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Schulendorf lässt sich über zwei Perspektiven erschließen: über Rad- und Wanderwege und über eine Ortsgeschichte mit mittelalterlichen Namensformen. Ein Radweg verbindet Büchen und Schulendorf entlang der L205. Darüber hinaus führen in Schulendorf zahlreiche Rad- und Wanderwege für Ausflüge in alle Richtungen. Das eröffnet unterschiedliche Möglichkeiten für einen Aufenthalt: Sie können eine Tour in den Mittelpunkt stellen oder Bewegung und historische Entdeckungen kombinieren. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegverhältnisse, denn sie können sich ändern.

Radwege vor Ort und Routen im Amt Büchen

Der Radweg an der L205 bildet eine konkrete Verbindung zwischen Büchen und Schulendorf. Die weiteren Wege in Schulendorf richten den Blick auf Ausflüge in unterschiedliche Richtungen, während der Radfernweg Alte Salzstraße einen größeren regionalen Maßstab hat: Er verläuft von Lüneburg bis Lübeck entlang des Elbe-Lübeck-Kanals durch das Amt Büchen. Als mittelalterliche Handelsroute transportierte die Alte Salzstraße Salz über Land von Lüneburg nach Lübeck. Im Amt Büchen lässt sich die Landschaft zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Kanu auf dem Elbe-Lübeck-Kanal erkunden. Für regionale Touren können markierte Routen nach Länge und Schwierigkeit geplant werden; Natur, Geschichte und Kultur sind mögliche thematische Schwerpunkte.

Für die Radplanung bietet das übergeordnete Reiseziel Herzogtum Lauenburg einen eigenen regionalen Maßstab: Dort gibt es 1.000 Kilometer ausgeschilderte Radwege, vier Fernradwege und 13 thematische Rundrouten. Diese Zahlen beziehen sich auf das Herzogtum Lauenburg und geben eine Vorstellung von der Vielfalt regionaler Routen. So lassen sich eine Verbindung wie die an der L205 und längere Touren durch das Amt Büchen als unterschiedliche Größenordnungen betrachten.

Frühe Namen und herzogliche Spuren

Schulendorf und Bartelsdorf wurden 1230 unter den historischen Namen Sculenthorp und Bertoldestorp erstmals dokumentiert. Franzhagen wurde 1605 erstmals erwähnt. Damit liegt die erste Nennung von Schulendorf und Bartelsdorf zeitlich vor der von Franzhagen.

Herzog Franz II. ließ in Franzhof ein Herrenhaus und eine zugehörige Kapelle errichten. Der Franzhof-Komplex wurde 1716 abgetragen; der Name Franzhof bewahrt die herzogliche Geschichte Schulendorfs. Die Neue Mühle wurde 1690 als Ersatz für die Mordmühle gebaut, die während des Dreißigjährigen Krieges zerstört worden war. Die beiden Baugeschichten setzen unterschiedliche historische Akzente: In Franzhof blieb der Name mit der herzoglichen Vergangenheit verbunden, während die Neue Mühle an den Ersatz eines zerstörten Vorgängerbaus erinnert.

Baarsteich wurde als Speicherteich angelegt. Der Hofgraben wurde als tiefer Graben in Richtung des Schlosses ausgehoben. Diese Bezeichnungen verweisen auf zwei unterschiedliche Funktionen in der Ortsgeschichte: einen Teich als Reservoir und einen ausgehobenen Graben mit Richtung zum Schloss.

Landwirtschaft und regionaler Naturraum

In Bartelsdorf gibt es einen großen Kartoffelhof mit Direktverkauf. Wenn Sie einen Einkauf einplanen, prüfen Sie die Verkaufszeiten vorab.

Im übergeordneten Reiseziel Herzogtum Lauenburg weitet sich der Blick auf eine größere Wald- und Seenlandschaft. Der Kreis Herzogtum Lauenburg besteht zu 26 Prozent aus Waldfläche und umfasst 48 Seen; im Kreis liegt auch der Sachsenwald, das größte zusammenhängende Waldgebiet Schleswig-Holsteins. Im Naturpark Lauenburgische Seen können Besucher wandern, Rad fahren, Kanu fahren und in Waldseen baden. Außerdem gibt es dort vier ausgeschilderte Radtouren. Diese regionalen Möglichkeiten bilden einen eigenen thematischen Rahmen neben Schulendorfs Wegen und Ortsgeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Wentorf Bei Hamburg, Kuddewörde, Krüzen, Seedorf, Brunstorf, Mustin, Linau, Römnitz

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Herzogtum Lauenburg.

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