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In Burgschwalbach stehen Burg- und Kirchengeschichte neben Waldzielen, die andere Akzente setzen. Die Burg Schwalbach wurde ab 1368 von Graf Eberhard von Katzenelnbogen erbaut; die Evangelische Kirche gilt als mehr als 1.000 Jahre alt. Damit richtet sich der Blick sowohl auf die Entstehung des Ortes als auch auf Bauphasen, die sich über Jahrhunderte erstrecken.

Burg und Ortsgeschichte

Im Jahr 1368 erhielt Burgschwalbach das Recht, den Ort zu befestigen und zur Stadt erhoben zu werden. Ebenfalls verliehen wurde das Recht, dienstags einen Wochenmarkt abzuhalten. Burg- und Siedlungsgeschichte kommen in diesem Jahr zusammen: Die Burg wurde gebaut, während sich zugleich die Rechte des Ortes erweiterten.

1594 bezog Graf Wilhelm von Nassau-Weilburg die Burg. 1598 wurde eine neue Wasserleitung aus Tonrohren zur Burg gelegt; Reste einer Wasserleitung der Burg Schwalbach wurden 1962 gefunden. Auch ein Kunstwerk aus der Burgkapelle hat einen anderen heutigen Aufbewahrungsort: Der gemalte Flügelaltar von 1517 befindet sich im Landesmuseum Wiesbaden, war dort zuletzt jedoch nicht ausgestellt.

Die Evangelische Kirche und ihre Bauphasen

Die Evangelische Kirche verbindet mehrere Bau- und Ausstattungsphasen. Im 14. Jahrhundert wurde sie umgebaut und erhielt einen gotischen 5/8-Chor. Das Kirchenschiff wurde 1664 nach Westen verlängert; seine Decke ist mit Stuck aus dem 17. Jahrhundert gestaltet. Im Chor befindet sich ein Taufstein aus schwarzem Marmor von 1714. Zwei dortige Glasfenster schuf der Maler Heinz Hindorf.

1998 wurden im Chor gotische Malereien freigelegt, darunter Lebensbäume und Weihekreuze. Die Folge von gotischem Chor, späterer Verlängerung des Kirchenschiffs und den Ausstattungsstücken macht die unterschiedlichen Zeitabschnitte der Kirche anschaulich. Eine Besichtigung ist nach vorheriger telefonischer Absprache möglich. Klären Sie die Besuchsvereinbarung vor dem Besuch lokal.

Wald, Aussicht und Ziele in der Umgebung

Der Märchenwald oberhalb von Burgschwalbach ist ein ganzjährig geöffneter Waldspielplatz mit Spielgeräten, Hütten und Sitzgelegenheiten. Die Nutzung ist kostenlos. Für private Feiern oder Kindergeburtstage lassen sich drei Hütten und ein Sonnenschutzdach reservieren. Damit unterscheidet sich der Besuchsrahmen klar von dem der Kirche: Für den Spielplatz gelten ganzjährige Öffnung und kostenfreie Nutzung, während für die Kirche eine telefonische Absprache nötig ist.

Wehrholz, Burgschwalbachs höchste Erhebung, bietet Ausblicke über den Ort und das Tal. Die Perspektive ergänzt den Blick auf Burg und Kirche um die Lage des Dorfes und seiner Umgebung. In nahegelegenem Zollhaus können Wandernde und Radfahrende die Mineralquellen Römerquelle und Johannisbrunnen finden.

Zwischen Panrod und Burgschwalbach liegt der Walderlebnispfad Palmbachtal. Seine Stationen vermitteln Wissen über Baumarten und Waldprozesse; zum Pfad gehören eine Akustikhütte, ein Waldtelefon und eine Insektenwand. Hier steht die Vermittlung von Waldthemen im Mittelpunkt, während Wehrholz vor allem den Ausblick über Ort und Tal bietet.

Besuche und Aufenthalt planen

Die Buslinie 572 verbindet Bonscheuer, Burgschwalbach und Hahnstätten. Da sich Fahrpläne und Linienzuordnungen ändern können, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Informationen zum öffentlichen Verkehr.

Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung die besonderen Besuchsbedingungen, vor allem die telefonische Absprache für die Kirche und den aktuellen Fahrplan der Linie 572. So können Sie Ihre Übernachtungssuche an den Interessen ausrichten, die für Ihren Aufenthalt den Ausschlag geben.

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