Kleinhennersdorf liegt auf einer 170 bis 270 Meter hohen Hochfläche über dem Elbtal und bietet weite Ausblicke auf die Bergwelt der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Höhlen am Kleinhennersdorfer Stein, markierte Wanderwege und Kulturangebote bilden unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt. Die Höhenlage und die Aussicht stehen dabei neben den Höhlen und ihrer Geschichte.
Höhlen und Wanderwege
Die Lichterhöhle ist die größte Höhle am Kleinhennersdorfer Stein. Sie misst 20 Meter in der Länge und 15 Meter in der Breite und wurde zur Sandsteingewinnung genutzt. Auch die Sand-Hampel-Höhle verweist auf den Sandabbau: Benannt wurde sie nach dem Königsteiner Friedrich Herrmann Hempel, der dort mit dem Abbau begonnen hatte.
Die Wanderung „Tour für kleine Höhlenforscherinnen“ folgt einem rot markierten Weg in Richtung Kleinhennersdorf und zweigt anschließend zu den Höhlen am Kleinhennersdorfer Stein ab. Sie ist 4,48 Kilometer lang und als mittelschwer eingestuft. Der Zugang zu den Höhlen führt über einen kleinen Weg mit sandigen Abschnitten und einigen Stufen. Wegen deutlicher Erosionsschäden sollen Sie auf den Wegen bleiben. Für die Anreise führt die Routenbeschreibung die Wanderbusse 244b ab Königstein und 244a ab dem Nationalparkbahnhof Bad Schandau bis zur Haltestelle Papstdorf/Gasthaus „Zur Hoffnung“ als Verbindungen zum Ausgangspunkt der Höhlenwanderung auf; prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Fahrplan für Ihren Reisetag.
Auch die Etappe 7 des Forststeigs führt über den Kleinhennersdorfer Stein; auf dieser Etappe können verschiedene Höhlen entdeckt werden. Für 2026 führt das Programm der Nationalparkführer außerdem die geführte Wanderung „Auf dem Weg zum Scheuersand“ auf. Sie umfasst leichtes und sicheres Klettern sowie das Erkunden von Felshöhlen mit Taschenlampen am Kleinhennersdorfer Stein. Für die Führung ist eine Buchung erforderlich. Damit stehen unterschiedliche Formen der Höhlenerkundung zur Wahl: eine Wanderung mit angegebener Distanz und Schwierigkeit oder ein buchungspflichtiges geführtes Angebot mit Klettern und Taschenlampen.
Kultur, Tierbeobachtung und Radtour
Seit 2023 ist die Heymannbaude in Kleinhennersdorf ein ländlicher Begegnungsort und Zentrum für darstellende Künste. Ihr ganzjähriges Programm umfasst Kurse der darstellenden Künste, Workshops, Veranstaltungen und kleine Festivals. Einzelne Angebote können sich ändern. Wenn Sie einen bestimmten Termin planen, prüfen Sie deshalb das jeweilige Programm.
Im Wildgehege Kleinhennersdorf lässt sich Damwild in freier Umgebung beobachten. Das Gehege liegt direkt an einem Wanderweg. Für Kinder gibt es eine kleine Holzeisenbahn als einfache Spielmöglichkeit.
Als Radoption bietet die kommunale Kohlbornstein-Tour eine 15 Kilometer lange Runde: Sie führt über Papstdorf und Kleinhennersdorf und kehrt nach Kurort Gohrisch zurück. Wegen der Topografie des Erosionsgebirges können Teilstrecken anspruchsvoll sein. Berücksichtigen Sie diesen Hinweis bei Ihrer Tourenwahl.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sächsische Schweiz.
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