Stausee-Runde, Moorsteg oder Radstrecke: Kell am See eröffnet Ihnen unterschiedliche Schwerpunkte für aktive Tage. Der Ort liegt im Naturpark Saar-Hunsrück; zum Landschaftsbild gehören der Stausee, bewaldete Umgebung und die Ruwer, die durch den bebauten Bereich fließt. Damit stehen Wasser, Wald und Wege mit verschiedenen Profilen nebeneinander. Für Ihre Planung können Sie früh entscheiden, ob Sie vor allem eine Runde am See, eine Passage durchs Moor oder eine Radstrecke in den Blick nehmen möchten.
Wasser, Wald und Quellmoor
Im Weyrichsbruch, auch Hochmoor genannt, liegt ein selten erhaltenes Quellmoor. Über einen hölzernen Knüppeldamm lässt sich das Gebiet erkunden. Die Moorpassage setzt einen anderen Akzent als der Stausee: Hier steht der besondere Moorraum im Mittelpunkt, während eine Runde am See das Wasser in den Blick nimmt. So bieten sich zwei unterschiedliche Naturthemen für die Auswahl Ihrer Wege.
Auch die Ruwer gehört zum Landschaftsbild von Kell am See: Sie fließt durch den bebauten Bereich. Zusammen mit der bewaldeten Umgebung und dem Stausee ergibt sich eine Kombination aus Wasser- und Waldlandschaft, die sich in den beschriebenen Moor- und Wanderrouten auf unterschiedliche Weise fortsetzt.
Wandern rund um den Stausee
Eine 2,2 Kilometer lange Rundroute führt um den Stausee Kell. Prüfen Sie die Routendetails vor dem Besuch vor Ort. Für längere Touren bietet die Traumschleife Hochwald-Acht einen anderen Maßstab: Die 19 Kilometer lange Route führt am Stausee in Kell am See vorbei.
Auch zwei Etappen des Saar-Hunsrück-Steigs geben dem Stausee eine Rolle in unterschiedlichen Touren: Die 25. Etappe endet am Stausee in Kell. Die 26. Etappe führt vom Stausee Kell durch das Rösterbruch-Moor, dort auf Bohlenwegen. Bei dieser Etappe können sich Wegbedingungen und Umleitungen ändern; prüfen Sie deshalb vorab den aktuellen Verlauf. Die Rundroute, die 19-Kilometer-Tour und die Etappen unterscheiden sich damit sowohl in ihrem Umfang als auch darin, wie der Stausee in die Tour eingebunden ist.
Am Stausee sind Tretbootfahren und Angeln möglich. Ob diese Aktivitäten verfügbar sind, kann von den örtlichen Betriebsbedingungen abhängen.
Radfahren auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg
Der Ruwer-Hochwald-Radweg ist eine 48 Kilometer lange Strecke von Trier durch das Ruwertal über Kell am See nach Hermeskeil. Seine durchschnittliche Steigung liegt bei etwa einem Prozent; die Route eignet sich für Familien und unerfahrene Radfahrende. Mehr als 90 Prozent des Radwegs verlaufen auf der ehemaligen Ruwerbahntrasse. Diese Angabe beschreibt den früheren Verlauf der Bahnlinie, dem der Radweg größtenteils folgt.
Für die Einordnung einzelner Abschnitte sind weitere Maße hilfreich. Die 9,4 Kilometer lange Strecke von Zerf nach Kell am See führt durch das Naturschutzgebiet Keller Mulde. Der 13,3 Kilometer lange Abschnitt von Kell am See nach Hermeskeil weist die geringsten Höhenunterschiede der gesamten Route auf. Die Angaben beantworten unterschiedliche Fragen: Der Abschnitt Zerf–Kell führt durch das genannte Schutzgebiet, während der Abschnitt nach Hermeskeil im Vergleich zur übrigen Route die geringsten Höhenunterschiede hat.
Ortsgeschichte und weitere Aktivitäten
Kell am See wurde erstmals 634 unter dem Namen Callida dokumentiert. Die frühe Namensnennung ergänzt die Natur- und Routenperspektive um einen historischen Anhaltspunkt. Auch Reiten gehört zu den mit Kell am See verbundenen Outdoor-Aktivitäten. Damit beschränkt sich die Auswahl nicht auf Wandern und Radfahren, sondern umfasst weitere Möglichkeiten, die Naturthemen des Ortes auf unterschiedliche Weise in einen Aufenthalt einzubeziehen.
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