burgpfads zählt eine Nachbildung des Römerturms. Der Römerturm nahe Dill ist ein neun Meter hoher, rekonstruierter Aussichtsturm für Wanderer und Radfahrer. Von dort reicht der Blick über Dill, die Burgruine und die weitere Hunsrücklandschaft. Unterhalb des Turms ist ein Abschnitt der Römerstraße rekonstruiert; ein Teil der originalen Straße aus dem ersten Jahrhundert liegt frei. So treffen an diesem Ort Rekonstruktion und ein Stück der historischen Straße aufeinander.

Der Ausoniusweg folgt im Großen dem Verlauf der historischen Römerstraße zwischen Bingen und Trier. Der Ausonius-Wanderweg führt auf der ehemaligen Römerstraße an Dill vorbei. Damit stehen eine weiträumige und eine direkt auf Dill bezogene Perspektive auf den römischen Straßenverlauf nebeneinander.

Wege durch Wiesental und am Sohrbach

Der Diller Burgpfad ist mit violetten Schildern der Saar-Hunsrück-Traumschleife markiert. Da sich Wegmarkierungen ändern können, prüfen Sie sie vor der Tour. Der Pfad passiert ein idyllisches Wiesental; über einen kurzen Abzweig ist außerdem eine Wassertretanlage erreichbar. In Dill ist zudem ein Selbstbedienungskiosk verfügbar. Da sich Einrichtungen ändern können, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf den aktuellen Stand.

Der Elfenpfad ist ein ungefähr zwei Kilometer langer Abschnitt des Diller Burgpfads und gilt als für Familien mit Kindern geeignet. Entlang des Wegs stehen Tonfiguren der lokalen Künstlerin Traudel Schneider. Rund 400 Meter des Elfenpfads folgen dem Sohrbach. Die beiden Längen beziehen sich also auf unterschiedliche Abschnitte: etwa zwei Kilometer auf den Elfenpfad, rund 400 Meter auf dessen bachbegleitenden Teil.

Der Sohrbach umfließt auch den Felsen, auf dem Burg Dill steht. Damit verbindet sich der Bach sowohl mit einem Abschnitt des Elfenpfads als auch mit dem markanten Untergrund der Burg.

Landschaft im übergeordneten Reiseziel Rhein-Hunsrück

Im übergeordneten Reiseziel Rhein-Hunsrück umfasst der Rhein-Hunsrück-Kreis weite Teile der Hunsrückhochfläche und südlich anschließende Quarzitrücken wie den Soonwald. Zum Kreis gehören außerdem weite Bereiche des Hunsrücks als Teil des Rheinischen Schiefergebirges sowie der linksrheinische Teil des Oberen Mittelrheintals. Im Mittelrheintal bildet der Rhein zugleich die östliche Kreisgrenze.

Weitere Reiseziele entdecken: Damscheid, Mannebach, Henau, Mastershausen, Simmern/Hunsrück, Beltheim, Kastellaun, Büchenbeuren

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rhein-Hunsrück.

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