Zum Inhalt

In Nußdorf treffen unterschiedliche kulturelle Zugänge aufeinander: An der evangelischen Johannes-Kirche stehen mittelalterliche Ausstattung und ein römischer Viergötterstein im Mittelpunkt; das Bauernkriegshaus verbindet Baugeschichte mit drei benannten Museumsbereichen. Dazu kommen ein historischer Rundweg, ein Weinerlebnispfad mit Klangskulpturen und saisonaler Kunst sowie eine Route mit Blick auf mehrere Landschaftsräume. Für Ihre Auswahl ist es hilfreich, zwischen Ortsgeschichte, Kunst im Freien und Landschaftsblick zu unterscheiden.

Kirche und römischer Viergötterstein

Die evangelische Johannes-Kirche in Nußdorf stammt aus dem Jahr 1280. Zu ihrer Ausstattung gehören ein frühgotischer Altar und mittelalterliche Wandmalereien. Außen an der Nordostecke ist ein römischer Viergötterstein eingemauert, auf dem Jupiter, Herkules, Minerva und Juno dargestellt sind. An derselben Kirche begegnen so mittelalterliche Elemente und ein römisches Motiv. Wenn Sie sich für Architektur und antike Bildmotive interessieren, bietet diese Verbindung einen prägnanten Zugang zur Ortsgeschichte, ohne den Blick auf eine einzige Epoche zu beschränken.

Baugeschichte und Erinnerung an 1525

Das Bauernkriegshaus eröffnet eine weitere Perspektive auf Nußdorfs Vergangenheit. Das erhaltene Fachwerkhaus wurde um 1500 als Wohnhaus erbaut und 1671/1672 auf seinen historischen Fundamenten im Fachwerkstil wiederaufgebaut. Die Daten bezeichnen unterschiedliche Bauphasen: die ursprüngliche Errichtung und den späteren Wiederaufbau. Seine Museumsetage umfasst die Pfarrer-Lehmann-Stube, das Bauernkriegsmuseum und das Nußdorfer Dorfmuseum. Führungen können gebucht werden. Wenn Sie die Museumsthemen in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten, können Sie eine Führung als eigene Möglichkeit berücksichtigen.

Ein anderer Akzent ist das etwa zwei Meter hohe bronzene Bauernkrieger-Denkmal an der Ecke Kirchstraße/Walsheimer Straße. Es erinnert an den Beginn des pfälzischen Bauernkriegs in Nußdorf im Jahr 1525. Im Unterschied zur Baugeschichte des Hauses steht hier ein bestimmtes Ereignis im Mittelpunkt: Das Denkmal hält die Erinnerung an den Bauernkrieg fest.

Ortsgeschichte als Rundgang

Der historische Dorfrundgang Nußdorf führt auf einem Rundweg mit erläuternden Tafeln durch die Geschichte Nußdorfs. Damit begegnet die Ortsgeschichte einem unterwegs, während das Bauernkriegshaus drei benannte Bereiche in seiner Museumsetage vereint. Wenn Sie Geschichte lieber im Rahmen eines Rundwegs aufnehmen möchten, ist der Dorfrundgang ein anderer Zugang als die Museumsräume und die dort buchbaren Führungen.

Klang, Kunst und Landschaftsblick

Der Weinerlebnispfad Landau-Nußdorf setzt einen eigenen Schwerpunkt. Fest installierte Klangskulpturen laden Besucher zum Bespielen ein; dazu kommen saisonal wechselnde Freiluftausstellungen verschiedener Künstler. Die fest installierten Skulpturen und die wechselnden Ausstellungen bieten damit zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Klang und Kunst im Freien, ergänzt um den saisonalen Wechsel der Ausstellungsthemen.

Wenn Sie bei Ihrer Auswahl eher Landschaftsblicken den Vorzug geben, führt die Route „Rund um Nußdorf“ zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Odenwald, Kraichgau und Schwarzwald. So lassen sich ein Weg mit Klangskulpturen und wechselnder Kunst sowie eine Route mit Blick auf drei benannte Landschaftsräume nach dem jeweiligen Interesse unterscheiden.

Wein als Veranstaltungsanlass

Am 2. Oktober 2025 fand in Nußdorf die „Nacht der offenen Keller“ statt. Zwischen 18 Uhr und 1 Uhr konnten rund 120 verschiedene Weine aus dem Ort direkt in den Kellern oder Kelterhäusern der teilnehmenden Weingüter verkostet werden. Das Beispiel zeigt ein konkretes Veranstaltungsformat rund um Nußdorfer Wein: Die Verkostungen fanden in den Räumen der mitwirkenden Weingüter statt. Die genannten Zeiten und das Angebot beziehen sich auf diesen Termin.

Weitere Reiseziele entdecken: Siebeldingen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Landau in der Pfalz.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.