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Hilbersdorf verbindet ein weit über den Ort hinausreichendes Bergbauerbe mit zwei klar bezifferten Wanderwegen. Das Altbergbaugebiet erstreckt sich über mehrere Ortsfluren; zugleich unterscheiden sich BR3 Tannhübel und B2 nach Länge, Höhenmetern und beschriebenem Landschaftsverlauf. Zur Ortsgeschichte kommen ein Silbermann-Positiv und der nahe gelegene Hüttenkomplex Muldenhütten hinzu.

Das Altbergbaugebiet reicht über Hilbersdorf hinaus

Das Altbergbaugebiet Rammelsberg und Schieferleithe erstreckt sich über die Fluren von Hilbersdorf, Niederbobritzsch und Weißenborn. Seit 2019 gehört es zur Pufferzone des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Der Rammelsberg war ein wichtiges frühes Abbaugebiet des Freiberger Reviers; seine Blütezeit lag im 16. Jahrhundert. Rund um ihn wurden Silber-, Zinn-, Kupfer- und Bleierze abgebaut. Zwischen 1524 und 1600 waren allein dort 60 Gruben des Freiberger Reviers in Betrieb. Zahlreiche Halden sind erhalten.

Industriegeschichte und ältere Ortsbezüge

Zum Hilbersdorfer Teilabschnitt des Altbergbaugebiets gehört das ehemalige Huthaus an der Anschrift Am Friedrich 1. In der Nähe von Hilbersdorf, westlich von Freiberg im Tal der Freiberger Mulde, liegt der Hüttenkomplex Muldenhütten. Die Hütte Muldenhütten besteht seit mehr als 700 Jahren. Der Komplex gilt als einer der ältesten Hüttenstandorte der Buntmetallurgie in Deutschland. Das Zylindergebläse Muldenhütten befindet sich in der Hüttenstraße in Bobritzsch-Hilbersdorf/Muldenhütten. Auch jenseits des Erzabbaus reicht die Ortsgeschichte zurück: Im Mittelalter entstand in Hilbersdorf ein Floßplatz mit Köhlerei.

Silbermanns Positiv aus der Kirche

Die Kirche von Hilbersdorf erhielt 1723/24 von Gottfried Silbermann ein Positiv mit fünf Registern für 300 Taler. Das Instrument befindet sich heute im Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig. Damit führt ein konkreter Bezug zur Hilbersdorfer Kirchenmusikgeschichte heute auch nach Leipzig.

Zwei Wanderwege im Vergleich

Der Rundweg BR3 Tannhübel ist 8,61 km lang und weist je 132 m Anstieg und Abstieg auf. Auf einer Anhöhe bietet eine Ruhebank Blick auf Hilbersdorf und einen Panoramablick. Nach 4,61 km erreicht der Rundweg die Alte Hauptstraße in Hilbersdorf.

Der Wanderweg B2 von Hilbersdorf nach Colmnitz beginnt am Platz vor dem ehemaligen Gemeindeamt. Auf 9,4 km führt er durch Dorf-, Anhöhen-, Wald- und Feldlandschaften; der Anstieg beträgt 150 m, der Abstieg 100 m. Nach der reinen Länge ist der BR3 kürzer. Der B2 ist 0,79 km länger, weist 18 m mehr Anstieg und zugleich 32 m weniger Abstieg aus. So lassen sich die Strecken nicht nur nach Kilometern, sondern auch nach den jeweiligen Höhenprofilen unterscheiden.

Ein weiterer Landschaftsbezug liegt am westlichen Ortsrand von Hilbersdorf: Dort fließt die Freiberger Mulde vorbei.

Weitere Reiseziele entdecken: Brand-Erbisdorf, Claußnitz, Rechenberg-Bienenmühle, Sayda, Freiberg, Oberschöna, Leisnig, Burgstädt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mittelsachsen.

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