Für einen Aufenthalt in Dausenau treffen mittelalterliche Baugeschichte und praktische Fragen zu Wegen und Zugang zusammen. Die Stadtbefestigung umschließt den historischen Ortskern und bildet einen Bezugspunkt für den Weg an der Stadtmauer und die Lahn-Westerwald-Runde. Die Besuchsmöglichkeiten unterscheiden sich dabei: Der Schiefe Turm ist seit 1959 nicht zugänglich, während der Vorraum der Kirche im Sommer tagsüber zugänglich ist.
Stadtmauer und Schiefer Turm
Die mittelalterliche Stadtbefestigung ist etwa einen Kilometer lang und umschließt Dausenaus historischen Kern. Oberhalb des Lahnufers, hinter dem Leinpfad, erhebt sich die Stadtmauer. Die Entstehung der Ringmauer wird auf die erste Hälfte oder die Mitte des 14. Jahrhunderts geschätzt; ihre Datierung bleibt also ungefähr.
Der achteckige Schiefe Turm gilt als Dausenaus Wahrzeichen und als bekanntester Teil der mittelalterlichen Befestigung. Seine Bedeutung für die Ortsgeschichte ändert nichts an der Zugangsbedingung: Der Turm ist seit 1959 nicht zugänglich. Wer sich mit der Stadtbefestigung beschäftigt, kann ihn daher als wichtigen Teil der Anlage einordnen, ohne einen Besuch des Innenraums einzuplanen.
Kirche, Rathaus und weitere Bauzeugen
Der romanische Turm der St.-Kastor-Kirche stammt aus dem Jahr 1179 und ist Dausenaus ältestes Gebäude. Im Hauptchor befindet sich ein Passionsfries, in dem Apostel und Szenen aus der Passion Christi einander abwechseln. Der Vorraum der Kirche ist im Sommer tagsüber zugänglich; von dort lässt sich der größte Teil der Kirche betrachten. Prüfen Sie diesen saisonalen Zugang vor Ihrem Besuch.
Das spätgotische Fachwerk-Rathaus wurde zwischen 1432 und 1434 erbaut. Zusammen mit dem romanischen Kirchturm und der geschätzt ins 14. Jahrhundert datierten Ringmauer ergibt sich eine historische Abfolge über mehrere Jahrhunderte: vom Turm aus dem 12. Jahrhundert über die ungefähre Einordnung der Befestigung bis zum Rathaus des 15. Jahrhunderts.
Eine weitere auffällige Naturbesonderheit ist die Alte Eiche: Ihr Wurzelumfang beträgt 15 Meter, und sie ist innen hohl.
Wege, Höhenunterschiede und Aussicht
Der Weg entlang der Stadtmauer umfasst Auf- und Abstiege. Der örtliche Heimatverein empfiehlt dafür stabileres Schuhwerk. Wer diese Wegpassage einplant, sollte die Höhenwechsel bei der Vorbereitung berücksichtigen und die Empfehlung zur Schuhwahl beachten.
Die Lahn-Westerwald-Runde führt in Dausenau an der Stadtmauer entlang und weiter in Richtung Aussichtspunkt Herrenlai. Damit begegnet die Stadtbefestigung auch auf dieser Runde als Teil des Wegverlaufs. Von den Taunus-seitigen Höhen bieten sich Blicke ins Lahntal.
Parkmöglichkeiten für den Start in den Weg gibt es am Schiefen Turm oder auf der gegenüberliegenden Lahnseite direkt hinter der Brücke. Da sich die Parkplatzsituation ändern kann, prüfen Sie sie vor der Abfahrt. So lassen sich Startpunkt und Wegverlauf vorab planen, ohne eine bestimmte Gehzeit oder Streckenlänge anzusetzen.
Dausenau im größeren Rahmen Rhein-Lahn
Im übergeordneten Reiseziel Rhein-Lahn umfasst der Rhein-Lahn-Kreis das rechtsrheinische Gebiet an der Lahnmündung, das Lahntal bis kurz vor Limburg bei Diez, die südlichen Ausläufer des Westerwaldes zum Lahntal hin sowie das nördliche Taunushochland zwischen Rhein und Aar. Der römische Limes durchzieht das Kreisgebiet; sichtbare Reste gehören zum UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes.
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