Trebsen/Mulde liegt direkt an der Mulde und verbindet zwei gut erkennbare Reiseinteressen: Radtouren und Baugeschichte. Der Mulderadweg führt durch Trebsen an der Stadtkirche, dem Rittergut, Schloss Trebsen und dessen angrenzendem Park vorbei. Wenn Sie ein Hotel für eine Reise nach Trebsen/Mulde suchen, können Sie Ihren Schwerpunkt zwischen Radfahren, Paddeln und historischen Bauwerken setzen.
Radwege, Fluss und Landschaft
Eine weitere Radtour ist 45,6 Kilometer lang. Sie startet am Markt in Trebsen und führt bis zur Elbe bei Strehla, wo sie an den Elbe-Radweg anschließt. Auf dem ersten Abschnitt ab Trebsen ist die Route nicht ausgeschildert; eine Karte hilft dabei, dem Verlauf zu folgen. Die beiden Radmöglichkeiten unterscheiden sich damit deutlich: Der Mulderadweg führt an mehreren Bauwerken und dem Park vorbei, während die längere Tour vom Markt bis zur Elbe verläuft.
Auch Paddler finden einen konkreten Start- und Endpunkt: Am Wehr Neichen können sie einsetzen und ihre Boote am Schloss Trebsen wieder aus dem Wasser nehmen. Trebsens steiniger Naturcharakter steht mit der Lage im Geopark Porphyrland und vulkanischen Ausbrüchen vor rund 290 Millionen Jahren in Verbindung. Im Rittergut Trebsen zeigt die Geo-Erlebnis-Werkstatt eine Ausstellung regionaler Minerale und Steine. Bei Veranstaltungen können Eltern und Kinder Edelsteine oder Prismen schleifen; außerdem lernen sie dort Schmiedetechniken kennen.
Schloss, Park und Baugeschichte
Schloss Trebsen steht am westlichen Ufer der Mulde und ist ein spätgotischer Vierflügelbau. Im Erdgeschoss finden sich markante Zellengewölbe, die auch im Restaurant bewundert werden können. Trebsens englischer Landschaftspark wurde im 18. Jahrhundert angelegt und ist weitgehend erhalten. Regelmäßige Jazz- und Bluesveranstaltungen am Rittergut gehören zur regionalen Kulturlandschaft.
Die steinerne Kirche Trebsens geht auf eine dreischiffige Basilika um 1150 zurück. Ihr Deckenbild zeigt die Himmelfahrt des Propheten Elija und stammt aus dem Jahr 1701. Auf der zweiten Empore sind originale Sitzplätze für Männer aus dem Jahr 1755 erhalten; die Eule-Orgel der Stadtkirche Trebsen wurde 1926 gestiftet. An der Kirche befindet sich eine Sonnenuhr aus der Zeit vor 1800, die 1975 rekonstruiert wurde und Reisenden den Lutherweg weist. Die Judithstein-Grabplatte gilt als eine der ältesten romanischen Grabplatten Sachsens.
St. Johannis im Trebsener Ortsteil Altenhain setzt einen späteren Akzent: Die Kirche entstand 1787 als klassizistische Saalkirche mit quadratischem Westturm. Die beiden Kirchen zeigen damit unterschiedliche Bauformen und Entstehungszeiten innerhalb des Trebsener Stadtgebiets.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln führt die Anreise über RE50 bis Wurzen oder RB110 bis Grimma und anschließend mit Bus 693 bis Trebsen (Mulde), Markt. Prüfen Sie die Verbindung vor Ihrer Reise nochmals.
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