Weinberge auf der südlichen Seite des Erlenbachs und Wiesen am nördlichen Ufer geben Oberhausen einen konkreten landschaftlichen Rahmen. Dazu kommen historische Bauwerke, eine Radroute durch den Ort und verschiedene Möglichkeiten zur Anreise. So können Sie bei der Wahl Ihres Aufenthaltsortes abwägen, ob Sie vor allem Spaziergänge, Baugeschichte oder Wege mit dem Rad in den Blick nehmen möchten.
Flusslandschaft und geschützte Natur
Die Wiesen am Nordufer des Erlenbachs eignen sich für entspannte Spaziergänge. In Oberhausen ist außerdem eine Winterlinde als Naturdenkmal ausgewiesen. Die Sandgrube trägt die Einstufung als geschützter Landschaftsbestandteil; dort können Zugangsbeschränkungen gelten. Prüfen Sie vor einem Besuch die örtlichen Vorgaben. Die Schutzkategorien der Winterlinde und der Sandgrube unterscheiden sich, während beide zur Naturausstattung Oberhausens gehören.
Anreise und Orientierung
Der nächste Bahnhof liegt in Barbelroth, etwa einen Kilometer entfernt. Nach Bad Bergzabern, das etwa fünf Kilometer entfernt ist, führen eine Busverbindung und ein Radweg. Außerdem verläuft die Bundesstraße B427 durch Oberhausen. Damit stehen unterschiedliche Anreise- und Mobilitätsbezüge zur Verfügung, die Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft berücksichtigen können. Wenn Sie den Bus nutzen möchten, prüfen Sie vor der Reise den Fahrplan für den betreffenden Zeitraum.
Auch die Radroute „Vom Riesling zum Zander“ führt durch Oberhausen. Sie ist ein weiterer Bezugspunkt für die Reiseplanung mit dem Fahrrad. Für Ihre Planung können Sie daher zwischen dieser Durchfahrt, dem Radweg nach Bad Bergzabern und den Spaziergängen an den Wiesen am Erlenbach unterscheiden.
Baukultur im Ort
Zu Oberhausens historischen Bauwerken gehört die Friedhofstraße-Brücke, ein spätbarocker Bogenbau aus dem Jahr 1788. Das Rathaus ist ein klassizistisch-neogotischer Putzbau mit einem Turm aus dem Jahr 1875 und zählt mit seinem zinnenbekrönten Uhrturm zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes. An der Unteren Hauptstraße 24 steht ein barockes Fachwerkhaus aus dem Jahr 1703. Auch historische Fachwerkhäuser sind ein Merkmal Oberhausens.
Westlich von Oberhausen befindet sich an der Oberdorfstraße 36 die ehemalige Ölmühle. Ihr Gebäudekern stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert. Zusammen vermitteln diese Bauwerke unterschiedliche historische Formen: den Bogenbau der Brücke, das Rathaus, Fachwerkhäuser und den früheren Mühlenstandort. Bei der Ölmühle bleibt die Datierung des Gebäudekerns eine ungefähre zeitliche Einordnung.
Radfahren, Weinproben und Kerwe
Weinproben gelten in Oberhausen als Freizeitaktivität. Für die Kerwe ist das letzte Wochenende im August als Termin angegeben; prüfen Sie vor der Reise das Programm für das betreffende Jahr. So lässt sich ein Aufenthalt, der sich an einem Veranstaltungstermin orientiert, anders planen als eine Reise mit Schwerpunkt auf den Bauwerken oder dem Radfahren. Die Kerwe-Angabe ersetzt dabei nicht die Prüfung des konkreten Jahresprogramms.
Weitere Themen im Reiseziel Südliche Weinstraße
Auch das übergeordnete Reiseziel Südliche Weinstraße bietet eigene landschaftliche und kulturelle Themen. Die Südliche Weinstraße grenzt an das Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald. Auf Burg Landeck befindet sich eine 25 Meter hohe Plattform mit Blick über die Vorderpfalz in Richtung Odenwald und Schwarzwald; die Sicht ist wetterabhängig. In der Kaiserburg Trifels sind Nachbildungen der Reichskleinodien ausgestellt. Diese Beispiele verbinden unterschiedliche Perspektiven: eine Aussicht über die Landschaft und eine Ausstellung historischer Insignien.
Für Spaziergänge und Wanderungen im Reiseziel Südliche Weinstraße gibt es außerdem unterschiedliche Themenwege. Der TrifelsErlebnisWeg ist 3,6 Kilometer lang, als einfach eingestuft und mit 18 Spiel- und Wissensstationen ausgestattet. Der Keschde-Erlebnisweg ist eine 6,1 Kilometer lange, kinderwagentaugliche Rundtour um den Föhrlenberg und beschäftigt sich mit der Pfälzer Esskastanie; saisonale Bedingungen können die Nutzung beeinflussen. Der kürzere Weg ist als einfach ausgewiesen, während sich der längere als Runde mit einem thematischen Schwerpunkt auf die Esskastanie beschreiben lässt.
Am Silzer See umfasst der Klima- und Naturerlebnispfad zwei unterschiedlich lange Rundwege. Inhaltlich geht es dort um Wald, Artenvielfalt, Trinkwassergewinnung und Wasserrückhalt. Für die Radplanung nennt die Radkarte „Radwandern in der Südpfalz“ 27 ausgeschilderte Radwege und Rundtouren, die sich vom Rhein über die Südliche Weinstraße bis zum Pfälzerwald erstrecken. Kartenauflagen und Wegbeschilderungen können aktualisiert werden. Als einzelne Radrunde ist zudem die Burgentour mit 42,4 Kilometern ausgewiesen; bei dieser Strecke können Routenänderungen die Länge beeinflussen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Bergzabern.