Felder und Weinberge prägen die Landschaft Bekonds und erstrecken sich über die Hügel des Moseltals und die Höhen der Voreifel. Dazu kommen Wege rund um den Hummelsberg, buchbare Verkostungen bei Bekonder Winzern und eine vielschichtige Baugeschichte. Für die Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Zugänge bereit: Landschaft zu Fuß, Wein und Obstbrand sowie Ortsgeschichte.
Wein, Wege und Festtradition
Bei einigen Bekonder Winzern können Sie Wein- und Obstbrandverkostungen buchen. Eine gemeinsame Wein- und Schnapsprobe trägt den Namen „Hutgespräch“ und findet in einem alten Gewölbekeller statt. Das Format verbindet beide Getränke an einem Ort und bietet eine konkrete Möglichkeit, sich mit den lokalen Wein- und Obstbrandangeboten zu beschäftigen. Klären Sie die Buchungsdetails vorab, denn sie können sich ändern.
Rund um den Hummelsberg führen ausgeschilderte Wege durch die Wälder; die Möglichkeiten umfassen Wandern und Nordic Walking. Unterwegs bieten sich Ausblicke Richtung Moseltal, Eifel und Hunsrück. Wer eine längere Tour plant, findet außerdem verkehrsfreie Tageswanderungen. Prüfen Sie vor dem Start die örtliche Wegeführung und Beschilderung.
Eine andere Seite des Ortes zeigt das wiederkehrende Krumpernfest, das seit 1980 die Kartoffel in den Mittelpunkt stellt. Zugleich unterstützt das Fest kleine Bauern in der Heimat der Kartoffel. Neben Wein und Obstbrand erhält damit auch die Landwirtschaft einen eigenen Akzent. Wenn Sie das Fest einplanen, prüfen Sie die jeweiligen Termine und das Programm, denn beides kann sich ändern.
Bekonds Baugeschichte
Schloss Bekond geht auf eine ehemalige Wasserburg zurück; ab 1709 wurde sie als Barockschloss mit Orangerie wiederaufgebaut. Die Pfarrkirche St. Clemens stammt aus den Jahren 1827/28, die Rochuskapelle aus dem 19. Jahrhundert. An diesen Datierungen lässt sich die unterschiedliche Baugeschichte ablesen: vom frühen Hinweis auf die Wasserburg und dem späteren barocken Wiederaufbau bis zu den kirchlichen Bauwerken des 19. Jahrhunderts.
Trier-Saarburg als regionaler Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Trier-Saarburg gibt es im Landkreis 492 Kilometer Radwege. Ein konkretes Tourenbeispiel dort ist die Tälchen-Tour: Die mittelschwere Rundtour beginnt und endet in Konz, ist 37,28 Kilometer lang und mit einer Dauer von etwa 2 Stunden und 45 Minuten angegeben. Sie führt zum Naturschutzgebiet Wiltinger Saarbogen; außerdem empfiehlt die Tour einen Abstecher zum Wasserfall in der Altstadt von Saarburg. Die angegebenen Länge und Dauer helfen, dieses Tourenangebot als eigenen Planungspunkt einzuordnen.
Auch die römische Geschichte gehört zum übergeordneten Reiseziel Trier-Saarburg. Die Straßensiedlung Tabernae in Tawern gilt als Ursprung des Ortes und wurde kurz vor der Zeitenwende an der römischen Hauptstraße von der Mosel über Metz nach Rom angelegt. In einem Pavillon steht ein Modell der Siedlung im Maßstab 1:75; im Wald befindet sich die rekonstruierte Tempelanlage. Mit der kostenlosen ARGO-App lässt sich die Anlage vor Ort in Originalgröße und als 360-Grad-Darstellung per Augmented Reality betrachten.
Weitere Reiseziele entdecken: Zemmer, Wehr, Klüsserath, Baldringen, Reinsfeld, Saarburg, Geisfeld, Wiltingen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trier-Saarburg.