In Nennig stehen ein römisches Mosaik, eine Kirche mit romanischem Turm und die Moselpromenade für unterschiedliche Seiten eines Aufenthalts. Dazu kommt eine Saar-Obermosel-Radtour, die Nennig über den Saarland-Radweg erreicht, zur Römischen Villa abzweigt und vom Moselufer aus Richtung Konz weiterführt. So können Sie Kultur, einen Spaziergang mit Blick nach Luxemburg und Radfahren als verschiedene Schwerpunkte einordnen. Welche davon Ihren Aufenthalt tragen soll, entscheiden Sie nach dem, was Sie vor Ort besonders interessiert.
Römisches Mosaik und Pfarrkirche St. Martin
Der römische Schwerpunkt in Nennig ist die Römische Villa. Ihr großes Mosaik ist in situ erhalten: Es befindet sich noch am ursprünglichen Fundort und wird dort in einem Schutzbau präsentiert. Die Bildszenen zeigen ein Amphitheater, darunter Gladiatoren. Die Verbindung von Fundplatz, Schutzbau und Motiv macht das Werk zu einem konkreten Zugang zur römischen Geschichte des Ortes. Wer sich für römische Bildkunst interessiert, kann sich hier auf ein einzelnes, großformatiges Mosaik und seine dargestellten Szenen konzentrieren.
Rund 200 Meter nordwestlich des Mosaiks steht die Pfarrkirche St. Martin. Ihr romanischer Westturm ist erhalten; zur historischen Ausstattung gehören Holzaltäre, ein Taufstein von 1753, eine Orgel von 1820 und eine Immaculata aus dem 18. Jahrhundert. Der Blick reicht damit vom romanischen Bauteil zu Ausstattungsstücken aus späteren Jahrhunderten. Der Unterschied zum römischen Schwerpunkt ist klar: Bei der Villa konzentriert sich das Interesse auf ein großes Bildwerk am ursprünglichen Fundort, bei St. Martin auf Turm und mehrere Teile der kirchlichen Ausstattung. Für Ihre Kulturplanung stehen so zwei eigenständige Themen nebeneinander: römische Bildkunst einerseits, Kirchenbau und historische Ausstattung andererseits.
Spaziergang an der Mosel
Mit der Moselpromenade kommt ein anderer Schwerpunkt hinzu. Sie eignet sich für einen Spaziergang; von Nennig aus liegt Remich in Luxemburg direkt gegenüber. Der Blick führt über die Mosel zu einer Stadt auf der anderen Flussseite. Anders als bei Villa und Pfarrkirche geht es hier nicht um ein Gebäude oder Ausstattungsstück, sondern um die Lage am Wasser und den Blick hinüber. So lässt sich ein Spaziergang am Fluss als eigene Möglichkeit neben den kulturhistorischen Themen einordnen.
Nennig auf der Saar-Obermosel-Radtour
Auch Radfahren lässt sich als eigener Schwerpunkt einordnen. Die Saar-Obermosel-Radtour erreicht Nennig über den Saarland-Radweg, macht einen Abstecher zur Römischen Villa und setzt sich vom Moselufer in Nennig auf dem Mosel-Radweg in Richtung Konz fort. Damit ist die Villa nicht nur ein eigener römischer Schwerpunkt, sondern zugleich ein ausdrücklich benannter Abstecher im Verlauf der Radtour. Der Abstecher zur Villa und die Weiterfahrt nach Konz erfüllen in der Tour unterschiedliche Rollen. Prüfen Sie vor der Fahrt die Streckenbedingungen.
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