Schirgiswalde-Kirschau bietet verschiedene Zugänge zu Ortsgeschichte und Kirchenarchitektur. Dazu kommt die Grenzlandtour, die über die Grenze nach Tschechien führt.
Museen und Ortsgeschichte
Das Burgmuseum Kirschau präsentiert die Geschichte von Burg Körse und des Ortes. Es zeigt Ausgrabungsfunde vom Burgberg und ein Modell der Burg. Ein ortsgeschichtlicher Raum mit funktionierendem Handwebstuhl ergänzt diese Themen. So stehen im Museum sowohl die Burg und ihre Funde als auch die Ortsgeschichte im Blick.
Das Heimatmuseum „Carl Swoboda“ in Schirgiswalde wurde 1924 gegründet. Es beherbergt ländliche Möbel, Haushaltsgegenstände und Oberlausitzer Volkskunst. Damit setzt es einen anderen Schwerpunkt als das Burgmuseum: Hier stehen ländlicher Alltag und regionale Volkskunst im Vordergrund.
Zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten gehören außerdem geschnitzte historische Wegweiser, der Gondelteich, ein Eisenbahnviadukt, Kirchen, traditionelle Umgebindehäuser und Aussichtspunkte. Auch das klassizistische Rathaus und ein ehemaliges Stadtgefängnis zählen dazu. Im Heimatmuseum Schirgiswalde gibt es eine dauerhafte Krippenausstellung.
Kirchen und ihre unterschiedlichen Formen
Die Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ in Schirgiswalde ist eine doppeltürmige katholische Kirche im böhmischen Barock. Sie gilt als einzige Kirche dieser Art im Bistum Dresden-Meißen. In Kirschau steht die Johanneskirche, eine Kuppelkirche im Jugendstil mit einem Altarbild von Bernhard Müller. Zur Kirchentour gehört auch die Kirche in Crostau mit einer Silbermann-Orgel.
Für einen Kulturaufenthalt bieten diese Kirchen unterschiedliche architektonische Bezugspunkte: die böhmisch-barocke Doppelturmform in Schirgiswalde, die Jugendstilkuppel in Kirschau und die Silbermann-Orgel in Crostau. Die genannten Orte und Merkmale lassen sich so nach Architektur oder musikalischem Bezug ordnen.
Grenzlandtour und Wege
Die Grenzlandtour beginnt und endet am Schirgiswalder Wanderparkplatz Gondelteich. Unterwegs überschreitet sie die Grenze nach Tschechien und führt vor der Rückkehr durch Rožany. Schirgiswalde-Kirschau ist außerdem eine Raststation direkt am Neumarkt-Trail. In der umgebenden Region führt der zertifizierte Oberlausitzer Bergweg über 107 Kilometer bis Zittau.
Radrouten im Kreis Bautzen
Auch der Kreis Bautzen bietet regional angelegte Radrouten. Die Bautzener Nordtour ist eine 43,1 Kilometer lange Rundtour von Bautzen über Quatitz, Großdubrau, Milkel, Klix und Malschwitz zurück nach Bautzen. Sie führt durch die Heide- und Teichlandschaft und über den Naturlehrpfad in Crosta. Die Berg- und Talroute verläuft als Rundtour durch das Westlausitzer Hügelland im Kreis Bautzen; der Krabatradweg führt dort auf den Spuren des sorbischen Sagenhelden Krabat.
Für längere Strecken gibt es weitere regionale Bezüge: Der Spreeradweg führt von seiner Quelle in der Oberlausitz bis nach Berlin; sein Abschnitt von Taubenheim bis Zerre liegt im Kreis Bautzen. Die Mittellandroute verläuft als Radfernweg von Zittau bis Aachen, mit einem Teilabschnitt durch das Oberlausitzer Bergland im Kreis Bautzen. Auch der Oberlausitzer Fasching hat im Kreis Bautzen seine Hochburgen in Schirgiswalde und Wittichenau.
Orientierung für Ihren Aufenthalt
Die Tourist-Information stellt kostenlose Broschüren zu Wandern, Radfahren, Ausflügen, Freizeiteinrichtungen und kulturellen Institutionen bereit. Erkundigen Sie sich bei Bedarf vorab nach dem aktuellen Angebot. Bus- und Bahnreisen in der Region sind über den Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien und den Verkehrsverbund Oberelbe möglich. Prüfen Sie für Ihren Reisetag die aktuellen Fahrpläne und Verbindungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Kirschau, Schwepnitz, Sohland an der Spree, Steinigtwolmsdorf, Frankenthal, Laußnitz, Wittichenau, Demitz-Thumitz
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kreis Bautzen.