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Ziethen liegt ländlich und nahe an vielen Seen sowie der Ostsee. Im Dorf prägen die St.-Laurentius-Kirche, die Kirchhofmauer aus der Zeit um 1600, der untere Dorfteich und die umliegenden Hofstellen den Charakter eines alten Angerdorfs. Für die Reiseplanung stehen damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte im Raum: das historische Ortsbild und Wanderungen, die Moor-, Wald- und Seenlandschaften erschließen.

Ortsbild und Geschichte

Die drei heutigen Ortslagen sind das Hauptdorf rund um die Kirche von 1595, Wietingsbek und Sande. Der Name Ziethen ist erstmals 1158 erwähnt. Am Standort der heutigen Kirche stand eine dem heiligen Laurentius geweihte Kapelle; 1599 wurde Ziethen eine selbstständige Pfarrei. Diese Stationen geben dem Kirchort einen historischen Rahmen, der sich im Dorfbild neben Teich und Hofstellen ablesen lässt.

Auch das Gemeindewappen verweist auf eine frühere Landschaft: Es erinnert an den Ziethener See, der Ende des 19. Jahrhunderts trockengelegt wurde. So gehören zur Geschichte des Ortes nicht nur Kirche und Siedlungsform, sondern auch der Wandel eines Gewässers, das heute als ehemaliger See erinnert wird.

Wandern zwischen Moor, Wald und Seen

Die Rundwanderung „Von der Garrenseerinne zum Salemer Moor“ ist 12,3 Kilometer lang und als mittelschwer eingestuft. Sie beginnt und endet an einem Parkplatz zwischen Ziethen und Mustin. Der Weg führt durch Moorlandschaft, Mischwälder und mehrere Seen, die von der letzten Eiszeit geprägt wurden. Am Ostufer des Garrensees entlang passiert die Route außerdem den Plötschersee, die Schwarze Kuhle und das Salemer Moor.

Eine weitere Wanderung beginnt an einem Treffpunkt nahe Ziethen. Sie führt durch Wald und offenes Land mit Blicken auf den Lankower See, überschreitet die Landesgrenze nach Mecklenburg-Vorpommern und verläuft am Nordufer auf dem früheren Kolonnenweg. Damit unterscheiden sich die beiden Wanderungen in ihrem Schwerpunkt: Die eine ist eine bezifferte mittelschwere Rundtour durch Moor- und Seenlandschaft, die andere verbindet Seeansichten mit dem Weg entlang der ehemaligen Grenze.

Busverbindungen und praktische Orientierung

Bus 131 fährt selten nach Ziethen und Sande; Bus 8790 verkehrt werktags nach Salem und Seekamp. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. Bei der Wanderung zum Salemer Moor empfiehlt es sich außerdem, die Parkplatz- und Wegbedingungen vor dem Start zu prüfen, denn beides kann sich ändern.

Im übergeordneten Reiseziel Herzogtum Lauenburg

Im Herzogtum Lauenburg bestehen 26 Prozent der Kreisfläche aus Wald; außerdem umfasst der Kreis 48 Seen. Im Herzen des Herzogtums liegt der Naturpark Lauenburgische Seen. Dort gibt es ausgeschilderte Wander- und Radwege durch Wälder, Wiesen und Moore sowie an Gewässern, am Elbe-Lübeck-Kanal und an Seen entlang. Der Naturpark bietet Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren, Kanufahren und Baden in Waldseen; vier ausgeschilderte Radtouren ergänzen die Auswahl.

Auch die regionale Küche bietet einen eigenen Schwerpunkt: Im Lauenburgischen gelten Wild, feine Fische, Spargel und Obst als Spezialitäten. Was davon verfügbar ist, variiert je nach Saison. Diese Natur- und Genussangebote gehören zum übergeordneten Reiseziel Herzogtum Lauenburg und ergänzen den Blick auf Ziethens Dorfgeschichte und die konkreten Wanderwege, ohne die verschiedenen Orte und Angebote gleichzusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Wentorf Bei Hamburg, Kuddewörde, Mustin, Elmenhorst, Siebenbäumen, Mölln, Breitenfelde, Besenthal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Herzogtum Lauenburg.

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