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Jöhstadt verbindet eine 750-Millimeter-Schmalspurbahn mit Bauwerken der Industriegeschichte und Spuren des Silber- und Kobaltbergbaus. Die Preßnitztalbahn verläuft auf rund acht Kilometern zwischen Jöhstadt und Steinbach bei Jöhstadt. In Schmalzgrube gehören die Eisenhütte mit Hochofen und Herrenhaus zur Ortsgeschichte; der Andreas-Gegentrum-Stolln steht für den historischen Erzbergbau. Dazu kommen ausgedehnte Wandermöglichkeiten und weitere Aktivitäten. Für die Planung können Sie zuerst entscheiden, ob die Bahn, die Montangeschichte oder Wege und sportliche Angebote den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen.

Preßnitztalbahn: Strecke und Bahnhof

Die Preßnitztalbahn ist eine Schmalspurbahn mit 750 Millimetern Spurweite. Ihre rund acht Kilometer lange Strecke verbindet Jöhstadt mit Steinbach bei Jöhstadt; Schmalzgrube liegt auf dem Weg. Von Steinbach bis Schmalzgrube folgt die Bahn der Preßnitz, danach bis Jöhstadt dem Jöhstädter Schwarzwasser. Der Bahnhof Jöhstadt ist Heimatbahnhof der Lokomotiven, Betriebsbasis und zugleich der höchstgelegene Bahnhof der Preßnitztalbahn. Die Museumsbahn gilt als eine der Hauptattraktionen im Stadtgebiet. Wenn Sie eine Fahrt einplanen, prüfen Sie den Fahrplan vor Ihrer Reise.

Bergbau und Industriegeschichte

Schmalzgrube bietet zwei klare historische Bezugspunkte: Der Hochofen der Eisenhütte wurde 1659 gebaut, das Herrenhaus 1776. Gemeinsam gelten beide Bauwerke als Zeugnisse der frühen industriellen Roheisenproduktion. Der alte Hochofen in Schmalzgrube gilt zudem als Teil des UNESCO-Welterbeprojekts Montanregion Erzgebirge. Im Andreas-Gegentrum-Stolln wurde im 18. und 19. Jahrhundert Silber und Kobalt abgebaut; das Besucherbergwerk gilt als eine der Hauptattraktionen im Stadtgebiet. Ein weiterer historischer Akzent liegt in der St.-Salvator-Kirche, in der sich eine historische Göthel-Orgel befindet.

Wandern und weitere Aktivitäten

Jöhstadt bietet ausgedehnte Wandermöglichkeiten, und die örtlichen Wege und Touren sind gut ausgeschildert. Eine Abenteuertour führt von Jöhstadt zum Preßnitz-Trinkwasserstausee. Im Raum Jöhstadt gibt es außerdem Rastplätze entlang von Wegen. Wer statt einer Wanderung eine sportliche Herausforderung sucht, kann Klettern an der Einsamen Spitze in Betracht ziehen. Im Naturerlebnisgebiet Schwarzwasser-Preßnitztal ist Angeln an einem privaten Teich ohne Angelschein möglich. Im Erzgebirgskreis ist der Panoramaweg Schwarzenberg eine Rundwanderung auf den Höhen rund um Schwarzenberg. Sie ist 13,8 Kilometer lang und dauert etwa vier Stunden und fünf Minuten. Das ausgeschilderte Wanderwegenetz des Erzgebirgskreises umfasst rund 4.500 Kilometer. So stehen die ungefähre Dauer einer konkreten Runde und der Umfang des regionalen Wegenetzes für unterschiedliche Planungsmaßstäbe.

Kultur im Erzgebirgskreis

Im Erzgebirgskreis eröffnet Seiffen einen weiteren kulturgeschichtlichen Blickwinkel: Seiffen gilt als Wiege der erzgebirgischen Volkskunst. Das Erzgebirgische Freilichtmuseum Seiffen zeigt in Kurort Seiffen historische Bauwerke und Werkstätten aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Im Zentrum des Museums steht das original erhaltene Preißler’sche Drehwerk mit Wasserkraftantrieb.

Weitere Reiseziele entdecken: Schneeberg, Dorfchemnitz, Amtsberg, Niederwürschnitz, Lauter/Sachsen, Hormersdorf, Deutschneudorf, Bärenstein

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Erzgebirgskreis.

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