Weinböhla verbindet Weinbau und Ortsgeschichte mit Wegen durch Weinberge und zu Aussichtstürmen. Für die Planung können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: historische Ausstellungen, Ausblicke, Radfahren oder Wandern.
Weinbau und Ortsgeschichte
Im Ratsweinberg wachsen auf Terrassen Müller-Thurgau, Weißburgunder, Traminer, Spätburgunder und Dornfelder. In Weinböhla werden rund 25 Hektar mit Reben bewirtschaftet. Weinbau ist hier seit Langem verankert: Spätestens 1513 wurde im Ort bereits Wein angebaut. Die klimatisch günstigen, nach Süden ausgerichteten Hänge begünstigten den Anbau.
Das Heimatmuseum im historischen Peterkeller-Weingut zeigt Orts- und Weinbaugeschichte sowie wechselnde Sonderausstellungen. Der Gebäudekomplex datiert auf 1622, das Fachwerk-Hauptgebäude des Museums auf 1794. Zu sehen sind mehr als 600 historische Objekte. So kommen im Peterkeller die Geschichte des Ortes, die Entwicklung des Weinbaus und die historischen Gebäude zusammen.
Weinböhla ist staatlich anerkannter Erholungsort. Im historischen Ortskern bleibt die Form eines Rundlings erhalten. Am Kirchplatz gehört der historische Ballsaal des Zentralgasthofs zum kulturellen Denkmalensemble. Ortsbild, Siedlungsform und Architektur geben damit unterschiedliche Einblicke in die Geschichte des Ortes.
Weinberge, Wege und Ausblicke
Der Wartturm liegt oberhalb des Ratsweinbergs auf 211 Metern über dem Meeresspiegel und kann zu jeder Tageszeit besucht werden. Von dort reicht ein von Weinbergen gerahmter Blick über das Elbtal von Meißen bis Radebeul. Markierte Wege führen zu Türmen und Weinbergen; ihre Ausblicke reichen vom Meißner Elbtal bis zum Lausitzer Gebirge. Damit können Sie zwischen einem benannten Aussichtspunkt und weiteren Wegen durch die Weinlandschaft wählen.
Auch der Dorfteich ist in die Ortslandschaft eingebunden: Er liegt in einem Park am offengelegten Gabenreichbach, der durch die Anlage fließt.
Radfahren und Wandern
Die Radroute „Rund um Weinböhla“ ist ein 29,95 Kilometer langer Rundkurs mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Sie beginnt und endet in Weinböhla. Zu den Punkten entlang der Strecke zählen Zentralgasthof, Martinskirche, Peterkeller, Wartturm, König-Albert-Turm, Friedensturm, Wolfsdenkmal, Jungernbrücke und Fuchsberg. Die festgelegte Streckenlänge und die genannten Stationen geben Ihnen eine konkrete Orientierung für die Tour.
Für eine Wanderung führt der Sächsische Weinwanderweg durch Weinböhla. Auch markierte Wege zu Türmen und Weinbergen gehören zu den Möglichkeiten vor Ort. Im Radwegenetz gibt es außerdem Verbindungen zum Elberadweg. So stehen unterschiedliche Routenbezüge zur Wahl: ein Rundkurs mit benannten Stationen, Wege durch die Weinlandschaft und eine Verbindung zum Elberadweg.
VELOCIUM ergänzt die Radangebote mit zwei verschiedenen Schwerpunkten. Der asphaltierte Pumptrack unterstützt Balance- und Koordinationstraining bei nahezu allen Wetterbedingungen. Auf einem Outdoor-Testkurs bietet VELOCIUM historische Fahrräder an.
Anreise und saisonale Verbindung
Der Startpunkt der Radroute ist mit den Regionalzügen RB 31, RE 15, RE 18 und RE 50 sowie den Bussen 411, 421 und 403 erreichbar. Prüfen Sie die Verkehrsdaten vor Ihrer Fahrt.
Die saisonale Ausflugslinie M verbindet Meißen, Weinböhla und Moritzburg von April bis Oktober. Ihr Fahrradanhänger bietet Platz für bis zu 16 Fahrräder. Da sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie die aktuellen Verbindungen, bevor Sie die Linie einplanen.
Weitere Reiseziele entdecken: Röderaue, Strehla, Schönfeld, Tauscha, Coswig, Niederau, Triebischtal, Gröditz.
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