Gräfenhainichen verbindet Druck- und Bergbaugeschichte mit Seen, Kunstwegen und Naturthemen. So richten Sie die Suche nach Hotels an dem aus, was Sie vor Ort erleben möchten.
Seen und Landschaft entdecken
Die Landschaft um Gräfenhainichen umfasst zwei geflutete Tagebauseen: den Gremminer See und den Gröberner See. Am Gremminer See liegen vier nutzbare Badebereiche am Süd- und Westufer. Beachten Sie vor dem Schwimmen die örtlichen Sicherheitshinweise. Der See ist außerdem zum Tauchen ausgewiesen; prüfen Sie vor einem Tauchgang die Genehmigungen und örtlichen Bedingungen. Baden und Tauchen sind damit unterschiedliche Möglichkeiten, für die jeweils eigene Hinweise und Voraussetzungen zu beachten sind.
Ferropolis und die Geschichte des Bergbaus
Auf einer Halbinsel im Gremminer See liegt Ferropolis, ein Industriemuseum mit fünf großen Tagebaumaschinen. Die Maschinen sind ganzjährig zu sehen; eine davon kann von Besuchern betreten werden. Wegen Wartungsarbeiten kann dieser Zugang zeitweise eingeschränkt sein. Außerhalb von Veranstaltungszeiten können Sie Ferropolis mit einer Führung oder selbstständig mit einem Audioguide erkunden. Das schafft zwei verschiedene Besuchsformen: Sie können sich begleiten lassen oder die Ausstellung eigenständig erschließen.
Zur regionalen Bergbaugeschichte gehört auch die 30-KV-Station in Ferropolis. Sie beherbergt ein Museum zur Geschichte des Bergbaus in der Region. Zusammen ergeben Maschinen im Freien und das Museum in der Station unterschiedliche Einblicke in das Thema: die großen technischen Anlagen einerseits, die regionale Geschichte andererseits.
Druckgeschichte, Kirche und Handwerk
Das Buchdruckmuseum zeigt Druckmaschinen und Ausrüstung aus verschiedenen Epochen, darunter funktionsfähige Beispiele. Zugleich erklärt es die Druckgeschichte Gräfenhainichens. Führungen lassen sich nach Vereinbarung arrangieren. Wenn Sie diesen Besuch einplanen möchten, stimmen Sie den Termin deshalb vorab ab.
Die evangelische St.-Marien-Kirche führt ihre Wurzeln vermutlich bis in die Romanik zurück. Ihr heutiges Erscheinungsbild ist vom barocken Umbau zwischen 1658 und 1666 geprägt. So stehen an der Kirche mittelalterliche Ursprünge und eine deutlich spätere Bauphase nebeneinander. Einen anderen Zugang zum örtlichen Kulturangebot bietet die Töpferstube: Dort gibt es ein Erlebnis an der Töpferscheibe und einen Laden mit handgefertigter Keramik. Da die Öffnungsarrangements variieren können, klären Sie diese am besten vor Ihrem Besuch.
Kunstwege und Touren
Der Kunst- und Geschichtspfad zeigt Stahlkunstwerke entlang der Route vom Stadtbalkon in Richtung Ferropolis und Radis. Der Stadtbalkon bietet außerdem Zugang zu einer Radtour auf dem Internationalen R1. Das sind zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Planung: Der Pfad stellt die Kunstwerke entlang seiner Route in den Mittelpunkt, während der R1 als Radroute eine weitere Option eröffnet.
Am Försterweg zwischen Bauerhaus und Lutherstein liegt der Biberbeobachtungsturm. Von dort bietet sich ein Aussichtspunkt in eine von Bibern geprägte Landschaft. Gräfenhainichen gilt zudem als Tor zur Dübener Heide. Der 770 Quadratkilometer große Mischwald-Naturpark verfügt über ausgedehnte Wander-, Rad- und Reitwege. Zu den dort vorkommenden Tieren zählen Biber, Hirsche, Kraniche, Störche und Fischadler. Damit reicht der Naturbezug über die gefluteten Tagebauseen hinaus zu einem Landschaftsraum mit verschiedenen Wegen und Tierarten.
Anreise mit dem Auto
Als Straßenorientierung für Gräfenhainichen dienen die A9 zwischen Berlin und München, die Anschlussstelle Dessau-Ost und die B107 in Richtung Oranienbaum-Wörlitz. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Straßenbedingungen.
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