In Nomborn treffen Wanderwege im Eisenbachtal auf die Geschichte des Basaltabbaus am Bornkasten. Für die Planung stehen unterschiedliche Weglängen zur Wahl: ein etwa zwei Kilometer langer Rundweg am Bornkasten und eine 9 Kilometer lange, hundefreundliche Wanderroute im Eisenbachtal. Brunnen und Backes ergänzen den Blick auf den Ort.
Wandern: Bornkasten oder Eisenbachtal
Der Rundweg zum und um den Basaltgipfel Bornkasten ist etwa zwei Kilometer lang. Infotafeln behandeln Basalt, Flora, Fauna und keltische Vorfahren. So verbindet die Runde geologische und naturkundliche Themen mit einem historischen Bezug.
Für eine längere Strecke steht die hundefreundliche Eisenbachtal-Wanderroute zur Wahl. Sie startet und endet am Parkplatz Studentenmühle in Nomborn, ist 9 km lang und dauert ungefähr 2,5 bis 3 Stunden. Die Route nutzt naturnahe und überwiegend befestigte Wege mit wenig Asphalt. Gegenüber der Bornkasten-Runde bietet sie damit einen größeren Umfang und einen ungefähren Zeitrahmen.
Der Premiumwanderweg Wällertour Eisenbachtal verläuft durch Nomborns Gebiet. Entlang des Eisenbachs führt er durch die Wiesenlandschaft und an einem mäandrierenden Bachlauf vorbei; drei Bäche begleiten die Tour. Hinzu kommen abwechslungsreiche Mischwälder und idyllische Wiesentäler. Die Wege sind überwiegend leicht befestigt. Eine kleine Schleife der Wällertour bezieht auch den Bornkasten ein. Da sich Wegverhältnisse saisonal ändern können, lohnt sich vor der Wanderung ein aktueller Blick auf die Route.
Bornkasten: Basalt und Natur
Der Basaltabbau am Bornkasten begann um 1922/23 und dauerte bis etwa 1930; ein großer Teil des gewonnenen Gesteins wurde zu Pflastersteinen verarbeitet. Ein Abstecher führt an einem geologischen Aufschluss mit fächerförmigen Basaltsäulen vorbei und bietet Ausblicke über Eisenbachtal, Gelbachtal und Montabaurer Senke sowie auf umliegende Ortschaften. Auch der Basaltsteinbruch veranschaulicht die Erdgeschichte der Region. Seine stillgelegten Abraumhalden bieten seltenen Pflanzen und Tieren Lebensraum. Bornkasten gehört zum Naturpark Nassau und wurde 2023 im Nationalen Geopark Westerwald-Lahn-Taunus zum GeoTop des Jahres bestimmt.
Backes, Brunnen und regionale Küche
Ein Fachwerk-Backes im Ortskern hat einen funktionsfähigen, holzbefeuerten Ofen, der regelmäßig zum Brotbacken genutzt wird. Zur Brunnenüberlieferung gehören fünf neue Brunnen. Der Kiliansbrunnen entstand 1989 zum 700-jährigen Ortsjubiläum. Die restaurierte Lambachpumpe arbeitet ausschließlich mit Wasserkraft und kommt ohne Strom aus; sie versorgt vier der neuen Brunnen. So stehen in Nomborn zwei verschiedene technische Ansätze nebeneinander: die historische Wasserversorgung der Brunnen und das regelmäßige Brotbacken im Holzofen.
Auch kulinarisch ist die Studentenmühle ein Anhaltspunkt: Ihr Restaurant bietet ländliche Küche mit saisonalen und regionalen Spezialitäten. Da sich das Angebot ändern kann, prüfen Sie vor einem Besuch, was aktuell angeboten wird.
Anreise und Orientierung
Nomborn liegt in der südlichen Erholungsregion Westerwald. Der Straßenzugang führt über die A3; als Bahnzugänge dienen die ICE-Bahnhöfe in Montabaur und Limburg. Die Buslinie 450 verbindet Nomborn mit dem ICE-Bahnhof Montabaur. Prüfen Sie vor der Abreise den aktuellen Fahrplan.
Für eine Anreise mit dem Rad führt der Radweg südlicher Westerwald durch Nomborn und verläuft zwischen Vallendar und Limburg an der Lahn. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Streckenführung und Beschilderung.
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