Rastorf lässt sich über zwei unterschiedliche Blickwinkel erschließen: das Moor- und Schwentinetal sowie Bauwerke und Wege an der Schwentine. Das FFH-Gebiet Moorweiher bei Rastorf verbindet eine konkrete Flächengröße mit mehreren benannten Lebensraumtypen; Brücken, Gut und Mühlengeschichte ergänzen den Naturfokus. Für die Planung ist auch der Unterschied zwischen einer rund sieben Kilometer langen Radtour und der längeren Schusteracht hilfreich. Ein Abschnitt zwischen Rastorfer Mühle und Rosenfeld verlangt dabei besondere Aufmerksamkeit.
Moorweiher und Schwentinetal
Der Moorweiher bei Rastorf ist ein 55 Hektar großes FFH-Gebiet in einem Seitental der Schwentine nördlich von Gut Rastorf. Zu den Lebensraumtypen gehören Übergangs- und Schwingrasenmoore, Waldmeister-Buchenwald und Moorwälder. Der Name Moorweiher lenkt den Blick auf ein Gewässer; die genannten Lebensraumtypen umfassen aber auch Waldlebensräume. Gut Rastorf wiederum ist mit der reizvollen Landschaft des Schwentinetals verbunden.
Ein weiterer Naturbezug ist das 19 Hektar große Naturschutzgebiet Altarm der Schwentine, das sich bis an die Rastorfer Mühle erstreckt. Eine Informationstafel beschreibt die Lebensräume und Arten des Gebiets. Zusammen mit dem Moorweiher ergeben sich so unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Naturinteressierte: ein FFH-Gebiet mit Moor- und Waldlebensräumen und ein Naturschutzgebiet am Altarm der Schwentine.
Brücken, Gut und Mühlengeschichte
Die geschützte Rastorfer Bogenbrücke überspannt die Schwentine. Die Weiße Brücke ist eine lokale Sehenswürdigkeit zwischen Schwentinental und Rosenfeld. Beide Bauwerke geben der Schwentine auch in der Ortsbeschreibung eine klare Rolle, ohne dass sie miteinander gleichzusetzen sind.
Gut Rastorf ist eine lokale Sehenswürdigkeit am Gutskontor Torhaus und mit markanten spätbarocken Giebeln verbunden. Eine weitere bauliche Station ist die St.-Ansgar-Kapelle an der Adresse Wildenhorster Weg 14 in Rastorf. Am Moorsehdener Weg liegt zwischen Rosenfeld und Rehburg ein Hügelgrab. Diese Ziele setzen unterschiedliche Akzente: von der Baukultur am Gut bis zu einem archäologischen Ort im Landschaftsraum.
Auch die Rastorfer Mühle hat eine industrielle Geschichte. Sie wurde 1904 auf Initiative Bernhard Howaldts zu einem Wasserkraftwerk ausgebaut, um die Howaldt-Werft zu versorgen. 1909 entstand ein zweites Kraftwerk am Rosensee. So reicht der thematische Bogen von spätbarocken Giebeln bis zur Nutzung der Wasserkraft zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Radrouten mit unterschiedlichen Maßstäben
Eine Wegführung folgt am Rastorfer Ufer des Rosensees nach Rosenfeld und führt anschließend über die Dorfstraße und einen rauen Weg zur Weißen Brücke. Beim Radfahren ist der Abschnitt zwischen Rastorfer Mühle und Rosenfeld besonders zu beachten: Er kann schmal, wurzelreich und steil neben der Schwentine verlaufen. Wenn Sie mit kleinen Kindern Rad fahren, sollten Sie diesen Abschnitt meiden. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen vor Ort, bevor Sie losfahren.
Eine rund sieben Kilometer lange Radrunde startet am Rathaus Schwentinental und führt über Oppendorfer Mühle, die Schwentine, den Rosensee und die Weiße Brücke. Als deutlich längere regionale Route führt die Schusteracht in einer Acht rund um Preetz und ist etwa 74 Kilometer lang. Sie ist als Rad- und Wanderroute angelegt; das integrierte Netz richtet sich an Radfahrende, Gehende und Reitende und berücksichtigt auch Wasserwandernde. Die beiden Längen geben Ihnen einen ersten Vergleich des Umfangs, während die konkrete Routenwahl von den aktuellen Bedingungen abhängt.
Im übergeordneten Reiseziel Plön
Im übergeordneten Reiseziel Plön liegt der Kreis Plön zwischen Ostsee und Holsteinischer Schweiz und verfügt über etwa 50 Kilometer Ostseeküste. Zum Kreis gehören rund 80 Seen, darunter der Große Plöner See mit 29 Quadratkilometern und der Selenter See mit 22 Quadratkilometern. Weite Teile des Kreisgebiets gehören zum Naturpark Holsteinische Schweiz, der sich über 75.000 Hektar erstreckt und Raum für Naturerlebnisse sowie seltene Tiere bietet. Diese regionale Einordnung ergänzt Rastorfs eigene Themen um die größeren Landschaftsbezüge des Reiseziels Plön.
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