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In Sohland am Rotstein treffen zwei Perspektiven aufeinander: Wege im Umfeld des Rotsteins und eine vielschichtige Dorf- und Mühlengeschichte. Für Ihren Aufenthalt können Sie zwischen Wandern und Radfahren oder einem Blick auf historische Bauwerke und Zeugnisse wählen. Bei der Wegeplanung helfen die unterschiedlichen Etappenprofile; die Ortsgeschichte reicht von der Bachmannwindmühle bis zu historischen Ortsteilen und archäologischen Resten.

Wandern und Radfahren rund um den Rotstein

Der Europäische Fernwanderweg E10 führt in der Umgebung durch Sohland am Rotstein und über den Rotstein. Die Via-Sacra-Etappe von Löbau nach Sohland am Rotstein ist etwa 17 km lang. Sie verläuft über schmale Wald- und Wiesenwege und führt am Ende hinab nach Sohland am Rotstein. Die Via-Sacra-Etappe von Sohland nach Kodersdorf verläuft überwiegend über Forst- und Feldwege und umfasst auch Waldpfade etwa am Silberstein. Die Etappen unterscheiden sich damit in Wegart und Zielrichtung: Die Strecke aus Löbau endet mit dem Abstieg nach Sohland, während Richtung Kodersdorf vor allem Forst- und Feldwege prägend sind.

Die Landschaft rund um den Rotstein eignet sich zum Wandern und Spazierengehen. Fürs Radfahren und Mountainbiken kommen ruhige Nebenstraßen, kleine Alleen sowie Wald- und Feldwege infrage. Damit haben Sie neben den beschriebenen Wanderrouten weitere Möglichkeiten, sich draußen zu bewegen. Wegverläufe und Bedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese vor einer Tour.

Mühlengeschichte und Ortsbild

Die Bachmannwindmühle in Sohland ist eine Bockwindmühle von orts- und technikgeschichtlicher Bedeutung. Sie ist die einzige von ehemals vier Bockwindmühlen in Sohland, die erhalten geblieben ist. Sohland am Rotstein erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang des Schwarzen Schöps und gilt als längstes Mühlendorf der Oberlausitz. Die historischen Bereiche Ober-, Mittel- und Niedersohland prägen das Ortsbild bis heute. Die Mühle ist ein konkretes Zeugnis der Mühlengeschichte; die historischen Bereiche bilden den breiteren Ortsbezug.

Kapelle, Wallreste und Kirche

Auf dem westlichen Gipfel des Rotsteins befinden sich die spärlichen Reste der Georgenkapelle, die vermutlich im 11. Jahrhundert errichtet wurde. Auf dem Rotstein erinnern außerdem Überreste eines Doppelwalls an eine frühere Befestigungsanlage, die möglicherweise aus mittel- oder spätslawischer Zeit stammt. Die Sohländer Kirche wurde 1844 im klassizistischen Stil errichtet. In der Heimatstube bewahren historische Fotografien, Dokumente, Karten, Alltagsgegenstände und weitere Zeugnisse die Dorfgeschichte von Sohland am Rotstein. Zusammen geben diese Orte und Sammlungen verschiedene Anhaltspunkte, um die Bau- und Dorfgeschichte des Ortes einzuordnen.

Anreise und Orientierung

Sohland am Rotstein liegt an der Bundesstraße B6 zwischen Löbau und Görlitz und ist über die Autobahn A4 gut erreichbar. Im Dorfzentrum in Mittelsohland gibt es Parkmöglichkeiten und eine Bushaltestelle; es eignet sich als Ausgangspunkt für Besucher. Diese praktischen Orientierungsangaben können sich ändern. Prüfen Sie sie deshalb vor Ihrer Anreise.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Reichenbach/Oberlausitz.

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