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Holzappel liegt im Naturpark Nassau nahe der Lahn, auf den ersten Westerwaldhügeln und in etwa 300 bis 400 Metern Höhe. Herthasee, Wege durch Wald und Feld sowie Zeugnisse der Bergbaugeschichte geben dem Ort unterschiedliche Seiten. Der See liegt am Fuß des 443 Meter hohen Höchst, der höchsten Erhebung der Esterau. Er umfasst knapp fünf Hektar und wird von natürlichen Zuflüssen und unterirdischen Quellen gespeist.

Herthasee: Wasser, Aktivitäten und ein Blick auf den Höchst

Am Herthasee gehören Bootfahren und Angeln zu den Möglichkeiten. An zugänglichen Uferbereichen kann geangelt werden; der Fischbestand ist vielfältig. Daneben befinden sich Tennisplätze. Wenn Sie angeln möchten, informieren Sie sich vorab über die geltenden Bedingungen: Regeln und Erlaubnisse können sich ändern. So lässt sich der Aufenthalt am See mit den eigenen Interessen verbinden, ohne die verschiedenen Angebote gleichzusetzen.

Auch als Orientierungspunkt taucht der Herthasee bei mehreren Wegen auf. Die Routen unterscheiden sich in Länge und Zielrichtung: Der Burgweg führt von Holzappel und dem Herthasee nach Laurenburg; der Kirchweg verläuft von Eppenrod nach Holzappel und zum See. Der Grubenwanderweg führt von Laurenburg nach Holzappel. Für die Planung sind deshalb sowohl die Kilometerangaben als auch die jeweiligen Ausgangs- und Zielorte hilfreich.

Wege zwischen Laurenburg und Holzappel

Der 5,7 Kilometer lange Burgweg folgt Wald- und Feldwegen auf einer historischen Route zwischen Holzappel und Laurenburg. Unterwegs eröffnet er Blicke über das Lahntal in Richtung Schaumburg, Cramberg, Gabelstein und Lahn. Mit 4,8 Kilometern ist der Grubenwanderweg kürzer; der Kirchweg umfasst 10 Kilometer. Diese Distanzen geben einen konkreten Vergleich für die Wahl des Weges, während die Endpunkte die Routen voneinander unterscheiden.

Beim Grubenwanderweg steht neben der Strecke auch die Bergbaugeschichte im Mittelpunkt. Der Weg führt an Fachwerkhäusern und schieferverkleideten Fassaden vorbei, passiert die Johanneskirche und setzt sich anschließend zum Herthasee fort. Grubenwanderweg und Grubenlehrpfad zeigen außerdem Bergbaureste und Informationstafeln zur Grube Holzappel. Damit stehen auf den Wegen sowohl Ortsansichten als auch Hinweise auf die frühere Nutzung der Landschaft im Blick.

Ortsgeschichte und Bergbau in Holzappel

Die Grube Holzappel war von 1751 bis 1952 in Betrieb; abgebaut wurden Blei, Silber und Zink. Wer dieses Kapitel vertiefen möchte, findet im Heimat- und Bergbaumuseum Esterau Exponate zur Geschichte der Esterau und zum früheren Bergbau. Die Sammlung umfasst außerdem Themen der häuslichen Kultur um 1900, Spielzeug und historische Fotografien aus Holzappel. Der Museumsbesuch lässt sich mit einem Blick in die Melander-Krypta in der angrenzenden Johanneskirche verbinden.

Auch die Kirche selbst erzählt von verschiedenen Bauzeiten: Die heutige Johanneskirche entstand 1824 bis 1826 im klassizistischen Stil auf den Fundamenten einer älteren Kirche. Auf dem unteren Marktplatz steht der 1913 errichtete Bärenbrunnen. Als Heimatdenkmal der Esterau befindet er sich vor dem historischen Goethe-Haus. Zusammen mit den Stationen am Grubenwanderweg ergibt sich so ein Ortsbild, in dem Baugeschichte und Bergbaugeschichte nebeneinanderstehen.

Für die Auswahl der Unternehmungen bieten sich damit verschiedene Schwerpunkte: ein Aufenthalt am Herthasee, eine Route mit Blicken ins Lahntal oder Wege und Ausstellungen zur Grube Holzappel. Die Längen der drei beschriebenen Routen reichen von 4,8 bis 10 Kilometern; ihre unterschiedlichen Start- und Zielorte helfen bei der konkreten Planung.

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