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Meiningen verbindet Residenzgeschichte, Theaterkultur und Wege in die Landschaft. Schloss Elisabethenburg, die Altstadt, der Englische Garten und die Werra setzen unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt. So lässt sich Kultur mit Spaziergängen kombinieren, ohne dass ein einzelnes Thema den ganzen Besuch bestimmen muss. Bei der Suche nach einem Hotel in Meiningen können Sie sich zunächst fragen, ob Museen und Theatergeschichte oder Natur und Bewegung Ihren Aufenthalt prägen sollen.

Residenz, Altstadt und Theater

Schloss Elisabethenburg wurde von 1682 bis 1692 unter Bernhard I. als Residenz des Herzogtums Sachsen-Meiningen erbaut. Heute ist es Sitz der Meininger Museen und ein bedeutendes Kulturdenkmal unter der Schirmherrschaft der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach. Im Museum im Schloss sind Werke der Malerei, der Plastik und des Kunsthandwerks zu sehen. Das Schloss verbindet damit seine Residenzgeschichte mit mehreren Kunstformen unter einem Dach.

In der Meininger Altstadt bildet die Stadt- oder Marienkirche „Unserer lieben Frauen“ den Mittelpunkt. Ihre Türme sind 50 Meter hoch und geben der Kirche ein markantes Merkmal im Stadtbild. Wer sich für die Theatergeschichte Meiningens interessiert, findet im Theatermuseum „Zauberwelt der Kulisse“ ein anderes kulturhistorisches Thema: Zu sehen sind ein etwa 14 Meter langes Bühnenbild, Kostüme, Theaterzettel und Autografen aus der Geschichte des Meininger Theaters.

Gartenräume und Wege an der Werra

Im Englischen Garten stehen auf Anregung des früheren Herzogs Georg II. Denkmäler für Jean Paul, Johannes Brahms und Max Reger. Unter ihnen ist das weltweit erste Denkmal für Johannes Brahms. Der Schlosspark bietet einen weiteren Zugang ins Freie: Er wurde in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt und besitzt eine 1883 von Eduard Fritze entworfene Bogenbrücke über die Werra. Direkt an der Werra gelegen, ist der Park außerdem ein Ausgangspunkt für Freizeitaktivitäten und Wanderungen.

Mehr als zehn Spazier- und Wanderrouten in Meiningen reichen von drei bis zwölf Kilometern. Auf ihnen können Sie den Spuren von Johannes Brahms, Ludwig Bechstein und Friedrich Schiller folgen. Die Streckenlängen eröffnen eine konkrete Wahl zwischen kürzeren und längeren Wegen; die Namen geben den Touren zugleich einen kulturellen Bezug. Auch die Landschaft rund um Meiningen lässt sich unterschiedlich erleben: Sie liegt zwischen Rennsteig und Rhön und bietet Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und gemütlichen Paddeln auf der Werra.

Höhlen als eigener Ausflugsschwerpunkt

Oberhalb von Meiningen liegt die Goetz-Höhle, die als Europas größte und einzige begehbare Spaltenhöhle gilt. Nach dem Höhlenbesuch lässt sich der Blick über die Stadt aus dem höchsten Biergarten Meiningens schweifen. So treffen bei diesem Ausflug ein Naturerlebnis und eine Aussichtsperspektive auf Meiningen zusammen.

Im näheren Umfeld von Meiningen bietet die Sandstein- und Märchenhöhle einen anderen Schwerpunkt. Mit 65.000 Quadratmetern Fläche und 2.500 tragenden Säulen zählt sie zu den größten von Menschenhand geschaffenen Höhlen dieser Art in Europa. Sie entstand durch den unterirdischen Abbau feinkörnigen weißen Sandes, der als Streu- und Schersand verwendet wurde. Der Besuch macht das Leben der damaligen Sandmacherfamilien erlebbar. In der Schauhöhle können Kinder Szenen aus Märchen der Gebrüder Grimm, Hans Christian Andersens und des mit Meiningen verbundenen Dichters Ludwig Bechstein entdecken.

Weitere Reiseziele entdecken: Unterkatz, Wallbach, Henneberg, Rosa, Bermbach, Breitungen/Werra, Vachdorf, Erbenhausen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schmalkalden-Meiningen.

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