Zum Inhalt

Im näheren Umfeld von Anrode liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Anrode. Sein Standort im Tal der Luhne und der Gieße, vor den Waldungen der Hollau, verbindet die Geschichte der Klosteranlage mit einer markanten Landschaft. Der Ort bietet damit einen konkreten Ausgangspunkt, um bei der Reiseplanung neben Anrode auch historische und kulturelle Themen in den Blick zu nehmen.

Kloster Anrode: Geschichte und heutige Nutzung

Die Geschichte des Klosters reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück: Das alte Kirchendorf am Ort wurde durch das neu gegründete Kloster wiederbelebt. Während des Bauernkriegs im 16. Jahrhundert wurde Kloster Anrode überfallen und geplündert; ein Brand zerstörte es bis auf die Grundmauern. 1810 wurde das Frauenkloster durch Dekret geschlossen. So gehören zu diesem historischen Bezugspunkt sowohl die Wiederbelebung eines Kirchendorfs als auch Zerstörung und spätere Aufhebung.

Auch die Stallungen haben eine heutige Nutzung: Dort findet ein monatlicher Tier- und Bauernmarkt statt. Die Termine liegen von März bis Oktober jeweils am zweiten Samstag des Monats. Wenn Sie den Markt als Programmpunkt einplanen, prüfen Sie den konkreten Termin vorab.

Zur späteren Nutzung der Anlage gehört die Ausflugsgaststätte „Schinkenkrug“. Seit September 2013 befindet sie sich in der ehemaligen Hofmeisterwohnung der Unteren Scheune, auch Klosterscheune genannt. Das verknüpft einen konkreten Ort in der Anlage mit ihrer Nutzungsgeschichte. Für eine Einkehr sollten Sie die aktuellen Betriebsangaben vor Ihrem Besuch prüfen.

Kultur und Freizeit in Dingelstädt

In Dingelstädt findet seit 2001 jedes Jahr im Sommer das Breikuchenfest als Stadtfest statt. Zum Programm gehören traditionelle Veranstaltungen städtischer Vereine, Shows, musikalische Veranstaltungen und kulinarische Angebote. Der wiederkehrende Sommertermin setzt einen klaren saisonalen Akzent; für die Reiseplanung lohnt es sich, den Aufenthalt an den tatsächlichen Festterminen auszurichten.

Eine andere Art, Dingelstädt zu erkunden, bietet der Kanonenbahn-Radweg. Er führt über etwa 32 Kilometer von Dingelstädt im Landkreis Eichsfeld in Thüringen bis nach Frieda im Werra-Meißner-Kreis in Hessen und gilt als leicht befahrbar. Unterwegs liegen sechs Tunnel und vier Brücken. Länge, Endpunkte und Streckenmerkmale geben eine konkrete Orientierung für die Tourenwahl, ohne dass sich daraus eine bestimmte Fahrzeit ableiten lässt.

Das revitalisierte Hallenbad UnstrutWelle wurde im September 2026 wiedereröffnet und ist ganzjährig für Besucher geöffnet. Da sich Betriebsinformationen ändern können, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Angaben.

Kirchen und Baugeschichte in Dingelstädt

Die Pfarrkirche St. Gertrudis wurde 1855 als dreischiffiger Kirchenbau im gotischen Stil eingeweiht. Auf demselben Grundstück stand zuvor bereits eine Kirche, die im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Wann dieser erste Kirchenbau errichtet wurde, ist unbekannt; die heutige Pfarrkirche ist die dritte bekannte Kirche auf dem Grundstück. Die Chronologie verbindet damit einen belegten frühen Hinweis mit einem offenen Baudatum und dem späteren Kirchenbau.

Das Mühlengehöft in der Mühlhäuser Straße 11 zeigt einen repräsentativen Renaissancebau mit reich gestaltetem Portal. Bei der Wallfahrtskirche „Maria im Busch“ erzählt schon der Name eine örtliche Besonderheit: Er geht auf einen Abhang zurück, der einst mit Büschen bewachsen war. Beide Bauwerke setzen unterschiedliche Akzente – hier die Gestaltung eines Renaissancebaus, dort die überlieferte Erklärung eines Kirchennamens.

Weitere Reiseziele entdecken: Heyerode, Südeichsfeld, Großvargula, Niederdorla, Blankenburg, Vogtei, Dachrieden, Menteroda.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Unstrut-Hainich.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.