Ein mittelalterliches Steinkreuz, eine barocke Kirche und ein ehemaliger Steinbruch erzählen in Geising von unterschiedlichen Seiten des Ortes. Dazu kommen Naturgebiete, ein Rundwanderweg und Angebote für verschiedene Aktivitäten. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können Sie zwischen Ortsgeschichte, Natur und Bewegung wählen, statt die Sehenswürdigkeiten zu einer festen Route zusammenzufassen.
Spuren von Bergbau und Ortsgeschichte
Am Ortseingang steht eine barocke Postmeilensäule. Die heutige Säule ist eine 1987 angefertigte Kopie des Originals, das 1734 aufgestellt wurde. Ein weiteres Zeugnis des früheren Bergbaus ist im Erdbachtal erhalten: Dort befindet sich das Mundloch des Silber-Stollens. Das Wort bezeichnet den Zugang zu einem Stollen und macht die Funktion des erhaltenen Bauwerks verständlich.
Neben dem Haus Altenberger Straße 4 steht ein Steinkreuz, das aus einem Bach geborgen wurde. Auf dem Stein ist ein Messer oder Krummschwert eingeritzt. Dieses Motiv lässt darauf schließen, dass das Kreuz als Sühne für eine Gewalttat gesetzt wurde; die Deutung bleibt also eine vorsichtige Interpretation und keine gesicherte Gewissheit.
Auch die Geologie ist am Geisingberg ablesbar. Die wuchtigen Basaltsäulen des ehemaligen Steinbruchs lassen den vulkanischen Ursprung erkennen. Im Naturschutzgebiet Geisingberg kommt auf engem Raum eine außergewöhnliche biologische Vielfalt zusammen. Geologie und Naturschutz bieten damit zwei verschiedene Zugänge zu diesem Landschaftsraum.
Kirche und Kunst aus verschiedenen Zeiten
Die Geisinger Kirche wurde 1689 als schlichte barocke Hallenkirche neu erbaut. Zu ihrer Ausstattung gehören dreistöckige Emporen und ein gotischer Flügelaltar aus der Vorgängerkirche. Der Altar wird auf etwa 1530 datiert. So treffen in einem Gebäude unterschiedliche Bau- und Kunstzeiten aufeinander: die barocke Kirche und ein älteres Kunstwerk, das aus dem vorherigen Kirchenbau stammt.
Zusammen mit der Postmeilensäule und dem Steinkreuz ergeben sich verschiedene Formen des Erinnerns: ein Verkehrsdenkmal, ein sakraler Raum und ein Kreuz mit einer überlieferten, vorsichtig formulierten Deutung. Wer sich besonders für Ortsgeschichte interessiert, kann diese Zeugnisse als eigene Schwerpunkte des Aufenthalts betrachten.
Aktivitäten zwischen Wasser, Wildpark und Eis
Das Naturbad Hüttenteich bietet einen Schwimmer- und einen Nichtschwimmerbereich sowie eine Wellen-Wasserrutsche. Hinzu kommen Liegewiesen, ein Kinderspielplatz und Sportanlagen. Auch abseits des Badens gibt es dort konkrete Angebote: eine 18-Loch-Minigolfanlage sowie Elektro-Miniboote und Ruderboote.
Der Wildpark Osterzgebirge liegt auf dem Gelände der Hartmannmühle zwischen Lauenstein und Geising. Bei einem Spaziergang lassen sich dort unter anderem Dam-, Rot- und Steinwild, Luchse und Wildkatzen in naturnaher Umgebung erleben. Zum Park gehört außerdem ein großer Spielplatz mit Kletterburg. Das Gründelstadion in Geising bietet Schlittschuhlaufen und Eishockey.
Die Aktivitäten unterscheiden sich deutlich: Am Hüttenteich stehen Wasser und verschiedene Freizeitangebote im Vordergrund, im Wildpark Tierbeobachtungen und Spielplatz, im Gründelstadion Schlittschuhlaufen und Eishockey. Diese Unterschiede helfen Ihnen dabei, den Schwerpunkt Ihres Besuchs nach Ihren Interessen zu setzen.
Rundwanderweg und Geisingberggebiet
Der 10,53 Kilometer lange Rundwanderweg um Geising beginnt und endet an der Geisinger Bahnbrücke. Er folgt einem historischen Lehrpfad und führt über die Löwenhainer Höhe, das Anton-Günther-Denkmal, die Kohlhaukuppe, den Aschergraben und die historische Geisinger Bobbahn. Unterwegs gibt es Panoramablicke. Die Länge und die benannten Stationen geben einen konkreten Eindruck davon, was zur Runde gehört.
Das Geisingberggebiet ist vom Bahnhof Geising oder von der Hartmannmühle aus erreichbar; vom Tal führt ein steiler Anstieg hinauf. Auch der Bahnhof Geising und der Geisingberg selbst gehören zu den wichtigen Stationen des Kammwegs Erzgebirge-Vogtland. Damit stehen ein Rundwanderweg um Geising und zwei Stationen des überregionalen Kammwegs als unterschiedliche Wanderbezüge zur Verfügung.
Geising bietet so mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung: historische Zeugnisse im Ort, Natur am Geisingberg und Aktivitäten an einzelnen Einrichtungen. Welche davon im Mittelpunkt stehen, hängt davon ab, ob Sie Kultur, Landschaft oder konkrete Freizeitangebote bevorzugen.
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