Zum Inhalt

Der Vatteröder Teich, die Parkeisenbahn und die Kirche Sankt Bonifatius setzen unterschiedliche Akzente in Vatterode. Hinzu kommen die Lage im Wippertal und ein geologischer Aufschluss bei Klippmühle. So stehen Erholung, saisonale Bahnfahrt, regionale Baugeschichte und Erdgeschichte als verschiedene Schwerpunkte für die Reiseplanung nebeneinander.

Vatteröder Teich und Parkeisenbahn

Der Vatteröder Teich dient als Naherholungszentrum für Besucher und Einwohner. Am nahe gelegenen Teich ist ein Spaziergang möglich. Die Parkeisenbahn Vatterode führt von der Ortschaft durch das Wippertal bis zum Naherholungsgebiet Vatteröder Teich. Ihre Strecke ist rund 1,3 Kilometer lang und verbindet damit den Ausgangspunkt in Vatterode mit dem Ziel am Teich.

Die Parkeisenbahn beginnt jedes Jahr im Frühling ihre Saison. An ausgewählten Wochenenden und bei schönem Wetter können Besucher Fahrten in offenen Personenwagen unternehmen. Da die konkreten Fahrtage je Jahr variieren können, empfiehlt es sich, vor der Reise die Termine zu prüfen. So lässt sich die Bahnfahrt als saisonaler Programmpunkt einplanen, statt feste Betriebstage vorauszusetzen.

Wippertal und geologische Geschichte

Vatterode liegt im Wippertal im Landschaftsschutzgebiet „Harz“; die Wipper fließt durch den Ort. Ein eigener Blick auf die geologische Vergangenheit bietet der Aufschluss an der Klippmühle bei Vatterode. Dort treten metamorphe Gesteine ordovizischen Alters auf, die etwa 470 Millionen Jahre alt sind. Der Aufschluss liegt gegenüber dem Haltepunkt Klippmühle der Wipperliese.

Das Gesteinsalter eröffnet einen anderen Zeitmaßstab als die Baugeschichte von Sankt Bonifatius: Die geologische Geschichte reicht weit über die verschiedenen Bauphasen der Kirche hinaus. Damit stehen Landschaft, Gestein und historische Architektur als unterschiedliche Themen für einen Aufenthalt zur Auswahl.

Sankt Bonifatius: Baugeschichte in mehreren Epochen

Sankt Bonifatius Vatterode zählt zu den ältesten Bauwerken des Mansfelder Landes. Die Kirche setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, deren Entstehungszeiten weit auseinanderliegen. Das Kirchenschiff stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Chorturm geht auf vorchristliche Zeit zurück, weist romanische Teile auf und besitzt einen hohen Dachreiter. Eine Apsis ergänzt den Bau.

Auch die Ausstattung umfasst unterschiedliche historische Elemente: Dazu gehören ein barocker Altar, ein Orgelprospekt und ein Taufstein. Eine Stuckplatte wird auf das 11. oder 12. Jahrhundert datiert. An Sankt Bonifatius treffen somit Bauteile und Ausstattungsstücke aus mehreren Epochen zusammen. Wer sich für Architektur und regionale Geschichte interessiert, findet hier einen eigenen kulturellen Schwerpunkt neben dem Teich und der Landschaft.

Anreise und Haltepunkte

Für die Anreise zur Parkeisenbahn ist der eigene Pkw eine Möglichkeit; ein Parkplatz befindet sich direkt am Bahnhof Mansfeld-Schleife. Alternativ können Sie mit der Wipperliese bis zum Haltepunkt Vatteröder Teich fahren. Die Wipperliese hält außerdem in Vatterode. Bei der Planung lohnt es sich, den Haltepunkt an Ihrem jeweiligen Ziel auszurichten, statt die beiden Bahnangebote oder ihre Haltestellen gleichzusetzen.

Die Reiseentscheidung kann sich damit an einem konkreten Interesse orientieren: am Spaziergang und Naherholungszentrum, an der saisonal betriebenen Parkeisenbahn, an der Baugeschichte von Sankt Bonifatius oder am geologischen Aufschluss bei Klippmühle. Für die Bahnfahrt sind die ausgewählten Wochenenden und das Wetter zu berücksichtigen; die Orts- und Baugeschichte bildet einen anderen Schwerpunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Friesdorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mansfeld.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.