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Die historische Linie des Wahrdamms führt von Reinsbüttel in Richtung der ehemaligen Insel Büsum und bis zu einem Seedeich nahe Oesterdeichstrich. Der Wahrdamm wurde 1585 angelegt und ist heute eingeebnet. Er gehört zu einer Landschaftsgeschichte, in der Wasserläufe, Siedlungen und Landgewinnung eng miteinander verbunden waren.

Wurt, möglicher Hafen und Landgewinnung

Ein HISTOUR-Erbepunkt in Reinsbüttel liegt auf einer langen Langwurt. Eine Wurt ist ein künstlich aufgeschütteter Siedlungshügel; diese Langwurt wurde im 12. Jahrhundert aus Lehm errichtet. Der Ort lenkt den Blick auf eine Siedlungsform, die sich aus der Landschaftsgeschichte der Region erschließt. Vermutlich hatte die Siedlung einen kleinen Hafen, der dem Seehandel binnenländischer Wurtsiedlungen diente. Der Hafen bleibt dabei eine wahrscheinliche, keine gesicherte Aussage. So stehen am Erbepunkt die Gestalt der Siedlung und ihre mögliche Verbindung zum Handel nebeneinander.

Auch der Name Wahrdamm verweist auf die Veränderung der Landschaft. Bis ins 16. Jahrhundert trennte der Wardstrom die Insel Büsum vom Festland der Nordermarsch in Dithmarschen. Das neu gewonnene Land wurde zwischen 1595 und 1609 als Wahrdammkoog eingedeicht. Die Abfolge unterscheidet die frühere Wasserlandschaft von dem später eingedeichten Land und gibt der historischen Wahrdamm-Verbindung einen größeren Zusammenhang.

Weitere Entdeckungen im übergeordneten Reiseziel Dithmarschen

Im übergeordneten Reiseziel Dithmarschen eröffnet das Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf einen breiten kulturhistorischen Blick. Es führt durch 1.200 Jahre Dithmarschen – vom Reichtum der Bauernrepublik bis zum ländlichen Alltagsleben der 1960er Jahre. Im Vergleich dazu setzt die Langwurt in Reinsbüttel einen konkreten Schwerpunkt auf Siedlungsform und einen möglichen Hafen. Je nach Interesse lässt sich so ein einzelner archäologischer Anknüpfungspunkt einer weiter gefassten Regionalgeschichte gegenüberstellen.

Für praktische Aktivitäten bietet der Steinzeitpark Dithmarschen im übergeordneten Reiseziel Dithmarschen unter anderem Feuersteinschlagen, Bogenschießen, das Herstellen von Steinzeitschmuck, Feuermachen und Brotbacken. Welche Angebote stattfinden, kann vom Programm abhängen. Neben dem Park umfasst der Steinzeitwald rund 40 Hektar naturnahes Freigelände und ist dauerhaft kostenlos zugänglich; prüfen Sie die Zugangsbedingungen vor dem Besuch. Im Steinzeitwald in Albersdorf befinden sich neun originale archäologische Denkmäler. Damit stehen Mitmachangebote und archäologische Zeugnisse als unterschiedliche Zugänge zur Vorgeschichte nebeneinander.

Eine weitere Naturperspektive bieten geführte Wattwanderungen an der Küste Dithmarschens. Orts- und sachkundige Nationalpark-Wattführer begleiten die Touren; bei Ebbe wird dabei das vielfältige Leben im Wattenmeer sichtbar. Gezeiten und geführte Termine variieren, deshalb lohnt sich vor der Planung ein Blick auf die jeweiligen Daten. Der Vergleich mit der Wurtgeschichte zeigt zwei unterschiedliche Schwerpunkte: die vom Wasser geprägte Siedlungs- und Landentwicklung einerseits, das Leben im Watt andererseits.

Auch regionale Esskultur lässt sich mit konkreten Terminen verbinden. Die Krautwerkstatt des KOHLosseums bietet Vorführungen mit anschließender Verkostung dienstags bis donnerstags um 14, 15 und 16 Uhr an. Vom 1. November bis Ostern findet nur die Vorführung um 14 Uhr statt; prüfen Sie die Zeiten vor einem Besuch. Während der Dithmarscher Kohltage umfasst das Programm in ganz Dithmarschen Bauernmärkte, Stadtfeste sowie Sport- und Kulturveranstaltungen. So reichen die Themen im übergeordneten Reiseziel von Siedlungsgeschichte und Archäologie bis zu Natur und regionaler Küche.

Weitere Reiseziele entdecken: Süderhastedt, Oesterwurth, Offenbüttel, Meldorf, Süderdorf, Ostrohe, Gudendorf, Kaiser-Wilhelm-Koog

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dithmarschen.

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