Am Zusammenfluss des Eisbaches mit dem Söterbach liegt Eisen. Die Ortsgeschichte reicht von Erzfunden, die dem Namen zugrunde liegen, bis zur Wiederbewohnbarmachung im Jahr 1650. Hinzu kommen erhaltene Bunkeranlagen, bedeutende Borstgrasrasen und ein Golfangebot mit Kursen über einen oder zwei Tage. So treffen Geschichte, Landschaft und eine konkrete Aktivität als unterschiedliche Reiseinteressen aufeinander.
Ortsname, Erwähnung und Besiedlung
Der Name Eisen geht auf Erzfunde im 14. und 15. Jahrhundert zurück. Eisen wurde erstmals 1334 urkundlich erwähnt. Die beiden Angaben beantworten unterschiedliche Fragen: Die Erzfunde erklären die Namensherkunft, während 1334 die erste urkundliche Erwähnung bezeichnet. So lassen sich die Geschichte des Ortsnamens und der schriftliche Nachweis des Ortes auseinanderhalten.
Eisen gehörte zur Grafschaft Sponheim. Im 17. Jahrhundert war der Ort völlig verlassen, bevor Velten Feist aus Nohfelden ihn 1650 wieder bewohnbar machte. In der Ortsgeschichte stehen damit eine historische Zugehörigkeit, eine Phase des Verlassenseins und die Wiederherstellung der Bewohnbarkeit nebeneinander. Die Zäsur im 17. Jahrhundert ist ein anderer Abschnitt als die frühe Namens- und Erwähnungsgeschichte: 1650 bezeichnet den Schritt zurück zur Bewohnbarkeit, nicht die erste urkundliche Erwähnung.
Bergbaugeschichte und Bunkeranlagen
Nördlich von Eisen lag die inzwischen stillgelegte Schwerspatgrube „Korb“. Sie ist ein weiterer historischer Bezugspunkt, diesmal mit einem benannten Grubenstandort und einem klaren Status: stillgelegt. Die Erzfunde gehören dagegen zur Erklärung des Ortsnamens. Namensherkunft und Grube zeigen so zwei unterschiedliche Seiten der Ortsgeschichte.
Rund um Eisen sind 16 von 19 Bunkeranlagen der ehemaligen Luftverteidigungszone West intakt erhalten geblieben und als Denkmale ausgewiesen. Vier dieser Anlagen aus den Jahren 1938/39 wurden in den Originalzustand versetzt. Die Zahlen beschreiben unterschiedliche Aspekte: 16 von 19 ist die Zahl der intakt erhaltenen und ausgewiesenen Anlagen; vier bezeichnet den Teil, der in den Originalzustand versetzt wurde.
Besichtigungen des Denkmals sind nur im Rahmen der angebotenen Programmpunkte möglich. Wenn Sie eine Besichtigung einplanen, prüfen Sie vorab, welche Programmpunkte dafür angeboten werden.
Borstgrasrasen und Golfkurse
Die Borstgrasrasen bei Eisen gehören zu den drei bedeutendsten noch erhaltenen Borstgrasrasenkomplexen im Saarland. Dieser regionale Vergleich gibt dem Ort neben seiner Ortsgeschichte und den Bunkeranlagen einen eigenständigen Landschaftsbezug. Wenn Sie bei der Wahl Ihres Aufenthalts auch Natur- und Landschaftsthemen gewichten, ist das ein weiterer Gesichtspunkt für Eisen.
Der Golfpark Bostalsee in Nohfelden-Eisen bietet über seine Golfakademie ein- und zweitägige Golf-Schnupperkurse an. Damit gibt es zwei klar unterscheidbare Zeitformate: Der Schnupperkurs kann einen oder zwei Tage beanspruchen. Für Ihre Aufenthaltsplanung ist dieser Unterschied hilfreich, wenn Sie Golf als Schwerpunkt einbeziehen möchten. Prüfen Sie beim Anbieter, welche Termine aktuell angeboten werden, bevor Sie Ihre Reise darauf abstimmen. Im Vergleich dazu ist für die Besichtigung des Denkmals kein Kurszeitraum angegeben; sie ist an die angebotenen Programmpunkte gebunden.
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