Offenbach an der Queich bietet verschiedene Schwerpunkte für eine Entdeckungsreise: die Queichwiesen und Wanderwege, historische Bau- und Kunstwerke sowie ein Museum. So können Sie den Aufenthalt stärker auf Landschaft und Bewegung oder auf Ortsgeschichte und Kultur ausrichten. Auch bei den Wegen unterscheiden sich Länge und Gestaltung.
Queichwiesen, Bewässerung und Störche
Die Queichwiesen entlang der Queich sind Teil eines rund 350 Hektar großen Wiesenbewässerungssystems. Es gilt als Deutschlands größtes zusammenhängendes, noch aktiv betriebenes System dieser Art. Während der sommerlichen Bewässerung sammeln sich dort Hunderte Störche. Die Verbindung aus Wiesenlandschaft, Bewässerung und saisonaler Vogelbeobachtung gibt diesem Naturraum einen besonderen Schwerpunkt für den Aufenthalt.
Wanderwege mit unterschiedlichen Akzenten
Der Wald-Wein-Wiesen-Weg Offenbach beginnt an der Grillhütte am Waldrand und führt durch die Queichwiesen in lichte Eichenwälder. Die Strecke ist 6,1 Kilometer lang, als leicht eingestuft und mit einer Gehzeit von etwa 1 Stunde 30 Minuten angegeben. Der Klimawanderweg startet an der Grillhütte Offenbach, verläuft als ausgeschilderte Runde über knapp drei Kilometer und richtet sich an Familien, Schulklassen sowie einzelne Wandernde. Parkplätze sind vorhanden.
Der Klimawanderweg ist damit die kürzere der beiden beschriebenen Runden. Einen eigenen Akzent setzt sein Umweltspiel: Dazu gehören eine Drehscheibe und Figuren, die in der Umgebung zu finden sind. Der längere Wald-Wein-Wiesen-Weg führt dagegen durch die Queichwiesen bis in lichte Eichenwälder. Der Storchenpfad Queichwiesen erreicht die Queichwiesen bei Offenbach; dort gehören weite Wiesen, historische Wehre und die Möglichkeit, zahlreiche Störche zu beobachten, zu den Wegthemen. So stehen für die Planung unterschiedliche Landschaftseindrücke und Weglängen zur Auswahl.
St. Josef und das Queichtalmuseum
Der heutige Bau von St. Josef wurde am 8. September 1754 geweiht. Der barocke Turm und Teile des Langhauses sind als Denkmäler erhalten. Zur Ausstattung gehören eine Altarwand und Glasfenster von Rudolf Dister sowie Altar, Ambo und Tabernakel von Heinrich Betz. Die Verbindung aus erhaltener Barockarchitektur und Werken verschiedener Künstler macht die Kirche zu einem weiteren kulturellen Thema in Offenbach.
Das Queichtalmuseum ist in einer umgebauten Scheune im Herzen Offenbachs untergebracht. Es zeigt wechselnde Ausstellungen und bietet Einblicke in die Geschichte der Region und des Ortes. Seit 1998 widmet sich das Museum mit Ausstellungen den Themen Kunst, Kultur, Naturkunde und Geschichte. Lesungen und Konzerte gehören zum Kulturprogramm des Fördervereins. Damit reicht das kulturelle Angebot über Ortsgeschichte hinaus und schließt auch wechselnde Ausstellungsthemen und Veranstaltungen ein.
Brunnen und historischer Ortskern
Der Brunnen vor der Gemeindebücherei fällt durch seine Gestaltung als aufgeschlagenes Buch auf: Ein großer Federkiel scheint aus einem Tintenfass hervorzusprudeln. Der Froschbrunnen ist von einer Insekteninsel mit Blühbeeten und einem Insektenhotel umgeben; Sitzgelegenheiten gehören ebenfalls dazu. Beide Brunnen setzen eigene Akzente, einmal mit einem Motiv rund ums Lesen, einmal mit Elementen aus Natur und Wasser.
Ein Spaziergang durch den historischen Ortskern führt zwischen restaurierten Fachwerkhäusern, dem Buch- und Dorfbrunnen und dem Marktplatz hindurch. Zusammen mit St. Josef und dem Queichtalmuseum ergibt sich damit eine kulturelle Alternative zu den Wegen durch die Queichwiesen. Sie können Ihre Planung nach dem gewünschten Schwerpunkt ausrichten: eine Runde durch Wiesen und lichte Eichenwälder, ein Weg mit Umweltspiel oder Zeit für Ortsgeschichte, Kunst und Ausstellungen.
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