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Funde rund um Mertesdorf dokumentieren eine fast 2.000-jährige Weinbautradition; der Ort gilt wahrscheinlich als ältester Weinort im Ruwertal. Entlang der Ruwer dominiert Riesling, der auf mineralischem Boden im engen Flusstal wächst. Weinbau, römische Spuren und Wege durch Weinberge geben Ihnen unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt.

Weinbau und römische Spuren

Das Weingut Maximin Grünhaus in Mertesdorf kultiviert Riesling, Pinot Noir und Pinot Blanc auf 34 Hektar. Weinproben sind nach vorheriger Terminvereinbarung möglich, auch auf Englisch oder Französisch. Vereinbaren Sie einen Termin vorab und bestätigen Sie die gewünschte Sprache vor Ihrer Anreise.

Ein Fund aus Mertesdorf lässt sich im Rheinischen Landesmuseum in Trier ansehen: Das Relief „Winzer im Weinkontor“ stammt wahrscheinlich aus dem 2. Jahrhundert. In Mertesdorf sind außerdem Reste einer römischen Steinmühle erhalten. Bei Schloss Grünhaus betrifft eine weitere historische Einordnung das Wohngebäude: Es bewahrt wahrscheinlich eine spätgotische Grundstruktur und wurde 1638 verändert. Schloss Grünhaus ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden; prüfen Sie diese Besuchsbeschränkung vor einem geplanten Besuch erneut.

Wandern mit Aussicht und Weinbauwissen

Im Ruwergebiet wechseln steile Weinberge, Wald und Wiesen; die Landschaft eignet sich zum Wandern. Der Mertesdorfer Panoramaweg (ME 1) verläuft überwiegend auf naturnahen und Weinbergswegen und bietet Ausblicke über Mertesdorf und Kasel. Unterwegs vermittelt er Informationen zur historischen Wasserversorgung Mertesdorfs. Start- und Endpunkt ist Mertesdorf Grünhaus; Parkplätze liegen gegenüber dem Freibad. Prüfen Sie die Parkmöglichkeiten vor Ihrer Anreise.

Der Ruwer-Riesling-Erlebnisweg ist barriere-reduziert angelegt, weist wenige Steigungen auf und bietet Sitz- und Rastbereiche. Zehn Stationen informieren über den Weinbau an der Ruwer. Die Wege setzen damit unterschiedliche Akzente: Beim Panoramaweg stehen Ausblicke und Wassergeschichte im Vordergrund, beim Erlebnisweg die Informationen zum Weinbau und die Rastmöglichkeiten.

Radfahren in Mertesdorf und im Landkreis

Der rund 48 Kilometer lange Ruwer-Hochwald-Radweg hat eine durchschnittliche Steigung von etwa einem Prozent und eignet sich für Familien und unerfahrene Radfahrende. Mehr als 90 Prozent der Strecke folgen der ehemaligen Ruwer-Bahntrasse. Die frühere Station der Hochwaldbahn befindet sich in Mertesdorf. Das Radverkehrskonzept des übergeordneten Reiseziels Trier-Saarburg weist für den Landkreis 492 Kilometer Radwege aus – eine Angabe zum regionalen Netz, nicht zur Länge einer einzelnen Tour.

Eine weitere Ausflugsoption

Das Freibad Ruwertal in Mertesdorf bietet ein 50-Meter-Schwimmbecken, Sprunganlagen sowie ein Nichtschwimmerbecken mit 25-Meter-Wasserrutsche und Wasserfall. Hinzu kommen Beachvolleyball, ein separates Kinderbecken, eine Kioskterrasse und mehr als 250 Parkplätze. Damit stehen neben den Wegen auch Bademöglichkeiten und Sportflächen als weitere örtliche Interessen zur Wahl.

Weitere Reiseziele entdecken: Langsur, Biebelhausen, Klüsserath, Schweich, Hentern, Kahren, Hermeskeil, Pölich

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trier-Saarburg.

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