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Nahe der Kirche liegen in Ladelund das Dorfmuseum und die international bedeutende KZ-Gedenkstätte. Hinzu kommen archäologische Spuren von der späten Bronzezeit bis zur Wikingerzeit, eine lokale Automobilgeschichte und ein Naturbad mit zwei verbundenen Quellseen. So können Sie Ihren Aufenthalt zwischen Gedenken, Kulturgeschichte und Freizeit am Wasser ausrichten.

Archäologische Spuren und lokale Geschichte

Auf den Toften erstreckte sich eine archäologische Ausgrabung über 2,8 Hektar; sie erschloss Siedlungsspuren aus drei verschiedenen Zeitabschnitten. Die ältesten Funde stammen aus der späten Bronzezeit. Dazu gehören ein Haus und eine holzverstärkte Grube mit einem Schälchenstein. Aus dem 10. Jahrhundert stammt eine Wikingersiedlung mit etwa 20 Grubenhäusern, die überwiegend als Werkstätten genutzt wurden.

Ein besonders gut erhaltenes Grubenhaus enthielt Spuren der Textilverarbeitung, einen Heizofen und Hinweise auf eine Schmiede. Glas- und Bergkristallperlen sowie ein zusammengerolltes Stück Golddraht lassen vermuten, dass in der Siedlung ein Goldschmied arbeitete. Schlackenfunde deuten darauf hin, dass dort auch Glas hergestellt wurde. Wegen der außergewöhnlichen Funde und der hohen Konzentration an Werkstätten gilt die Siedlung als bedeutender Fundplatz und einzigartiges Zeugnis der Vergangenheit.

Auch die Automobilgeschichte gehört zu Ladelund: Der Automobildesigner Paul Kleinschnittger begann hier 1939 mit der Entwicklung eines Autos und baute ein Fahrgestell. Der erste Prototyp, bekannt als „98er“, war bis Ende der 1940er Jahre fertiggestellt. Später wurde der F 125 entwickelt; seine Produktion wurde 1950 nach Arnsberg verlagert. Zusammen mit den archäologischen Funden eröffnet diese Geschichte einen anderen Blick auf die technischen und handwerklichen Seiten der Ortsgeschichte.

KZ-Gedenkstätte: Ausstellung und Besuch

Die Dauerausstellung der Gedenkstätte trägt den Titel „Das KZ im Dorf. Geschichte und Nachgeschichte des Außenlagers Ladelund“. Sie ist auf Deutsch, Englisch, Niederländisch und Dänisch verfügbar. Zum Gedenkstättenkomplex gehören ein Dokumentationshaus, Gräber für 300 verstorbene Häftlinge, ein teilweise wiederhergestellter Panzerabwehrgraben, ein Informations-Gedenkstein und der Garten der Begegnung.

Das Gedenkstättengelände am ehemaligen Lagerbereich, der wiederhergestellte Abschnitt des Panzerabwehrgrabens und die Gräber sind jederzeit frei zugänglich. Die Ausstellung, der Gräberbereich und der Garten der Begegnung sind barrierefrei. Ausstellungsinformationen können sich ändern; prüfen Sie diese und bestätigen Sie Angaben zur Barrierefreiheit vor der Reise. Das Archiv kann von interessierten Besuchern nach vorheriger Vereinbarung genutzt werden. Die Bibliothek behandelt die Geschichte des Nationalsozialismus und des Ladelunder Lagers.

Auch mit dem Fahrrad lässt sich ein Besuch verbinden: Der Radweg Grenzroute führt durch Ladelund. Zur Gedenkstätte gibt es einen ausgeschilderten Abstecher und dort Fahrradstellplätze. Da sich Routen und Einrichtungen ändern können, prüfen Sie die aktuellen Angaben vor Ihrer Fahrt.

Naturbad, Reitsport und Termine

Als Gegenpol zu den historischen Themen bietet das Naturbad zwei miteinander verbundene, von Quellen gespeiste Seen. Das Wasser ist unbehandelt. Zur Ausstattung zählen Sprungtürme, eine große Liegewiese, Beachvolleyball und ein Kiosk. Ein separates Kinderbecken mit Rutsche und Insel ergänzt das Angebot. Damit stehen in Ladelund sowohl geschichtliche Entdeckungen als auch Zeit am Wasser zur Auswahl.

Wilhelminenhof ist eine Reitpferdepension und Ausbildungsstätte; Freizeitreiter und Amateure sind willkommen. Bestätigen Sie die Verfügbarkeit vor Ihrer Reise. Der RuFV Wilhelminenhof veranstaltet jährlich drei große Turniere: ein Dressurturnier, ein Springturnier und die Ladelunder Springtage. Prüfen Sie die konkreten Termine und das Programm, wenn Sie Ihren Aufenthalt an einem Turnier ausrichten möchten.

Bei der Planung können Sie den Schwerpunkt des Aufenthalts klar setzen: Gedenkstätte, Fundplatz und Automobilgeschichte führen durch verschiedene Kapitel der Vergangenheit; das Naturbad bietet eine andere Art, die Zeit vor Ort zu gestalten. Für die Nutzung des Archivs ist eine vorherige Vereinbarung nötig, und für einen Turnierbesuch sind die aktuellen Veranstaltungsdaten maßgeblich.

Weitere Reiseziele entdecken: Poppenbüll, Klixbüll, Gröde, Ockholm, Uelvesbüll, Hude / Nordfriesland, Humptrup, Rantrum.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordfriesland.

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