Altenburg bietet für eine Kulturpause unterschiedliche Schwerpunkte: Kunstsammlungen, Stadtgeschichte, Kirchen und Naturkunde. Besonders anschaulich wird ihre Verbindung im Schlosspark, der unter anderem das Residenzschloss, das Lindenau-Museum und das Mauritianum miteinander verbindet. So können Sie Ihre Zeit nach dem Interesse an Kunst, Architektur oder Naturkunde ausrichten.
Schlosspark und Sammlungen
Im Schlosspark prägen verschlungene Wege und alter Baumbestand das Bild. Zu den historischen Gebäuden gehören die Orangerie und das Teehaus, außerdem die Agneskirche und der Marstall. Der Park ist damit nicht nur ein Ort für Wege zwischen den Sehenswürdigkeiten, sondern bietet auch eigene architektonische Anlaufpunkte.
Das Lindenau-Museum besitzt 180 kostbare Tafeln früher italienischer Malerei aus dem 13. bis 16. Jahrhundert. Es beherbergt die größte Sammlung frühitalienischer Tafelbilder außerhalb Italiens. Wer sich für Malerei interessiert, findet hier einen klar umrissenen Schwerpunkt, während das Schloss- und Spielkartenmuseum andere Seiten der Stadtgeschichte aufgreift.
Im Altenburger Schloss behandeln dessen Ausstellungen die Geschichte des Skatspiels und des Herzogtums Sachsen-Altenburg. Das Skatspiel wurde 1813 von Altenburgern erfunden. Im Naturkundlichen Museum Mauritianum im Schlosspark stehen dagegen eine historische Vogelsammlung, Fossilien aus Braunkohletagebauen und ein interaktiver Bereich zur lokalen Flora und Fauna im Mittelpunkt. Die Sammlungen und Themen setzen unterschiedliche Akzente – von Kunst und Spielkarten bis zur Naturkunde.
Architektur und Stadtgeschichte
Die Roten Spitzen sind die erhalten gebliebenen romanischen Türme des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts. Seit 2006 sind sie als national bedeutsames Kulturdenkmal anerkannt. Auch die Krypta der St. Bartholomäikirche reicht weit zurück: Sie stammt aus der Hochromanik; die Kirche gilt als Altenburgs älteste.
Am Altenburger Marktplatz steht das Renaissance-Rathaus. Zu seinen Merkmalen gehören ein achteckiger Treppenturm mit Kuppel und Laterne, eine Monduhr sowie ein Erker mit Reliefdarstellungen und Giebeln. Der Blick auf diese Details ergänzt die Zeugnisse romanischer Baugeschichte um eine andere Epoche und eine andere Formensprache.
Mitmachen und Entdecken
In der interaktiven KartenMACHERwerkstatt können Sie selbst ein Kartenspiel herstellen – mit traditioneller oder moderner Technik. Prüfen Sie die Verfügbarkeit des Workshops vor der Reise. Das Erlebnisportal Altenburg am Markt 2 liegt unmittelbar neben dem Rathaus und verbindet analoge und digitale Erlebnisse zu Sehenswürdigkeiten in Altenburg, im Altenburger Land und in Thüringen. Dazu gehören eine Kamerafahrt über die Dächer Altenburgs, Hörstationen zu besonderen Orten und der Klang der Trostorgel in einer Sounddusche.
Eine weitere Perspektive bietet der Hausmannturm in der Mitte des Schlossgeländes, der die übrigen Gebäude überragt. Über einen stufenlosen Wendelgang gelangt man hinauf; durch die Fenster blickt man über die Dächer Altenburgs und die umliegende Landschaft. Bestätigen Sie den Besucherzugang vor der Reise. Im Residenzschloss finden täglich um 11, 13 und 15 Uhr Führungen statt, die unter anderem Zugang zum Festsaal und zur Schlosskirche ermöglichen. Prüfen Sie die aktuellen Führungszeiten vor Ihrem Besuch.
Ein weiterer Ausflugspunkt
Der Altenburger Inselzoo liegt auf einer Insel im Großen Teich. Er wurde in den 1950er-Jahren als Heimattiergarten mit Vivarium erbaut. Dort leben vorwiegend einheimische Tiere, darunter Ziegen, Uhus und Meerschweinchen; zum Bestand gehören auch Huftiere, Pelztiere, Greifvögel, Kleinvögel und eine Fasanerie. Das ergänzt die Naturkunde des Mauritianums um die Begegnung mit Tieren an ihrem eigenen Ort.
Weitere Reiseziele entdecken: Rositz, Saara, Vollmershain, Ziegelheim, Windischleuba, Gößnitz, Lumpzig, Pleißenaue.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Altenburger Land.