Das Dammbachtal lädt ganzjährig zu einer kleinen Wanderung ein. In der St.-Salvator-Kirche in Trautenstein befindet sich ein klassizistischer Taufstein. Bachlandschaft und Kirchenkunst geben dem Ort zwei unterschiedliche Entdeckungsmotive.
Das Dammbachtal zu Fuß entdecken
Der Dammbach mit seinen Nebenbächen ist einer der Hauptnebenflüsse der Rappbode und mündet bei Trautenstein in die Rappbode. Das Dammbachtal gehört zum Naturschutzgebiet „Harzer Bachtäler“. So stehen bei einer Wanderung durch das Tal sowohl die Bachläufe als auch die geschützte Landschaft im Mittelpunkt.
Fünf lange Holzstege führen als Querungshilfen über die Nebenbäche. Wanderer können diese dadurch trockenen Fußes überqueren. Die Stege sind ein konkretes Merkmal der kleinen Wanderung, deren Einladung ganzjährig gilt.
Ein klassizistisches Detail in der Kirche
Der Taufstein der St.-Salvator-Kirche in Trautenstein ist ein klassizistischer Harzer Eisenguss von 1830. Er ist in Form eines antiken Altars gestaltet. Material, Entstehungszeit und Form kommen hier in einem einzelnen Ausstattungsstück zusammen – ein prägnanter kulturhistorischer Akzent neben den Naturmotiven des Ortes.
Landschaft im näheren Umfeld
Im näheren Umfeld von Trautenstein liegt der Trageburg-Felsen, etwa 2 km nordöstlich des Ortes. Er befindet sich am rechten Ufer der Rappbode-Vorsperre und am Harzer Hexenstieg. Von dort bietet sich ein Blick über das Rappbodetal zum linken Ufer. Die Angabe „etwa“ gehört zur Entfernung: Der Felsen ist als nahegelegener Landschaftspunkt beschrieben, nicht als Teil Trautensteins.
Wandern und Kultur im Oberharz am Brocken
Im übergeordneten Reiseziel Oberharz am Brocken unterscheiden sich zwei Wanderungen durch Strecke und Zeitangabe. Eine mittelschwere Route führt durch Mischwald zum Aussichtspunkt Krockstein. Sie ist 2,8 km lang, die angegebene Gehzeit beträgt 55 Minuten. Ebenfalls mittelschwer ist der Rundweg um die Hasselvorsperre bei Hasselfelde: Er misst 5,5 km, die angegebene Dauer beträgt 1 Stunde 28 Minuten. Die Hasselvorsperrenrunde ist damit die längere der beiden Touren und hat auch die längere Zeitangabe. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen.
Zum kulturellen Erleben im übergeordneten Reiseziel gehört auch die Harzköhlerei Stemberghaus: Von Anfang April bis Ende Oktober werden dort traditionelle Erdmeiler aufgebaut, abgekohlt und geerntet. So lässt sich das alte Köhlerhandwerk live erleben. Die Jahreszeit ist dabei ein hilfreicher Anhaltspunkt für die Planung.
In Hasselfelde setzen Museen unterschiedliche historische Schwerpunkte. Das Köhlereimuseum vermittelt einen Eindruck von den schwierigen Arbeits- und Lebensbedingungen der Köhler. Das Blumenau-Museum im Haus des Gastes stellt Leben und Werk des Chemikers und Auswanderers Hermann Blumenau in Bild und Text dar. Die Heimatstube im Haus des Gastes erzählt von der Geschichte des Ortes sowie vom Leben und Wirken seiner Bewohner.
Auch Stiege bietet eigene Kultur- und Landschaftsmerkmale im Oberharz am Brocken. Die Stabkirche Stiege ist der einzige Sakralbau im norwegischen Drachenstil in Deutschland. Die Wendeschleife gehört zur Selketalbahn und wird als Europas kleinste Wendeschleife bezeichnet. Der Stieger See liegt mitten in Stiege und ist von grünen Wiesen und Wäldern umgeben.
Von Hasselfelde kann man täglich mit der Harzer Schmalspurbahn zum Brocken oder ins Selketal fahren. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. Damit unterscheiden sich die Möglichkeiten im übergeordneten Reiseziel: kurze Wanderung und Kirchenkunst in Trautenstein, weitere Wanderrouten, Köhlereihandwerk, Museen und Bahnmerkmale an den jeweils genannten Orten im Oberharz am Brocken.
Weitere Reiseziele entdecken: Neuwerk, Königshütte, Elend, Benneckenstein, Stiege, Sorge, Hasselfelde, Rübeland.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oberharz Am Brocken.