In Oderwitz treffen Mühlengeschichte, Wege durch die Landschaft und sehr unterschiedliche Besuchsthemen aufeinander. Zwei beschilderte Mühlenrundwege geben dem Aufenthalt eine konkrete Auswahl: Sie können eine einzelne Runde planen oder die Strecken verbinden. Dazu kommen der Aussichtspunkt am Spitzberg, Angebote rund um Wetter und Technik sowie Möglichkeiten für Bewegung und Badespaß.
Mühlenrundwege und lebendige Geschichte
Die vier Kilometer lange Mühlenrunde verbindet Berndt-Mühle und Birkmühle. Die fünf Kilometer lange Route führt über die Neumannmühle zur Bertholdmühle. Beide Rundwege lassen sich zu einer 8,7 Kilometer langen Strecke kombinieren. So stehen zwei einzelne Streckenlängen und eine längere Verbindung zur Wahl; die genannten Mühlen unterscheiden sich je nach Route. Mühlenbesuche sind nach vorheriger Vereinbarung möglich.
Auch unabhängig von den Runden prägen Mühlen das Ortsbild: In Oderwitz gibt es drei gut erhaltene Bockwindmühlen und die noch funktionierende Bertholdmühle, eine ehemalige Wassermühle, die elektrisch betrieben wird. Die Berndt-Mühle ist die älteste der Oderwitzer Bockwindmühlen; an ihrem heutigen Standort wurde sie 1787 errichtet. Wer sich für die Geschichte der Mühlen interessiert, findet hier neben den Bauwerken auch einen konkreten historischen Bezug.
Panoramablick, Klettern und Wege
Der 510 Meter hohe Spitzberg bietet vom Aussichtsfelsen einen Panoramablick über die Oberlausitz und Böhmen. Am Aussichtsfelsen befindet sich außerdem ein anerkanntes Klettergebiet. Aussicht und Klettern sind damit zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte am selben Ort. Wer Oderwitz über längere regionale Wege entdecken möchte, kann dafür den Oberlausitzer Bergweg oder den Oberlausitzer Radwanderweg Zittau–Bayreuth nutzen.
Eine weitere regionale Perspektive eröffnet die 112 Kilometer lange Rundroute Oberlausitzer Umgebindehausstraße, in die Oderwitz einbezogen ist. Sie ergänzt die Mühlen als Thema um die Baukultur der Umgebindehäuser. Zusammen ergeben die benannten Wege verschiedene Möglichkeiten, den Aufenthalt nach Interesse auszurichten: zu Fuß auf einer der Mühlenrunden, mit Blick auf die Landschaft am Spitzberg oder entlang einer der regionalen Routen.
Aktivitäten zu verschiedenen Jahreszeiten
Die Sommerrodelbahn in Oderwitz kann sowohl im Sommer als auch im Winter genutzt werden. Im Volksbad gibt es getrennte Schwimmer- und Nichtschwimmerbereiche. Zur Ausstattung gehören eine Rutsche, ein Drei-Meter-Sprungturm und ein Ein-Meter-Sprungbrett. Das Wetterkabinett Oderwitz setzt einen anderen Schwerpunkt: In Wettervorträgen erhalten Besucher eine Einführung in Wetterbeobachtung und Wettervorhersage.
Die Experimentier- und Lernwerkstatt Erfinderkiste bietet mehr als 300 Quadratmeter Spielfläche. Kinder erkunden dort die Welt mit Sehen, Hören und Tasten und lernen Naturgesetze spielerisch kennen. Zum Angebot gehören auch Kindergeburtstage und Gruppennachmittage. Wenn Sie dafür einen konkreten Besuch planen, prüfen Sie die aktuellen Möglichkeiten. Die verschiedenen Angebote setzen unterschiedliche Schwerpunkte, von körperlicher Aktivität bis zu anschaulichem Lernen.
Handwerk und Technik
In der Schaubackstube Otto wird das Backen in einem originalen Holzbackofen gezeigt. Sie befindet sich im Umgebindehaus der Feinbäckerei Otto in Oderwitz. Für Technikinteressierte gibt es außerdem eine digital gesteuerte Modellbahn mit 45 Metern Länge, zu der auch eine Gartenbahn gehört. Beide Einblicke unterscheiden sich deutlich: Hier steht das Backen im historischen Gebäude im Mittelpunkt, dort die große Modellbahnanlage mit digitaler Steuerung.
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