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Die Kirche St. Simon und Judas und ein kleiner Park prägen zwei unterschiedliche Seiten Harslebens: hier mehrere Bau- und Ausstattungszeiten, dort ein Teich mit Sitz- und Picknickmöglichkeit. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein lokaler Schwerpunkt auf Kirchenarchitektur und einer Pause im Freien. Im übergeordneten Reiseziel Harz kommen weitere, regional geprägte Möglichkeiten hinzu.

Kirche St. Simon und Judas

Der leicht geneigte, rechteckige romanische Turm stammt aus der Zeit um 1200. Der gotische Chorraum mit Kreuzrippengewölbe datiert ins 14. Jahrhundert. Die beiden Bauteile bieten konkrete Anhaltspunkte für einen zeitlichen und architektonischen Vergleich: Turm und Chor gehören unterschiedlichen Epochen an und unterscheiden sich auch in ihrer Form. So lässt sich die Baugeschichte der Kirche an einzelnen Merkmalen betrachten.

Im Inneren fällt die barocke, zweitürige Altarwand mit Figuren der Kirchenpatrone St. Simon und Judas auf. In sie ist eine ältere Renaissancekanzel mit wertvollen Intarsien eingebaut. Damit kommen unterschiedliche Gestaltungszeiten in einem Ausstattungselement zusammen: Die Kanzel ist älter als die Altarwand, in die sie integriert wurde.

Auch die Orgel auf der Westempore hat eine historische Spur: Ihr reich verzierter Prospekt war früher das Rückpositiv der David-Beck-Orgel aus Schloss Gröningen. Bei Renovierungsarbeiten in den 1970er Jahren wurden die äußeren Treppenhäuser und die Sakristei entfernt. Wer die Ausstattungsdetails im Kircheninneren sehen möchte, sollte die Besuchsmöglichkeit vorab prüfen.

Park mit Teich

Als anderer lokaler Akzent bietet sich der kleinere Park an. Mehrere Quellen fließen dort in einem Teich zusammen; auf einer Bank kann man sitzen oder picknicken. Der Park setzt damit einen einfachen Gegenpunkt zur detailreichen Kirchenarchitektur: Statt Turm, Chor und Ausstattung stehen hier Wasser, eine Sitzgelegenheit und eine Picknickmöglichkeit im Mittelpunkt.

Harz als übergeordnetes Reiseziel

Auf regionaler Ebene umfasst der UNESCO-Geopark Harz–Braunschweiger Land–Ostfalen den Harz. Zu seiner Besucherinfrastruktur gehören Geopark-Informationsstellen, Erlebnispfade, Schaubergwerke, Findlingsgärten und Museen. Diese unterschiedlichen Angebote machen den Harz zu einem eigenen Planungsthema neben den lokalen Schwerpunkten Harslebens.

Der Nationalpark Harz umfasst 24.732 Hektar und damit rund zehn Prozent des gesamten Harzes. Seine acht Besucherzentren und Nationalparkhäuser bieten Informationen zum Park, Wandertipps, Ausstellungen und Filmvorführungen. Außerdem gibt es im Nationalpark 560 Kilometer ausgeschilderte Wege, die zu besonders sehenswerten Aussichtspunkten führen. Geführte Wanderungen und Exkursionen werden mit Rangerinnen und Rangern, Expertinnen und Experten, Nationalpark-Guides sowie Nationalpark-Waldführerinnen und -führern angeboten; die Termine können sich ändern, daher lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Planungsstand.

Zu den regionalen Wanderthemen gehört auch der Harzer-Hexen-Stieg, der durch den Nationalpark Harz und das Brockenmoor führt. Zwölf Erlebnisinseln weisen dort auf besondere Aussichtspunkte hin, erzählen Geschichten oder laden zu einer kurzen Rast ein. Diese Route und die Angebote des Nationalparks sind Möglichkeiten auf Ebene des übergeordneten Harzes.

Weitere Reiseziele entdecken: Wernigerode, Ballenstedt, Quedlinburg, Tanne, Blankenburg Am Harz, Selke-Aue, Falkenstein/Harz, Thale.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Harz.

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