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Schmale Gassen verbinden in Penig die erhöht gelegene Stadtkirche „Unser Lieben Frauen Auf Dem Berge“ mit den tiefer gelegenen Straßen. Dazu kommen spätgotische Baukunst, eine lange Töpfertradition, unterirdische Gänge und Wege durch Wald und Park. Die verschiedenen Themen geben Ihnen mehrere Anknüpfungspunkte, um Penig für Ihren Aufenthalt zu entdecken.

Kirchen, Rathaus und Peniger Töpfergeschichte

Die Stadtkirche „Unser Lieben Frauen Auf Dem Berge“ ist ein bedeutender spätgotischer Bau. Ihr Turm wurde 1476 errichtet; die Bauzeit reicht bis 1515. Eine spätere Zeitschicht bildet die Kassettendecke: Constantin Saytz schuf sie 1688, und sie zeigt 70 biblische Szenen. So stehen an der Kirche Baugeschichte aus dem späten Mittelalter und eine Decke aus dem späten 17. Jahrhundert nebeneinander.

Auch das Rathaus setzt einen eigenen architektonischen Akzent. Es entstand 1545/46 im sächsischen Frührenaissancestil und besitzt ein reich verziertes, dreiteiliges Portal aus Rochlitzer Porphyr. Wer sich für die Baugeschichte der Stadt interessiert, kann diese Angaben mit der älteren Stadtkirche vergleichen: Die beiden Bauwerke stehen für unterschiedliche Epochen und Gestaltungsformen.

Eine weitere Spur führt zum Töpferhandwerk. Um 1500 zählte Penig zwölf Töpfer, die einen örtlichen Töpferzins zahlten. Wegen der Brandgefahr durch die Brennöfen entstand der Vorort Topfanger außerhalb des Chemnitzer Tores. Zur Handwerkstradition gehört auch die Sage vom „Großen Topf zu Penig“: Sie erzählt von einem riesigen Topf, den Peniger Töpfer unter Meister Hans Weider geschaffen haben sollen. Die Sage ist eine eigene Erzählung neben der Geschichte der Töpfer und ihrer Werkstätten.

Kellerberge und Wege an der Mulde

Unter der Erde setzen die Kellerberge einen anderen Akzent. Die Anlage wurde 1511 von den Brüdern Wolff und Peter Rodten begonnen. Ihre Gänge erstrecken sich über rund zwei Kilometer auf drei Ebenen. Besuche sind möglich; Zugangs- und Öffnungsregelungen können sich jedoch ändern. Prüfen Sie deshalb vorab die aktuellen Zugangsmöglichkeiten. Auch regional sind die Kellerberge ein Thema: Die Tourismusregion Rochlitzer Muldental stellt sie unter den Besuchshöhepunkten im „Tal der Burgen“ heraus.

Für Wanderungen gibt es Wege entlang der Zwickauer Mulde und zwischen Penigs Ortsteilen. Ein linksseitiger Wanderweg zwischen Penig und Amerika führt, nachdem er in den Laubwald gelangt ist, am Weiße-Spitze-Memorial vorbei. Der mehr als zwei Meter hohe rote Rochlitzer-Porphyr-Obelisk wurde 1838 errichtet und erinnert an Kämpfe an den Muldeübergängen vor Leipzig. So lässt sich auf diesem Weg Natur mit einem konkreten Erinnerungsort verbinden. Informieren Sie sich vor der Wanderung über die aktuellen Wegbedingungen.

Für die Orientierung steht Gästen und Wandernden ein Kartenausschnitt mit Wegen und Straßen rund um Penig zur Verfügung. Prüfen Sie bei Bedarf, ob das Kartenangebot verfügbar ist. Eine weitere Möglichkeit, draußen unterwegs zu sein, bietet der Naturpark Köbe: Das bewaldete Gelände umfasst etwa zwölf Hektar und schließt einen Teich, einen Abenteuerspielplatz sowie Tiergehege ein. Ein ausgebauter Spazierweg und eine Möglichkeit zum Ausruhen ergänzen den Park. Einzelne Einrichtungen können sich im Lauf der Zeit verändern.

Ein wiederkehrender Termin

Auch eine religiöse Tradition gehört zum Jahreslauf in Penig: In Sankt Aegidien findet jährlich am ersten Sonntag nach Trinitatis ein Stiftsgottesdienst statt. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf diesen Termin abstimmen möchten, prüfen Sie die Datumsangaben für das betreffende Jahr.

Weitere Reiseziele entdecken: Oberschöna, Lunzenau, Kriebstein, Großhartmannsdorf, Falkenau, Großschirma, Hainichen, Bobritzsch.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mittelsachsen.

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