Am Muldestausee treffen Wassersport und eine Landschaft mit Bergbaugeschichte aufeinander. Der See entstand in den 1970er-Jahren, nachdem die Mulde umgeleitet und der ehemalige Braunkohletagebau Muldenstein geflutet worden war. Heute gehören Aktivitäten am Wasser, Wege durch die Auenlandschaft und Zeugnisse dieser Vergangenheit zu den unterschiedlichen Seiten des Reiseziels.
Wasser, Wege und ein Blick in die Geschichte
Am Muldestausee und am Gröberner See gehören Angeln, Segeln, Stand-up-Paddling, Rudern, Kanufahren und Drachenbootaktivitäten zum Angebot. Auf der 6,3 Quadratkilometer großen Wasserfläche des Muldestausees finden außerdem Segelregatten sowie Drachenboot-, Kanu- und Ruderwettbewerbe statt. So stehen einzelne Wassersportarten neben Wettkämpfen als eigenständigem Teil des Aktivitätsspektrums.
Am Nordufer vermittelt das HAUS AM SEE eine andere Perspektive auf die Region: Die Dauerausstellung zeigt mehr als 80 Präparate heimischer Tiere und informiert über die frühere Tagebaugeschichte des Stausees. Ergänzende Programme können variieren. Der Besuch verbindet damit Naturthemen und die Entstehungsgeschichte des Gewässers, ohne dass beides auf dieselbe Art erkundet werden muss.
Muldeaue, Aussicht und Wintervögel
Die Muldeaue oberhalb des Muldestausees umfasst Auwald, Wiesen, bewaldete Flächen, Flutrinnen und Altarme. Ein Spaziergang vom Einlauf folgt dem oberen Hangrand des Muldentals und eröffnet weite Ausblicke über die Muldeaue und das ehemalige Bergbaugebiet Goitzsche. Am Einlauf bietet die Muldebrücke bei Pouch einen Aussichtspunkt über das Flussdelta, das sich hinter dem Einlaufbauwerk gebildet hat.
Auch die Jahreszeit verändert den Naturblick: Der eisfreie Einlaufbereich ist im Winter ein Sammelplatz für nordische Wasservögel, darunter Gänsesäger, Schellenten und Reiherenten. Der Muldestausee liegt außerdem am Rand des Naturparks Dübener Heide. Ein wertvolles Biotop bietet dort seltenen und gefährdeten Tierarten Lebensraum. Wer Landschaft und Tierwelt in den Mittelpunkt stellt, findet so neben dem Wasser verschiedene Themen für die Erkundung der Umgebung.
Pouch: Turmgeschichte und Panorama
In Pouch steht der Rote Turm, der im 13. Jahrhundert erbaut wurde und 30 Meter hoch ist. Seine Aussichtsplattform erreicht man über mehr als 105 Stufen. Von oben reicht der Blick über den Landschaftspark Goitzsche, Pouch, den Muldestausee und die Dübener Heide. Der Turm setzt damit einen anderen Akzent als der Spaziergang am Einlauf: Hier gehören ein historisches Bauwerk und der weite Blick von einem erhöhten Standpunkt zusammen.
Mit dem Rad unterwegs und regional einkehren
Zahlreiche Rad- und Wanderwege führen rund um den Muldestausee. Für eine größere Radrunde lässt sich die Kohle-Dampf-Licht-Radroute mit dem Elberadweg, dem Europaradweg R1, dem Radweg Berlin-Leipzig und dem Muldental-Radweg verbinden. Diese Kombination macht die Route zu einer Möglichkeit, mehrere benannte Radwege in einem größeren Rundkurs zusammenzuführen.
Oberhalb des Muldestausees liegt an der KOHLE | DAMPF | LICHT-Radroute die Schachtbaude „Pannenkoek“. Dort gehören Pfannkuchen, Poffertjes und regionale Fleischprodukte aus eigener Herstellung zum Angebot; das Speisenangebot kann sich ändern. Die Gröberner Seekate bietet frische und geräucherte Fischspezialitäten, hausgemachte Wildwurst, frische Eier, ausgewählte Weine und Produkte aus der Dübener Heide. Auch die Produktverfügbarkeit kann variieren. Damit reichen die regionalen Themen von der Landschaft und ihrer Geschichte bis zu den Angeboten, die sich unterwegs entdecken lassen.
Weitere Reiseziele entdecken: Schlaitz, Pouch, Rösa, Plodda, Krina, Gröbern, Zörbig, Raguhn-Jeßnitz.
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