Schmerbach verbindet ein prägendes Ortsbild mit zwei Festtraditionen und einer benannten Regionalroute. Die alten Laufbrunnen, das Brunnenfest und das Köhlerfest geben dem Ort verschiedene kulturelle Bezüge; die Regionalroute 2 „Am Großen Inselsberg“ ergänzt diese Themen um einen regionalen Routenbezug. Für die Aufenthaltsplanung lässt sich zunächst ein Schwerpunkt wählen: Ortsbild, Veranstaltungszeit oder Route.
Alte Laufbrunnen im Ortsbild
Die alten Laufbrunnen prägen das Ortsbild Schmerbachs und wurden bei der Neugestaltung der Straßen und Plätze einbezogen. Dadurch verbindet sich die Betrachtung der Brunnen mit der Gestaltung des Ortes insgesamt. Das ist ein anderer Zugang zur Ortsgeschichte als die Festtradition allein: Hier steht die Einbindung eines konkreten Elements in das Straßen- und Platzbild im Vordergrund.
Brunnenfest und Köhlertradition
Das Brunnenfest findet alljährlich am Pfingstsonntag statt. Es erinnert daran, dass 1861 die hölzernen Tröge an den öffentlichen Brunnen durch steinerne ersetzt wurden. Der Anlass verbindet eine wiederkehrende Feier mit einem genau benannten Wandel an den Brunnen. Das Köhlerfest findet in der ersten Juliwoche statt und pflegt die örtliche Tradition der Holzkohleherstellung. Rund um den Kohlenmeiler können Gäste die Herstellung von Holzkohle beobachten; hier steht also das Handwerk im Mittelpunkt, während das Brunnenfest eine Veränderung an den Brunnen in Erinnerung hält.
Die beiden Festzeiten bieten unterschiedliche Anlässe für einen Aufenthalt: Pfingstsonntag oder die erste Juliwoche. So können Sie den Zeitraum gezielt nach dem Festthema wählen, das Sie besonders interessiert.
Ein regionaler Routenbezug
Die Regionalroute 2 „Am Großen Inselsberg“ führt über Schmerbach. Damit kommt zu den Festen und den Laufbrunnen ein weiterer Bezugspunkt hinzu. Für die Reiseplanung können Sie unterscheiden, ob ein Veranstaltungsthema oder die Einordnung Schmerbachs in diese benannte Regionalroute den Ausschlag gibt. Die Route ist dabei ein eigener Aspekt des Ortes, nicht die Erklärung für seine Brunnen- oder Köhlertradition.
Weitere Kulturthemen in Waltershausen
Wer den Blick über Schmerbach hinaus auf Waltershausen richtet, findet in Schnepfenthal weitere Kultur- und Geschichtsthemen. Die GutsMuths-Gedächtnishalle Schnepfenthal ist ein Haus für Sport und Kultur. Sie vermittelt Informationen zu Geschichte, Natur, GutsMuths und dem Rennsteiglauf und hat sich als Galerie mit Sonderausstellungen etabliert. Im Außenbereich der Halle stehen Erläuterungstafeln zu GutsMuths und seinen Zöglingen sowie Bäume aus allen Erdteilen. Zu den Sehenswürdigkeiten in Schnepfenthal gehören außerdem der historische Friedhof in der Hardt, ein altes Gutshaus und das Gymnasium Salzmannschule.
In Waltershausen selbst stammt der Festsaal von Schloss Tenneberg aus dem Jahr 1719. Er ist einer der drei erhaltenen Barockräume des Schlosses und besitzt ein Deckengemälde des Thüringer Hofmalers Johann Heinrich Ritter. Auch die Stadtkirche „Zur Gotteshilfe“ setzt einen eigenen architektonischen Akzent: Sie gilt als Thüringens erster großer barocker Zentralkirchenbau und als Vorläuferin der Dresdner Frauenkirche in Grundriss und Bauausführung. Ihre Orgel verfügt über drei Manuale, 53 klingende Register und 2.806 Pfeifen. Diese Waltershausener Themen ergänzen den Blick auf Schmerbach, ohne dessen eigene Brunnen- und Festtraditionen zu ersetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Winterstein
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Emsetal.