Die Trave gibt Klein Wesenberg einen konkreten Schwerpunkt für eine Reise: Kanutouren auf einem ruhigen Flussabschnitt. Als zweites lokales Thema tritt die neugotische Kirche mit ihrer Baugeschichte und den geschützten Glasfenstern hinzu.
Kanu auf der Trave
Auf dem ruhigen unteren Abschnitt der Trave zwischen Bad Oldesloe und Lübeck gelten Kanutouren als besonders geeignet für Anfängerinnen und Anfänger sowie Gruppen. In Klein Wesenberg gibt es am Fluss eine Ein- und Ausstiegsstelle für Kanus; von dort sind kürzere Touren flussaufwärts oder flussabwärts möglich. Eine längere Route führt von Bad Oldesloe über Klein Wesenberg bis Hamberge (Reecker Brücke): Sie ist 18 Kilometer lang und dauert etwa vier Stunden.
Die Zeitangabe gibt einen konkreten Rahmen für die Tourenplanung. Da die Wasserverhältnisse variieren können, prüfen Sie vor dem Paddeln die örtlichen Wasserweginformationen, die Bedingungen am Gewässer und die Hinweise zur Flusssicherheit. So behalten Sie sowohl die ungefähre Dauer der längeren Strecke als auch die aktuellen Bedingungen im Blick.
Kirche und Baugeschichte
Die Kirche in Klein Wesenberg wurde 1885 als neugotischer Bau eingeweiht. Einrichtungsstücke aus der früheren Kirche sind erhalten geblieben; unter den geschützten Glasfenstern befindet sich ein Altarfenster mit der Darstellung der Auferstehung. Das Baujahr und die übernommenen Ausstattungsstücke verbinden den heutigen Kirchenbau mit seiner Vorgeschichte. Die Fenster setzen dazu einen eigenen Akzent innerhalb der Architektur.
Weitere Ausflugsansätze in Stormarn
Als übergeordnetes Reiseziel bietet Stormarn eigenständige Anlässe für Natur-, Rad- und Kulturinteressen. Der Naturerlebnispfad „Rund um den Herrenteich“ in Reinfeld ist ein vier Kilometer langer Rundweg mit 16 Stationen direkt am Rand des Naturschutzgebiets „Oberer Herrenteich“. Die Hahnheide ist Stormarns größtes Naturschutzgebiet und bietet ausgedehnte Wandermöglichkeiten. Das Brenner Moor ist Schleswig-Holsteins größtes binnenländisches Salzmoor; dort gibt es einen Abschnitt auf einem Holzbohlenweg und einen Stationenpfad mit zehn Beobachtungspunkten. Die Beispiele unterscheiden sich also durch ihre konkrete Form: ein Rundweg mit ausgewiesener Länge und Stationen, ausgedehnte Wandermöglichkeiten oder Wege mit Beobachtungspunkten im Moor.
Auch für Radtouren gibt es in Stormarn verschiedene Ansätze. Das regionale Angebot umfasst mehr als 20 Radrundtouren, darunter zwei Kirchenrouten sowie die Karpfen- und die Limestour. Die BahnRadWege verlaufen auf den Trassen dreier ehemaliger Bahnstrecken. Eine thematische Variante ist der Krimi-Trail „Postzugraub auf der Staatsbahntrasse“: Auf dem BahnRadWeg B verbindet er eine Radtour mit einem Rätselerlebnis und einer fiktiven historischen Ermittlung zu einem Postzugraub. So stehen Rundtouren und ein mit einer Geschichte verbundenes Rätselerlebnis als unterschiedliche Optionen nebeneinander.
Stormarns Kulturziele setzen ebenfalls verschiedene Schwerpunkte. Schloss Ahrensburg wurde 1585 fertiggestellt und dient seit 1955 ununterbrochen als Museum. Das Gut Jersbek stammt aus dem 16. Jahrhundert und wird seither bewirtschaftet; sein Barockgarten aus dem 18. Jahrhundert ist für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Schloss Reinbek ist ein Bau im Stil der niederländischen Renaissance, wurde von 1572 bis 1576 errichtet, umfassend restauriert und dient als Kultur- und Kommunikationszentrum. Museum, historischer Garten und Kulturzentrum bieten damit unterschiedliche kulturelle Anknüpfungspunkte innerhalb Stormarns.
Weitere Reiseziele entdecken: Delingsdorf, Tangstedt, Großensee, Ahrensburg, Witzhave, Glinde, Heilshoop, Travenbrück.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Stormarn.