Maxsain verbindet Baugeschichte im Ort mit Wegen durch eine Bachlandschaft und ins Saynbachtal. Im Zentrum treffen Saynbach und Steinchesbach zusammen. Der Zusammenfluss prägt eine Umgebung, die für Spaziergänge, Radfahren und Erholung zwischen den Westerwald-Hügeln vorgestellt wird. Wer den Aufenthalt plant, kann zwischen historischen Gebäuden, einer Wanderetappe und einer Radtour unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Fachwerk, Kirchen und historische Bauformen
Zu den zentralen Sehenswürdigkeiten zählen die evangelische Pfarrkirche am Kirchweg und das Fachwerkhaus „Sahm“. Die Kirche verbindet einen romanischen Turm mit einem Saalbau von 1786. Sahm gilt als erhaltenes Beispiel regionaler Architektur. Auch an anderen Häusern lassen sich unterschiedliche Bauformen und Datierungen ablesen: Das teilweise massiv ausgeführte Fachwerkhaus an der Alleestraße 7 stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ein Fachwerkhaus am Kirchweg 13 trägt die Jahreszahl 1688.
Weitere Gebäude ergänzen dieses Bild, ohne dieselbe Bauweise zu wiederholen. Das gemeinschaftliche Backhaus in der Hauptstraße 32 wird heute als Gemeindeamt genutzt; der spät-19.-Jahrhundert-Bau ist aus Quadermauerwerk errichtet. Die ehemalige Schule am Kirchweg 1 ist ebenfalls ein spät-19.-Jahrhundert-Gebäude, hier aus Bruchstein. Am Pfarrhaus in der Alleestraße 8 fallen das Krüppelwalmdach und das rustizierte Quadermauerwerk auf; es wird auf etwa 1910 bis 1920 datiert. Der Brunnen in der Alleestraße stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. So stehen im Ort verschiedene Materialien und Zeitangaben nebeneinander, von älteren Fachwerkhäusern bis zu späteren öffentlichen und kirchlichen Gebäuden.
Eine eigene historische Perspektive bietet der jüdische Friedhof nordöstlich der Siedlung in Richtung Zürbach. Er ist als Denkmalzone ausgewiesen und umfasst etwa 35 Grabsteine, darunter Steine aus der Zeit um 1810. Zur Ortsgeschichte gehört auch die Hammermühle: Eine verfallene Eisenhütte wurde 1861 zur heutigen Mühle umgewandelt. Eine von der Familie Schneider installierte Kraftanlage lieferte dort 1902 erstmals Strom.
Bachlandschaft, Wanderweg und Radtour
Für Bewegung im Freien kommen unterschiedliche Routenbeschreibungen infrage. Der Kölner Weg führt durch Maxsain, bietet Blicke ins Saynbachtal und passiert ein Fachwerkhaus, bevor er nach Selters weiterführt. Im Maxsainer Abschnitt zählen außerdem die Pfarrkirche und das ehemalige Bürgermeisterhaus zu den Wegesichten. Die Etappe verläuft überwiegend auf breiten Waldwegen; vor Maxsain liegt ein größerer Anstieg. Damit beschreibt der Kölner Weg sowohl die Landschaft als auch einzelne Sehenswürdigkeiten am Weg.
Eine Radtour ab Selters erreicht Maxsain über einen 1,5 Kilometer langen Radwegabschnitt. Im Ort folgt sie dem Steinchesbach entlang der Alleestraße bis zum Kirchweg und verlässt das Dorf über die Schönstraße. Das ist eine andere Art, Maxsain in eine Tour einzubeziehen als die Wanderetappe des Kölner Wegs: Dort sind Waldwege, Anstieg und Wegesichten beschrieben; bei der Radtour sind der Radwegabschnitt und die Führung durch den Ort die konkreten Orientierungspunkte. Prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Routenverlauf, da sich vorübergehende Änderungen ergeben können.
Welche Route besser in Ihre Planung passt, hängt davon ab, ob Sie den Weg durch die Wälder oder die Fahrt durch Maxsain in den Vordergrund stellen möchten. Die Bachläufe und historischen Gebäude geben dem Ort dabei zwei verschiedene Blickwinkel: die Verbindung von Saynbach und Steinchesbach im Zentrum sowie eine Reihe von Bauwerken mit unterschiedlichen Nutzungen, Materialien und Datierungen.
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