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Für einen Aufenthalt in Grabau lassen sich drei Themen unterscheiden: Radfahren auf einer ehemaligen Bahntrasse, Naturerlebnis im Wald und die Geschichte von Gut, Landsitz und Kapelle. Sie können die Planung an einer Streckenfahrt, einem Naturbesuch oder historischen Bauformen ausrichten.

Mit dem Rad auf ehemaliger Bahntrasse

Der BahnRadWeg Route A ist eine 27 Kilometer lange Radstrecke von Bad Oldesloe über Grabau nach Henstedt-Ulzburg. Er folgt dem früheren Korridor der Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer-Eisenbahn AG. Der Bahnverkehr wurde 1973 eingestellt; später wurde der Korridor in einen Radweg umgewandelt. Die Route führt damit auf einer früheren Eisenbahntrasse durch Grabau und weiter zu ihren beiden Endpunkten.

Am Ende der Route liegt der Bahnhof Henstedt-Ulzburg nahe. Von dort bestehen Bahnverbindungen nach Hamburg. Prüfen Sie vor der Reise die Fahrpläne und die Zugangsbedingungen. Eine weitere regionale Radtour führt durch den Erholungswald Grabauer Forst bis zum Grabauer See. So stehen unterschiedliche Radziele zur Wahl: eine Verbindung zwischen Bad Oldesloe und Henstedt-Ulzburg oder eine Tour durch den Forst zum See.

Waldwege und Naturerlebnis Grabau

Naturerlebnis Grabau ist frei zugänglich und lässt sich unabhängig erkunden; das Gelände wird direkt über den BahnRadWeg A erreicht. Ein Netz von Wegen führt durch den umliegenden Wald. Die Wegverhältnisse können sich ändern, daher lohnt sich vor dem Besuch ein aktueller Blick auf die Bedingungen.

Der Waldlehrpfad hat Stationen zu Forstwirtschaft, Erlenbruch, Klang und Vogelbeobachtung sowie einen Barfußpfad und Bäume, die Fledermäusen und Spechten gewidmet sind. Hinzu kommen ein Waldspielplatz und ein Niedrigseilgarten. Einzelne Stationen können sich ändern. Damit lässt sich der Wald auf verschiedene Weise erkunden: über die Wege, anhand der Themenstationen oder mit den zusätzlichen Spiel- und Bewegungsangeboten.

Findlinge aus dem Kreis Stormarn

Am Radweg liegt der Grabauer Findlingsgarten mit 30 Findlingen aus dem Kreis Stormarn. Sie stammen aus geologischen Formationen der vergangenen drei Eiszeiten. Fast alle in Skandinavien vorkommenden Gesteinsarten sind dort vertreten; bei den größeren Steinen überwiegen Granit und Gneis. Der Garten bietet damit einen eigenen geologischen Schwerpunkt entlang der Rad- und Naturthemen in Grabau: Im Mittelpunkt stehen nicht Baugeschichte oder Waldstationen, sondern Gesteinsarten und ihre Einordnung in die Erdgeschichte.

Gutsgeschichte und unterschiedliche Bauformen

Gut Grabau ist ein ehemaliges Adelsgut. Das Herrenhaus stammt aus dem Jahr 1804, die Wurzeln des Guts reichen zu einem älteren Meierhof zurück. Gut Grabau ist historisch, künstlerisch, städtebaulich und kulturlandschaftlich prägend. Der Landsitz „Schloss Grabau“ wurde 1906 bis 1908 als zweigeschossige, schlossartige Villa im englischen Landhausstil errichtet. Zu seiner Gestaltung gehören Elemente der English Gothic Revival und des Jugendstils.

Zum Gutspark gehören ein etwa zwölf Hektar großer Landschaftspark und Villengarten, ein Teich sowie zwei reetgedeckte Pavillons. Der Zugang kann privat geregelt sein; klären Sie ihn vor einem Besuch. Auch die Kapelle Grabau ergänzt die Baugeschichte des Orts: Sie ist eine ehemalige Begräbniskapelle aus den Jahren 1923/24, gestaltet in neugotischen Formen mit Einflüssen des späten Jugendstils. In der Kapelle befindet sich eine Madonna-mit-Kind-Figur aus Marmor von Stanislaus Cauer aus Königsberg.

Für die Planung lassen sich die Schwerpunkte gut auseinanderhalten: Route A gibt eine 27 Kilometer lange Radverbindung vor, während Naturerlebnis Grabau Waldwege und einen Lehrpfad bietet. Gut, Landsitz und Kapelle stehen für unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte und Baukunst. So können Sie entscheiden, ob Radfahren, Natur oder historische Architektur den Aufenthalt in Grabau prägen soll.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Stormarn.

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