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Ein leichter Rundwanderweg über 11,12 Kilometer bietet in Weißenberg-Weicha eine konkrete Wanderoption. Die Gröditzer Skala ergänzt das Naturthema um eine Geschichte des Landschaftsschutzes; in Weicha kommen dörfliche Kultur und Angebote am Weichaer Hof hinzu. Auch eine markierte Radroute führt durch Weicha. So können Sie für Ihren Aufenthalt zwischen Natur, Bewegung und Kultur unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Gröditzer Skala: Natur und Landschaftsgeschichte

Die Weichaer Seite der Gröditzer Skala wurde um 1760 unter Wolf Rudolf von Schönberg und seinem Sohn Christian zu einer parkähnlichen Anlage umgestaltet. Eine andere Zeitschicht betrifft den Schutzstatus: 1938 wurde die Weichaer Seite zum Naturschutzgebiet erklärt, seit 1961 gilt der Schutz für die gesamte Skala. Wer die Landschaft beim Wandern erlebt, findet dort Gesteinsformationen, lichte Wälder, Wasser und Holzbrücken. Diese Merkmale geben dem Gebiet einen abwechslungsreichen Naturcharakter, ohne dass der Weg selbst auf eine einzige Landschaftsform festgelegt ist.

Der Rundwanderweg Felsen.Mühlen.Pfefferkuchen ist 11,12 Kilometer lang, als leicht eingestuft und führt im Rundkurs. Für diesen Weg gibt es Parkmöglichkeiten an der alten Parkmauer des ehemaligen Herrenhauses in Weicha. Die Länge und die Einstufung helfen dabei, diese Wanderung von der ebenfalls vorhandenen Radroute zu unterscheiden. Am Mosesfelsen befindet sich eine Inschrift mit einem Auszug aus den Versen von Horaz.

Radroute und Dorfkultur

Die Bautzen-Weißenberg-Tour folgt der Markierung „Sorbische Impressionen“ über Cortnitz, Gröditz und Weicha bis zum Marktplatz von Weißenberg. Ihre Beschreibung benennt damit eine Folge von Orten und einen Zielpunkt. Der Wanderweg dagegen ist durch Rundkurs, Länge und Einstufung charakterisiert. Wenn Sie zwischen beiden Möglichkeiten wählen, bietet die Wanderung eine bekannte Streckenlänge; die Radroute ist durch ihren Verlauf über mehrere benannte Orte beschrieben.

Weicha wird durch die Initiative zweier ansässiger Vereine und landwirtschaftlicher Gewerbetreibender als „produzierendes Museumsdorf“ präsentiert. Hoffeste, Dorffeste und der Tag des offenen Dorfes ziehen alljährlich Besucher an. Das Herrenhaus des Ritterguts Weicha wurde um 1700 unter Anna Helena von Nimptsch errichtet. Zusammen mit der um 1760 parkähnlich gestalteten Weichaer Seite der Gröditzer Skala stehen damit unterschiedliche historische Bezüge nebeneinander: die Geschichte eines Herrenhauses und die Gestaltung einer Landschaft.

Angebote am Weichaer Hof

Die dem Weichaer Hof angeschlossene kleine Reitschule bietet Reitunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene. Absprachen können eine vorherige Anfrage erfordern. Auf dem Hof finden außerdem regelmäßig Veranstaltungen und wöchentliche kulinarische Angebote statt; im Jahresverlauf gibt es Hof- und Familienfeste. Die Termine der Veranstaltungen variieren, deshalb lohnt sich ein Blick auf die konkreten Daten, wenn Sie Ihren Besuch danach ausrichten möchten.

Für Gruppen ist auch gemeinsames Kochen vorgesehen: Sie können zusammen ein Menü zubereiten und es anschließend an einem gedeckten Tisch essen. Eine vorherige Anfrage ist dafür sinnvoll. Im Restaurant des Weichaer Hofs wird Lausitzer Küche gekocht. Verarbeitet werden ausschließlich frische Zutaten, bevorzugt direkt von Erzeugern aus der Region. Damit bieten die Aktivitäten am Hof neben Reitunterricht und Veranstaltungen auch einen kulinarischen Bezug zur Lausitz.

Für die Wahl Ihrer Ferienwohnung können Sie zunächst überlegen, welcher dieser Schwerpunkte Ihren Aufenthalt prägen soll: der leichte Rundweg mit seiner angegebenen Länge, die markierte Radroute über mehrere Orte, die Landschaftsgeschichte der Gröditzer Skala oder die Kultur- und Hofangebote in Weicha. Für Reitunterricht und Gruppenkochen empfiehlt sich eine Anfrage im Voraus; bei Veranstaltungen sind die jeweiligen Termine entscheidend.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weißenberg.

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