Sterup ist als Erholungsort ausgewiesen und gehört zur Tourismusregion Ostseefjord-Schlei. Eine konkrete Möglichkeit, Natur und Kultur zu verbinden, bietet der vier Kilometer lange, mittelschwere Rundweg des Natur- und Kulturpfads, der in Sterup beginnt. Der Weg präsentiert 14 Sehenswürdigkeiten; Sankt Laurentius ist eine Station. So verbindet die Route Landschaft und kulturelle Anlaufpunkte auf einem Weg.
Wandern durch die Lippingau-Landschaft
Vom Endmoränenrücken führt die Route ins Lippingau-Tunneltal. Sie verläuft am Schönungsteich, einem Biotop, und durch Buchenwald sowie Steruper Bachschluchten. Auf derselben Wanderung kommen damit verschiedene Elemente der eiszeitlich geprägten Kulturlandschaft zusammen: der Höhenzug, das Tal, der Biotopteich, Wald und Bachschluchten. Die unterschiedlichen Landschaftsformen prägen den Wegverlauf und geben der Naturseite des Pfads konkrete Bezugspunkte.
Infotafeln ergänzen die Eindrücke unterwegs mit Erklärungen zu Pflanzen, Natur und Geologie sowie zu kulturgeschichtlich bedeutsamen historischen Gebäuden. Das Themenspektrum verbindet die Landschaft mit ihrer Geschichte: Neben Natur und geologischen Zusammenhängen nimmt der Pfad auch Bauwerke in den Blick. Er wurde 2015 eröffnet und bietet mit seinen 14 Sehenswürdigkeiten einen klar umrissenen Rahmen für die Wanderung.
Sankt Laurentius: Geschichte über mehrere Jahrhunderte
Die Kirche ist eine Station des Natur- und Kulturpfads. Ihre Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück; zunächst war sie eine Filialkapelle der St.-Marien-Kirche in Esgrus. An ihrem Westturm lässt sich eine spätere Veränderung ablesen: Der frühere hölzerne Turm wurde 1887–1888 durch einen 52 Meter hohen Backsteinturm ersetzt.
Auch die Ausstattung umfasst unterschiedliche Zeitstellungen. Zur Kirche gehören ein spätgotischer Flügelaltar aus der Zeit um 1500 und ein spätgotischer Seitenaltar aus dem 16. Jahrhundert. Ein Riffelbild von Hans Breckenfeld ist auf 1751 datiert. Zusammen ergeben diese Angaben eine zeitliche Folge vom kirchlichen Ursprung im Mittelalter über spätgotische Altäre bis zu einem Werk aus dem 18. Jahrhundert. Wer sich für Geschichte und Baukunst interessiert, findet so mehrere klar datierte Aspekte an derselben Station des Rundwegs.
Hofprodukte und wechselnde Auswahl
Zum Angebot eines Hofladens gehören hausgemachte Fruchtprodukte, neue Küchenkreationen, hausgemachte Leberwurst und Apfelsaft aus den Äpfeln des Hofes. Das Sortiment variiert je nach Saison und Verfügbarkeit. Ebenfalls angeboten werden Eier von den hofeigenen Hennen und saisonal zubereitetes Schweinefleisch; die Verfügbarkeit beider Produkte ist saisonal und begrenzt. Die Auswahl verbindet Obstverarbeitung, herzhafte Erzeugnisse und Küchenprodukte, bleibt aber an Saison und Verfügbarkeit gebunden.
Bei Timm’s Erdbeerhof gibt es Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren zum Selbstpflücken und an verschiedenen Ständen zu kaufen. Selbstpflücke und Verkauf sind saisonal. Einen anderen zeitlichen Rhythmus hat der Selbstbedienungsladen Timms Hofschätze: Dort sind handgemachte Produkte aus der Hofküche ganzjährig erhältlich, wobei das Sortiment wechselt. Außerdem bietet der Laden Kunsthandwerk und Geschenkideen an; auch diese Auswahl kann sich ändern. Damit unterscheiden sich die Angebote in ihrer Saisonbindung: Beeren und Selbstpflücke sind saisonal, während handgemachte Hofküchenprodukte ganzjährig verfügbar sind, aber nicht in einer unveränderlichen Auswahl.
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