Bad Schwartau verbindet Naturerlebnisse mit Ortsgeschichte: Im Schwartautal prägen Feuchtwiesen, Weidengebüsch, Erlenwald sowie fließende und stehende Gewässer die Erholungslandschaft. Im Ort kommen eine gotische Kapelle, ein ehemaliges Gerichtsgebäude und Kunst im Kurpark hinzu.
Schwartautal, Kurpark und Naturbeobachtung
Die Schwartau-Niederung und die angrenzenden Buchenwälder bieten vielfältige Naturerlebnisse. Der größte Teil des Schwartautals gehört zum Natura-2000-Netzwerk. Der Kurpark ist um den Kurparksee angelegt; der Philosophenweg bildet den Parkrand in Richtung Mönchkamp-Wald. In den angrenzenden Riesebuschwiesen liegen die alte Schwartau und ein Mosaik naturnaher Landschaftstypen. Wege laden dort zum Spazieren und Beobachten ein.
Auch Bad Schwartaus Parks, naturnahe Wiesen und Felder, ebene Spazierwege sowie der Pariner Berg bieten sich für Spaziergänge und Erkundungen an. Die Schutzgebiete rund um Bad Schwartau zeichnen sich durch botanische und zoologische Raritäten aus. Für Vogelbeobachtungen bieten sich die frühen Morgenstunden an – ein nützlicher Anhaltspunkt, wenn Sie den Tag nach diesem Interesse planen möchten.
Wege, Lernstationen und Aktivitäten im Freien
Ein 2,5 Kilometer langer Naturlehrpfad verbindet Informationen mit Mitmachstationen. Dazu zählen der Green Classroom, ein Bohlenweg, ein Geschichtenbuch und ein Baumtelefon. Der Green Classroom ist als generationenübergreifender Lernort zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt gedacht. Zum Naturerlebnisbereich an der Schwartau gehören außerdem Schautafeln, Baumscheibenmodelle, eine Bienenwand, Nistkästen und Informationen zu verschiedenen Biotoptypen.
Für Radtouren lässt sich Fahrradverleih mit Radrouten durch Wälder in Richtung Ostseeküste und Holsteinische Schweiz kombinieren. Prüfen Sie vor dem Losfahren die aktuellen Routenbedingungen. Für Kinder bietet die Minigolfanlage im Kurpark eine Aktivität im Freien; informieren Sie sich vorab über ihre Verfügbarkeit und den saisonalen Betrieb.
Kapelle, Architektur und Kunst
Die Georgskapelle, auch Siechenkapelle St. Georg genannt, ist mit dem Leprosenhospital von 1258 verbunden; das Hospital erhielt 1289 eine Kapelle. Der hochgotische Backsteinbau hat auf jeder Seite drei Spitzbogenfenster und ein Satteldach. Heute wird die Kapelle für Gottesdienste und kleine Konzerte genutzt. Prüfen Sie vor einer Besuchsplanung die aktuelle Nutzung.
Am Marktplatz steht das ehemalige Gerichtsgebäude, ein Baudenkmal aus den Jahren 1909/1910 im Stil der Neorenaissance. Im Kurpark befindet sich das Pythagoraeder: ein Kunstwerk aus poliertem Edelstahl, etwa 3,5 Meter hoch. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch den aktuellen Standort des Kunstwerks.
Kurortgeschichte und lokale Identität
Schwartau erhielt 1913 die offizielle Anerkennung als Kurort; seither trägt der Ort den Namen Bad Schwartau. Eine weitere Facette der Ortsgeschichte ist die örtliche Industrie: Die Geschichte der Schwartauer Werke begann 1899 in Bad Schwartau. Mit den Werken ist auch der Beiname »Marmeladenstadt« verbunden. Zusammen verweisen der Ortsname und der Beiname auf zwei unterschiedliche Aspekte der Stadtgeschichte – die Kurortanerkennung und die Unternehmensgeschichte.
Anreise und Planung
Bad Schwartau liegt in der Lübecker Bucht im südlichen Schleswig-Holstein. Von Lübecks ZOB führen mehrere direkte Buslinien nach Bad Schwartau. Wenn Sie mit dem Bus anreisen, prüfen Sie vorab die aktuellen Linien und Fahrpläne. Für Ihre Planung können Sie so Anreise, Spaziergänge, Naturbeobachtung und Besuche der historischen Bauwerke als unterschiedliche Schwerpunkte Ihres Aufenthalts betrachten.
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