Freirachdorf verbindet sanfte Bachtäler, Wiesen und Wälder mit einer Ortsgeschichte, die von Kirche, Quarzitabbau und Dorftraditionen erzählt. Die Landschaft lädt zu ruhigen Spaziergängen und Radtouren ein; historische Spuren reichen vom Kirchenbau des 19. Jahrhunderts bis zu einem prähistorischen Fund. Bei der Suche nach einem Hotel können Sie abwägen, ob Natur, Geschichte oder beides den Aufenthalt prägen soll.
Landschaft und ehemalige Steinbruchgewässer
Freirachdorf liegt in sanften Bachtälern, umgeben von Wiesen und Wäldern. Spaziergänge, Radtouren und Erkundungen der Landschaft des südlichen Westerwalds gehören zu den Möglichkeiten vor Ort. Einen besonderen Bezug zur örtlichen Geschichte haben die ehemaligen Steinbruchgewässer: Ein Anglerverein aus der Gemeinde pflegt sie als idyllische Teiche, an denen sich die Natur genießen und verweilen lässt.
So stehen unterschiedliche Arten des Draußenseins nebeneinander: Bewegung in der Landschaft und eine Pause an den Teichen.
Kirche und historische Spuren
Die heutige Kirche wurde 1851/52 erbaut und am 10. August 1852 geweiht. Sie steht an der Stelle einer Kapelle aus dem 16. Jahrhundert, die bereits vor der Reformation errichtet worden war. Eine weitere ältere Spur ist die Grabsteininschrift von 1669 für Schultheiß Johan Humrich. Sie befindet sich in der Mauer unterhalb der Kirche, an der Straße nach Roßbach.
Auch eine der erhaltenen Glocken verweist weit zurück: Die kleinere soll 1474/75 vom Hachenburger Glockengießer Tilmann gegossen worden sein. Im Rathaus, dem früheren Schulgebäude, wird eine Kopie der mit Freirachdorf verbundenen Urkunde von 1190 gezeigt. Zusammen geben diese Zeugnisse Einblick in verschiedene Zeitabschnitte der Ortsgeschichte, von der frühen Glocke und der Urkunde bis zum Kirchenbau des 19. Jahrhunderts.
Traditionell findet die Freirachdorfer Kirmes am ersten Sonntag nach dem 10. August statt. Auch die Geschichte der örtlichen Verbindungen reicht über den Ort hinaus: Freirachdorf lag an einer historischen Route vom Rhein nach Hachenburg, die über Dierdorf, Marienhausen, Mündersbach und Höchstenbach führte.
Quarzitabbau und Dorfleben
Die Geschichte des Quarzitabbaus begann nach Funden im späten 19. Jahrhundert und dauerte fast 100 Jahre. Das rekultivierte Abbaugebiet wurde Anfang der 1980er Jahre an die Gemeinde zurückgegeben. Bei den Abbauarbeiten am Kreuzberg kam außerdem ein prähistorischer Mammutzahn zum Vorschein, der heute im Heimatmuseum Hachenburg aufbewahrt wird. Damit verbindet Freirachdorf seine Industriegeschichte mit einem Fund aus der Vorgeschichte.
Ein weiterer Schauplatz des Dorflebens ist der Freigrafenplatz im Ortskern. Dort gibt es einen Spielplatz, eine große Rasenfläche und einen Buswendeplatz; außerdem werden hier Dorffeste wie Kirmes und Maifeier veranstaltet. Auf der Festwiese „Unter den alten Eichen“ fanden Amateuraufführungen von „Schinderhannes“ und „Balzar von Flammersfeld“ statt. Das Gelände ist als Schinderhannes-Platz bekannt.
Orientierung für den Aufenthalt
Für die Anfahrt ist Freirachdorf über die Autobahn A3 sowie die Bundesstraßen B8 und B413 erreichbar. Selters, Dierdorf und Hachenburg liegen nahe.
Für Ihre Auswahl können Sie die Schwerpunkte des Ortes gegeneinander abwägen: Die Bachtäler, Wiesen und Wälder sprechen für Spaziergänge und Radtouren, während Kirche, Inschrift, Glocke und die Geschichte des Quarzitabbaus den Ortsbesuch historisch ergänzen. Die ehemaligen Steinbruchgewässer verbinden beide Seiten mit einem Ort zum Verweilen. Freigrafenplatz und Festwiese wiederum stehen für örtliche Treffpunkte und Veranstaltungen, darunter die traditionell terminierte Kirmes.
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