Großenwiehe bietet zwei Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: die St. Laurentius-Kirche mit ihrer langen Bau- und Ausstattungsgeschichte und eine frei zugängliche Rundwanderung durch den Ort. Großenwiehe liegt ungefähr 12 km südwestlich von Flensburg in der Schleswigschen Geest. So stehen kulturhistorische Details und eine Runde mit dem Lindewitter Forst als eigenständige Schwerpunkte zur Wahl.
Zu Fuß durch Großenwiehe
Die Rundwanderung führt durch Großenwiehe, folgt dem Verlauf des Radwegs Nr. 3 und bezieht den Lindewitter Forst sowie die Großenwieher Kirche als Sehenswürdigkeiten ein. Damit ist die Kirche nicht nur ein Thema der Ortsgeschichte, sondern auch ein Motiv der Wegbeschreibung. Der Wald setzt daneben einen weiteren Schwerpunkt. Wer den Ort zu Fuß erkundet, findet so Kultur- und Naturmotive innerhalb derselben Rundtour.
Die Baugeschichte von St. Laurentius
Die St. Laurentius-Kirche wurde wahrscheinlich zwischen 1170 und 1190 als Feldsteinkirche errichtet. Turm und Vorhalle kamen 1747 hinzu. Die beiden Zeitangaben markieren deutlich getrennte Bauphasen. Für die zeitliche Einordnung ist wichtig, 1747 auf Turm und Vorhalle zu beziehen, nicht auf die Entstehung der gesamten Kirche. So lassen sich die wahrscheinliche Datierung des frühen Baus und die klar datierten Ergänzungen des 18. Jahrhunderts auseinanderhalten.
Ausstattung und frühere Funktionen
Im Vorraum befindet sich eine alte Opferkasse aus Eiche mit dreifachem geschmiedetem Schloss. Früher diente sie Gemeindemitgliedern als Safe und Sparkasse. Ebenfalls in der Vorhalle steht der ehemalige reservierte Kirchenstuhl von Christina Friedebeck. Im Altarbereich befindet sich ein Taufbecken mit geschnitztem Deckel aus dem Jahr 1794; die Kanzel stammt aus dem Jahr 1630. Die Madonna mit Jesus aus dem 14. Jahrhundert gehört zu den Sehenswürdigkeiten der Kirche. Auch die zwei Paare von Altarleuchtern zeigen eine zeitliche Spannweite: Sie datieren in das 15. und 18. Jahrhundert.
Auch die früheren Kirchentüren waren historisch mit unterschiedlichen Rollen verbunden: Zu verschiedenen Zeiten gab es eine Totentür und eine Frauentür. Diese Begriffe gehören damit zu einer eigenen Schicht der Kirchengeschichte, neben Bau, Ausstattung und der früheren Funktion der Opferkasse.
Orientierung für die Anreise
Für die Straßenorientierung verbinden unterschiedliche Routen Großenwiehe mit der weiteren Region: Die Landesstraße 12 führt in Richtung Nordfriesland und Nordsee, während die B 200 eine Verbindung Richtung Flensburg bietet. Zur Autobahn sind es mit dem Auto ungefähr 15 Minuten. Diese Fahrzeit hängt von Verkehr und Streckenbedingungen ab. Wenn sie für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie die Route vor der Abfahrt.
Geschichtlicher Kontext in Schleswig-Flensburg
Im übergeordneten Reiseziel Schleswig-Flensburg gehören Haithabu und das Danewerk seit Juni 2018 zum UNESCO-Welterbe. Vom Danewerk sind noch heute mehr als 25 Kilometer des Walls erhalten. In Idstedt informieren die historische Erinnerungsstätte und das Museum über die deutsch-dänische Geschichte rund um die Erhebung von 1848 und die Schlacht bei Idstedt. Diese regionalen Themen geben einen weiteren geschichtlichen Rahmen, während die St. Laurentius-Kirche Großenwiehes eigene Bau- und Ausstattungsgeschichte erkennen lässt.
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