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Crinitzberg lässt sich über mehrere unterschiedliche Motive kennenlernen: die Moorlandschaft der Moosheide, Wanderwege mit klar benannten Streckenlängen und Natur- und Baudenkmale wie den Taufstein und die Kirche in Bärenwalde. Was Sie in den Mittelpunkt Ihrer Reise stellen, kann daher die Wahl zwischen einer Wanderung, einer Radtour und einem Schwerpunkt auf Ortsgeschichte leiten.

Moorlandschaft und geschützte Natur

Crinitzberg liegt im südlichen Teil des Landschaftsschutzgebiets Kirchberger Granit. Das Naturschutzgebiet Moosheide umfasst rund 62 Hektar und schließt Obercrinitz und Bärenwalde innerhalb Crinitzbergs ein. Die Moosheide ist ein weitgehend abgetorftes Hochmoor auf 490 bis 500 Metern Höhe und zählt zu den niedrigsten Hochmooren des Erzgebirges.

Zur Landschaft gehören typische Moor- und Sumpfpflanzen. Das Gebiet ist als Waldfläche geschützt, die als Wasserspeicher dient und Lebensraum für geschützte Pflanzengesellschaften ist. Wer bei der Reiseplanung Natur und Landschaft in den Vordergrund stellt, findet hier neben der Höhenlage auch den besonderen Charakter eines Hochmoors als Orientierung für den Ausflug.

Wanderwege nach Länge und Ziel vergleichen

In Crinitzberg führen gut ausgebaute und ausgeschilderte Wege zu landschaftlich reizvollen Punkten innerhalb der Gemeinde. Für den Vergleich der Wanderungen geben die Streckenlängen eine konkrete Orientierung: Der Bärenwalder Rundwanderweg ist 11 Kilometer lang. Zwei Wege ab Obercrinitz sind 8,5 beziehungsweise 7 Kilometer lang; ihre Ziele und Wegverläufe unterscheiden sich.

Der Bärenwalder Rundwanderweg beginnt an der Haltestelle Gasthof Eisenbahn und führt über die Mineralquelle zur Moosheide. Unterwegs liegen das Naturdenkmal Buche mit Steintafel und ein Bergpanorama. Zum Weg gehören außerdem ein Wildgehege, eine Schutzhütte sowie hölzerne Figuren in Form einer Lokomotive und eines Krokodils.

Die 8,5 Kilometer lange Strecke Obercrinitz–Amselgrund–Giegengrün–Lauterhofen–Obercrinitz startet an der Bushaltestelle Obercrinitz. Für Wandernde, die keine längere Tour möchten, lässt sie eine Rückkehr über Giegengrün oder Lauterhofen zu. Die 7 Kilometer lange Route führt von Obercrinitz über die Alte Wildenauer Straße zur Schwedenfichte und zurück; sie erreicht das Naturdenkmal Schwedenfichte und verläuft durch Biotope. Vor einer Wanderung empfiehlt es sich, die aktuellen Wegebedingungen zu prüfen.

Dorfgeschichte und Denkmale

Bärenwalde und Obercrinitz gelten als zweireihige Waldhufendörfer; sie liegen beidseits von Rödelbach und Crinitzbach. In Bärenwalde steht eine Kirche, die als Sachsens zweitgrößte Dorfkirche gilt. Sie wurde 1733 errichtet; ihren 50 Meter hohen Turm erhielt sie 1775. Zur Ausstattung gehört eine geschützte Kunstorgel. Während der Weihnachtszeit wird das Bornkinnel auf dem Kirchenaltar gezeigt.

Ein anderes Naturdenkmal ist der Taufstein: ein unregelmäßig gerundeter Granitblock mit etwa 2 bis 2,5 Metern Durchmesser. Er besitzt ein großes Becken und fünf sitzartige Vertiefungen und steht unter Denkmalschutz. Im Sommer findet am Taufstein jährlich ein Waldgottesdienst statt. Der saisonale Bezug unterscheidet sich damit von der weihnachtlichen Präsentation des Bornkinnels in Bärenwalde.

Auch die Mineralquelle in Obercrinitz gehört zur Ortsgeschichte. Sie wurde 1935 entdeckt und war historisch mit dem örtlichen Tourismus verbunden. Nach ihrer Rekonstruktion wurde sie 1999 erneut der Öffentlichkeit präsentiert. Heute ist das Wasser kontaminiert und kann nicht zu therapeutischen Zwecken genutzt werden. Die Quelle liegt auf dem Verlauf des Bärenwalder Rundwanderwegs; die aktuelle Einschränkung der Wassernutzung bleibt dabei wichtig.

Eine Radroute durch Crinitzberg

Mit dem Fahrrad bietet die Rödelbach-Bürstenroute eine andere Streckenperspektive als die örtlichen Wanderwege. Die 32,21 Kilometer lange Tour führt von Wilkau-Haßlau zur Talsperre Eibenstock und durch Crinitzberg; sie verläuft vollständig auf öffentlichen Straßen. Nach dem Verlassen des Landkreises Zwickau führt sie in die erzgebirgische Bürstenmacherregion und verbindet sich mit der Sächsische-Mittelgebirge-Fernradroute. Damit lässt sich Crinitzberg auch als Abschnitt einer längeren regionalen Radtour einordnen. Da sich Straßenbedingungen ändern können, ist es sinnvoll, diese vor der Fahrt zu prüfen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zwickauer Land.

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