Sandau (Elbe) lässt sich über zwei markante Themen erschließen: die spätromanische Backsteinbasilika mit Aussichtsturm und die Gierfähre über die Elbe. Rathaus, Denkmäler und der Elberadweg ergänzen das Bild des Ortes. Für Ihre Aufenthaltsplanung sind die saisonale Öffnung der Kirche, die ungefähre Dauer einer Führung und die Betriebsweise der Fähre besonders nützlich.
Romanische Kirche und Aussicht über Sandau
Die dreischiffige Backsteinbasilika St. Laurentius/St. Nicolaus ist spätromanisch und liegt an der nördlichen Route der Straße der Romanik. Zu den nahegelegenen Stationen dieser Route gehören Havelberg, Schönhausen, Wust und Jerichow. In Sandau verbindet die Kirche Baugeschichte mit Angeboten im wiederaufgebauten Turm: Dort befinden sich eine Winterkirche und wechselnde Ausstellungen. In der wiederaufgebauten Kirche zeigt eine Dauerausstellung Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg.
Ein Aufzug erschließt alle Ebenen des Turms und führt bis zur Aussichtsebene im fünften Stock. Von dort reicht der Blick über Sandau und das Umland. Von April bis Oktober ist die Kirche als offene Kirche und Radfahrerkirche in Betrieb; prüfen Sie die aktuellen Angaben vor Ihrer Anreise. Eine Führung durch Kirche und wiederaufgebauten Turm dauert etwa 30 bis 60 Minuten und schließt einen Blick vom Glockenturm ein. Für diese Besichtigung können Sie also ungefähr eine halbe bis eine Stunde einplanen.
Rathaus und Denkmäler
Auch das Rathaus ist ein markanter Bau im Ortsbild: Das mehr als 300 Jahre alte Fachwerkgebäude trägt ein Doppelmansarddach. Das Kaiser- und Kriegerdenkmal ist ein Obelisk aus rotem Marmor, der von zwei Schinkel-Lampen beleuchtet wird. Seine klare Form und das besondere Dach des Rathauses setzen ganz unterschiedliche architektonische Akzente.
Ein polnisches Denkmal erinnert an gefallene Soldaten der 1. Polnischen Armee, die in den letzten Tagen des Jahres 1945 die Elbe überquerten. Damit begegnen Ihnen in Sandau sowohl historische Bauwerke als auch Erinnerungsorte; die Kirche, das Rathaus und die Denkmäler stehen für unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte.
Gierfähre, Elberadweg und Landschaft
Die Sandauer Gierfähre hängt an einem 500 Meter langen Seil. Die Strömung bewegt sie über ungefähr 200 Meter über den Fluss. Bei Hochwasser wechselt die Fähre in den Motorbetrieb. Das Fährprinzip verbindet somit Seil- und Motorbetrieb und kann bei hohem wie bei niedrigem Wasserstand eingesetzt werden. Für die Planung einer Überfahrt lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Fahrplan.
Die Elbe-Havel-Landschaft rund um Sandau ist für Radfahrer und Touristen interessant. Café Ausspanne ist ein Rastplatz für Radfahrer am Elberadweg und für hausgemachte Blechkuchen bekannt. Da sich Geschäftsangaben ändern können, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten. So lässt sich die Einkehr als eigener Haltepunkt einplanen, ohne sie mit dem Fährbetrieb oder einem Kirchenbesuch gleichzusetzen.
Weitere Ziele im übergeordneten Reiseziel Stendal
Im übergeordneten Reiseziel Stendal kommen weitere, eigenständige Themen hinzu. Im Tiergarten Stendal können Sie mehr als 500 Tiere aus 75 Arten aus nächster Nähe beobachten. Kinder können im Streichelgehege Ziegen füttern und streicheln und anschließend den Abenteuerspielplatz nutzen. In Stendal hat außerdem das Theater der Altmark seinen Sitz und bietet ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Das Bismarck-Museum in Schönhausen zeigt Geschenke an Otto von Bismarck, persönliche Gegenstände und historische Abbildungen; angeboten werden öffentliche und Gruppenführungen sowie Veranstaltungen der historisch-politischen Bildungsarbeit.
Weitere Reiseziele entdecken: Stendal, Fischbeck, Arneburg, Kamern, Zehrental, Aland, Wanzer, Tangerhütte.
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