Wer in Wurzbach einen Ort mit Technikgeschichte sucht, findet in der Gießerei Heinrichshütte einen klaren Schwerpunkt. Das technische Museum ist familien- und kinderfreundlich; Besucher dürfen Exponate anfassen. Sammlungsstücke und Vorführungen eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Gießereiwesens.
Die Heinrichshütte: Geschichte und Vorführungen
Die Gießerei geht auf das Jahr 1729 zurück; ihren regelmäßigen Betrieb stellte sie 1982 ein. Die Ausstellung umfasst gusseiserne Öfen, Kaminplatten und historische Schmiedetechnik. Vorführungen vermitteln die Geschichte des Gießereiwesens und Wissenswertes über das Hüttenwesen im 18. Jahrhundert. So treffen in der Heinrichshütte konkrete Objekte auf die Geschichte eines Handwerks und eines Industriezweigs.
Auch funktionsfähige Modelle von Heißluftmotoren werden vorgeführt. Eine Dampfmaschine gilt als besondere Attraktion und wird als größte und stärkste Europas bezeichnet. Während die Ausstellung historische Gegenstände und Schmiedetechnik zeigt, führen die Modelle technische Funktionsweisen vor – zwei verschiedene Perspektiven auf den Schwerpunkt des Museums.
Wandern und Kunst in Wurzbach
In Wurzbach kommen weitere, deutlich andere Themen hinzu. Mehr als 120 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege laden dazu ein, die Mittelgebirgslandschaft zu erkunden. Am Markt steht ein farbenfroh von Michael Fischer-Art aus Leipzig bemalter Trafo-Turm. Wandern und Kunst im Ortsbild ergänzen die Industriegeschichte um eigene Anlässe, Wurzbach in die Reiseauswahl aufzunehmen.
Saale-Orla als größerer Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Saale-Orla ist die Wasserlandschaft ein eigener Schwerpunkt. Die Saale bildet mit der etwa 80 Kilometer langen und fünfmal gestauten Saalekaskade das größte zusammenhängende Stauseegebiet Europas, das Thüringer Meer. Der Bleilochstausee ist Deutschlands größter Stausee. Für die Reiseentscheidung stehen damit Wasserlandschaft im Saale-Orla und Technikgeschichte in Wurzbach als unterschiedliche Themen nebeneinander.
Auch das Museum Schloß Burgk bietet im Saale-Orla einen eigenen Kulturakzent. Es beherbergt historische Wohn- und Schauräume mit kostbarem Interieur sowie Sammlungen und Ausstellungen. Die Exlibris-Sammlung umfasst mehr als 200.000 Blätter und ist die größte Spezialsammlung des Museums. Im Museum finden außerdem Konzerte und Feste statt; einzelne Termine variieren. Prüfen Sie die konkreten Termine, wenn Sie gezielt ein Konzert oder Fest einplanen.
Ein anderer Museumszugang erwartet Sie im Museum642: Groß und Klein können dort die Geschichte Pößnecks auf einer individuellen multimedialen Tour erkunden, die alle Ebenen des Museums einbezieht. Im Vergleich zu den historischen Wohn- und Schauräumen und Sammlungen von Schloß Burgk steht hier die Stadtgeschichte im Mittelpunkt der Tour.
Die Wysburg bei Weisbach ist eine archäologische Ausgrabungsstätte einer alten Raubritterburg und ein Ausflugsziel. Am Bismarckturm bei Neustadt an der Orla führt unmittelbar der mittelalterliche Höhenweg Hohe Straße vorbei; der Turm ist 32,65 Meter hoch. Ein weiterer Wanderschwerpunkt des Saale-Orla ist der Rennsteig: Der 168 Kilometer lange Weg beginnt oder endet in Blankenstein.
Weitere Reiseziele entdecken: Bucha, Stanau, Bad Lobenstein, Blankenstein, Dittersdorf, Neundorf, Kospoda, Lausnitz bei Neustadt an der Orla.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saale-Orla.